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Schriftsteller sind Personen, die das Verfassen literarischer Texte als ihren beruflichen Schwerpunkt setzen. Der Begriff entstand durch die Eindeutschungen der Wörter Skribent und Autor und stammt aus dem 18. Jahrhundert, zu dessen Ende der Schriftsteller als Beruf entstand. Er umfasst Verfasser sowohl erzählender Prosa-Texte, als auch von Dramen, Essays oder lyrischen Werken. Mitunter bezeichnet man die, die sich überwiegend einer Textgattung widmen, entsprechend als Romancier, Dramatiker, Essayist oder Dichter.
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Teils wird heute besonders, wer Belletristik und Lyrik schreibt, als Schriftsteller betrachtet, andere sind beispielsweise Sachbuchautor.
Ein Vertreter visueller Poesie (konkrete Poesie) wehrt sich vielleicht gegen die Bezeichnung Schriftsteller; faktisch liegt für ihn u. U. Maler näher (der neuere Begriff für konkrete Poesie – Wortbilder – kommt dem nahe). Auch die Übergänge vom Dichter zum Sachbuchautor sind definitorisch alles Andere als klar, z. B. bei Büchern über Kinderpoesie. Erst recht ist jemand, der obendrein Gedichte und Sachbücher verfasst, schwer einzuordnen.
Viele Autoren haben sich das Schreiben selbst beigebracht bzw. sind in einer Atmosphäre aufgewachsen, in der sprachliche Kommunikation und die Kultur der Sprache einen sehr hohen Stellenwert besaßen. Andere studieren an Universitäten oder Akademien, besuchen Kurse oder lesen Bücher.
An der Universität Hildesheim und der Universität Leipzig (Deutsches Literaturinstitut Leipzig) gibt es mittlerweile eine schreibhandwerkliche Ausbildung zum Schriftsteller. Auch zahlreiche Schreibwerkstätten und Schreibseminare wie z. B. das Junge Literaturforum Hessen-Thüringen oder die Marburger Sommerakademie bieten angehenden Autoren interaktives Training und manchmal coachen etablierte Vertreter des Berufs. Das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig hat seit 1995 einen Studiengang für Schriftsteller mit Prüfung und Diplom.
Die Berufsverbände der Autoren bzw. Schriftsteller scheinen wenig daran interessiert, Fortbildungen zur Textentwicklung und Textverarbeitung für ihre Mitglieder zu organisieren. In den Verbänden wird bei Konferenzen/Mitgliedertreffen in der Regel über Organisatorisches und Formales (z. B. Rechte, VG Wort usw.) gesprochen und gestritten.
Vorsichtig sollte man bei Angeboten wie "In 30 Tagen zum eigenen Buch" sein. Geld verdienen dabei zunächst die – meist privaten – Schulen, die solche "Kurse" anbieten.
Für angehende Schriftsteller eignet sich zum Einstieg (und auch im weiteren Werdegang), eine Autorenplattform zu nutzen. Das Publizieren im Internet ermöglicht einen ersten Kontakt zu Lesern und über Feedback- bzw. Diskussionsforen lassen sich mit Gleichgesinnten und Interessierten handwerkliche Grundkenntnisse erlangen und ausbauen.
Frank McCourt (München 2005, 2. Auflage) berichtet, dass in guten öffentlichen Schulen in den USA (kreatives) Schreiben schon lange gängig ist. Der Autor selbst hat solchen Unterricht organisiert, während er in Deutschland eher in VHS-Kursen vorkommt (z.B. in den 70er und 80er Jahren in Deutschland sehr häufigen und heute teilweise noch üblichen "literarischen Werkstätten"). Zum Teil gibt es in Universitäten auch Seminare zum Thema Kreatives Schreiben. Wenn man an der Hochschule nicht eingeschrieben ist, kann man aber eventuell als Gasthörer an diesen Seminaren teilnehmen. Zudem gibt es recht umfangreiche Literatur, die man sich ansehen kann. Oftmals sind darin auch Übungen vorbereitet, die man nutzen kann. In Japan z. B. ist es Brauch, dass sich Schüler/innen im Haiku-Schreiben üben.
Einigen sich Schriftsteller und Verlag darauf, ein Manuskript als Buch zu publizieren, unterschreiben beide Seiten einen Vertrag. Er reguliert den Umgang mit dem Manuskript und dem publizierten Buch (Übersetzung, Zweitrechte, Verramschen usw.) und regelt auch die Höhe des Honorars. Einige Zeitschriften schließen auch wegen einzelnen Beiträgen Verträge ab.
Schriftsteller können sich in Deutschland kostenlos bei der VG WORT anmelden. Sie registriert und verwaltet die Verwertung von Publikationen und schüttet Anteile (Honorare) an die Autoren aus.
Für die meisten Autoren ist es schwierig, Manuskripte an Verlage zu verkaufen. In der Regel nimmt das sehr viel Zeit in Anspruch und frustriert arg. Vor (dem ersten) Vertragsabschluss mit dem Verlag oder einer entsprechenden Literaturagentur lohnt sich eine Beratung durch Autorenverbände (s. u.).
Es ist äußerst schwierig, allein von den Honoraren aus Büchern zu leben. Die wenigsten Autoren schaffen das; die meisten leben hauptsächlich von ihrer Tätigkeit in einem anderen Beruf (in den USA gelingt das eher mit verwandtem - beispielsweise Übersetzen oder Creative Writing unterrichten). Auch Erfolgreiche nutzen meist gern die Möglichkeiten, mit Hilfe von Lesungen ihre Finanzsituation zu verbessern. In der Regel ist der erfolgreiche Autor ein disziplinierter Schreiber, dessen Bücher sich auch über die üblichen 2 - 3 Jahre hinaus verkaufen lassen. Das heißt jedoch nicht, dass jedes Buch eines erfolgreichen Autors auch finanziell (einigermaßen) etwas einbringt. Zum Erfolg scheinen zu gehören:
Ein erfolgreiches Buch erleichtert i. d. R. den Abschluss weiterer Verlagsverträge. Der gängige Verlagsvertrag sieht eine prozentuale Beteiligung des Autors am Verkaufsbetrag oder am Nettobetrag vor. Bei landläufigen Verträgen weichen die prozentualen Anteile bei unterschiedlichen Verlagen wenig voneinander ab. Begehrte Autor/innen können einen Vorschuss aushandeln. Im Allgemeinen gelten ausschließliche pauschale Vorab-Honorare für ein Manuskript als nicht ganz koscher; jeder Anfänger sollte damit vorsichtig sein. (Siehe auch unter Autor: Vergütung und Tantiemen.)
Es gibt Verlage, die ein Manuskript annehmen und gegen (teilweise) horrende Summen publizieren. Die Zusammenarbeit mit solchen Verlagen ist eine Sache des Geschmacks und des Geldes. In der Regel ist ihr Vertrieb wenig leistungsfähig. Sie verdienen daran, dass ein Buch gedruckt - nicht aber verkauft wird. Verkaufen spielt in der Kalkulation eine untergeordnete Rolle. Dagegen fördern Sie die Illusionen der potentiellen Autoren, wo sie nur können. Man findet die Anzeigen dieser Verlage in allen intellektuell anspruchsvollen Zeitungen ("Wir suchen einen Autor!"). Vorsicht ist geboten!
| Wiktionary: Schriftsteller – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |