| Die Artikel Schulnote und Notenskala überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Die Diskussion über diese Überschneidungen findet hier statt. Bitte äußere dich dort, bevor du den Baustein entfernst. Fxp 12:01, 2. Mai 2007 (CEST) |
Eine Schulnote (v. lat. nota „Merkmal“, „Schriftzeichen“) soll eine Leistungsbeurteilung zum Ausdruck bringen und die Leistungsbereitschaft fördern. Grundlage für diese Beurteilung sollte nach der derzeit (2004) verbreitetsten, in zahlreichen Richtlinien niedergelegten Auffassung nur die erbrachte Leistung sein, nicht aber das Leistungsvermögen, der Leistungswille oder gar die Anpassung des zu Bewertenden an das geltende Schulsystem. Die Leistungsverteilung innerhalb einer Probandengruppe wird bei entsprechender Leistungsdifferenzierung in etwa der Gaußverteilung gehorchen und den gesamten Notenraum umfassen.
Bei der Schulnote geht es um den abstrakten Schülervergleich, d.h. es sollen Unterschiede an den Schülern hergestellt werden, die in einer "abstrakten Qualität" von 1 bis 6 (in Österreich 1 bis 5)ausgedrückt werden. Die Schüler werden per Schulsystem in eine Konkurrenzsituation gebracht und haben sich an den vorgegebenen Kriterien dieser Konkurrenz zu bewähren. Erfolg in dieser Konkurrenz dient dazu an mehr oder weniger gute Schulabschlüsse (in Noten kodifizierte) heranzukommen, die eine erste entscheidende Voraussetzung für die Durchsetzung im beruflichen Wettbewerb darstellen. Leistung als individuelle Notenauflistung im Zeugnis stellt sich dar als zugeschriebener abstrakter Erfolg der Person - ihr abstrakter, schulisch gemessener Wert - und nicht als konkret beschriebenes Lernergebnis oder Benennung gezeigter geistiger Leistungen.
Eine Schulnote ist in der Regel eine Zahl. Zuweilen wird statt einer Zahl eine andere, feststehende sprachliche Gestalt bevorzugt (z. B. sehr gut für die Note 1 in Süddeutschland).
Je nach Land und Schulform sind unterschiedliche Notensysteme in Gebrauch; diese unterscheiden sich in
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Das am häufigsten benutzte Notensystem hat in Deutschland sechs Stufen:
Bei Abschlussprüfungen gilt die Prüfung als bestanden, wenn man eine Note von sehr gut bis ausreichend erhält, ansonsten hat man nicht bestanden.
In der DDR gab es fünf Noten:
Bereits vor dem 2. Weltkrieg existierten Systeme, in denen die 5 oder 6 die besten Noten waren.
Die Zahlen können in einzelnen Leistungsbewertungen, nicht aber in Zeugnissen, mit einem Plus (+) auf- bzw. Minus (−) abgewertet werden. Dies kann auch durch die Nachkommastelle ausgedrückt werden.
2+ ist also ein „ziemlich“ gut und 2- ein „gerade noch“ gut. Bei Verwendung von Nachkommastellen entspricht eine 2+ einer 1,7 und eine 2- einer 2,3. In manchen Bundesländern (z. B. Baden-Württemberg) wird das „+“ oder „-“ als exakte Viertelnote gewertet; eine „2+“ entspricht dann der 1,75 und eine 2- der 2,25. Eine „1 bis 2“ (auch „1-2“ oder „1/2“) entspricht einer Dezimalnote von „1,5“. An manchen Schularten (z. B. Berufsschulen in Baden-Württemberg) dürfen Dezimalzahlen mit einer Nachkommastelle als Note vergeben werden.
In manchen Bundesländern wird das Plus auch durch die Bezeichnung „voll“ und das Minus durch die Bezeichnung „schwach“ oder „noch“ gekennzeichnet. Eine 2- entspricht dann einem „noch gut“ bzw. „schwach gut“, eine 2+ einem „voll gut“.
Die einzelnen Schulnoten werden, abhängig vom Bundesland, der Schulart und des Schulfachs, in unterschiedlichen Leistungsmaßstäben vergeben. Dazu wird die Leistung meist in die prozentual erbrachte Leistung umgerechnet und dann der entsprechenden Note zugeordnet. Oft wird die Umrechnung durch für Schulen entwickelte Leistungstabellen erleichtert.
An der gymnasialen Oberstufe gilt in Deutschland ein aufwärts zählendes Punktesystem, das im Abitur eingesetzt wird und der leichteren Vergleichbarkeit und Berechnung der Endnote dient. Seit dem Schuljahr 2006/2007 wird ebenfalls an Fachoberschulen das Punktesystem verwandt:
Dabei muss allerdings beachtet werden, dass 4 Punkte (4,3 bzw. 4,25) als nicht mehr ausreichend gewertet werden und ebenfalls zu einer Nicht-Versetzung führen können. Eine voll ausreichende Leistung ist erst ab 5 Punkten erbracht. Dies liegt darin begründet, dass 4 Punkte einer 4− entsprechen und die Note damit unter der 4 liegt. Die Berechnung der absoluten Note anhand der Punktzahl kann auch durch die Formel
durchgeführt werden.
An Berufskollegs ist beispielsweise die von der Industrie- und Handelskammer (IHK) entwickelte Leistungstabelle gebräuchlich:
Die Bewertung von Studienleistungen und Abschlussarbeiten wird in der Regel mit Noten von „1“ bis „5“ vorgenommen, wobei auch Drittelnoten, z.B. 1,33 und 2,66 oder gerundete Drittelnoten (1,3 und 2,7) verwendet werden. Es gibt auch Universitäten, an denen ein System wie in der Schule verwendet wird. Eine Note welche schlechter als 4,0 ist, führt in der Regel zum Nichtbestehen.
Zur Bewertung der Dissertation bei Promotionen an Universitäten wird eines der beiden folgenden Systeme verwendet:
Das zweite System wird besonders an (ehemaligen) Technischen Universitäten/Hochschulen bzw. in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern verwendet.
In einigen Bundesländern wird in der universitären Juristenausbildung und im Rechtsreferendariat traditionell ein 18-Punkte-System verwendet, das nicht in konventionelle Schulnoten umgerechnet werden kann:
Bei „Jugend musiziert“ und ähnlichen Veranstaltungen sowie in Musikschulen findet eine 25-Punkte-Skala Anwendung:
Im Eiskunstlauf und anderen (v. a. Turn-)Sportarten geht das Bewertungssystem von 0,0 bis zur Bestnote 10,0. Für das Kunstturnen wurde die Obergrenze 2006 allerdings abgeschafft, so dass hier nun Bewertungsrekorde möglich sind.
In Österreich gibt es ein Notensystem mit insgesamt fünf Stufen:
Dabei ist zu beachten, dass die Note 4 erst vergeben wird, wenn mindestens die Hälfte der Punkte erreicht wurde. Da dies im Vergleich zum deutschen System härter ist, kann eine Versetzung in die nächste Klasse auch mit maximal einem Fünfer erlaubt werden. Hierfür müssen mindestens die Hälfte der Lehrenden der Klasse bei der Noten-Konferenz die Zustimmung geben. Auch ist dieses Hinaufstufen nur einmal pro Schulabschnitt möglich.
Grammatikalisch sind Schulnoten, wie alle Ziffern, in Österreich männlich. Es heißt also nicht „eine Eins“, sondern „ein Einser“.
Regelmäßig tauchen Diskussionen auf, Schulnoten teilweise abzuschaffen und die Benotung direkt zu beschreiben. Dies wird aber bisher nur in unteren Klassen der Volksschule durchgeführt.
Bis in die 1970er gab es in den Schulen ab der fünften Schulstufe noch die Note 4E, was soviel wie Vier mit Ermahnung, also eine Zwischennote zu nicht genügend bedeutete. Diese gab es aber nur in den Zwischenzeugnissen (auch Schulnachrichten), nicht in den Jahresabschlusszeugnissen.
Informell werden oft Zwischennoten (z.B.: 2-3) sowie erhöhte und erniedrigte Noten (z.B.: 2+, 3-) verwendet, wobei bei letzteren 1+ oft als 1! (Einser mit Rufzeichen) oder I (römischer Einser) geschrieben wird. 5+ und 5- sind ungebräuchlich.
In der Schweiz gibt es in den meisten Kantonen die Noten 6 bis 1. Hierbei ist 6 die beste Note, 1 die schlechteste. 4 bedeutet genügend. In den Zeugnissen sind auch halbe Noten zugelassen, zum Beispiel 4,5. Im Kanton Waadt reicht die Skala von 1 bis 10, wobei letztere die Bestnote ist. Die selbe Skala wird in manchen Universitäten für gewisse Studiengänge verwendet. Die folgenden Aussagen sind exemplarisch, je nach Kanton, Ort und Schulstufe gelten verschiedene Regelungen.
Häufig werden halbe Noten wie eine 5.5 auch in anderer Form geschrieben, z.B. als 5–6 (fünf-bis-sechs) oder 5 1/2 (fünf-einhalber).
Bei Zwischennoten, die nicht im Zeugnis auftauchen, können vielerorts weitere Abstufungen verwendet werden:
5.25 = 5+ (fünf-plus) oder 5- fünf-bis) 5.5 = 5–6 (fünf-bis-sechs) = 5 1/2 (fünf-einhalb) 5.75 = -6 (bis-sechs) oder 51/2+, das wird aber selten benutzt (fünf-einhalb-plus)
Bei einer Schreibweise nur mit Strichen ist also genau auf die Position des Striches (nicht: Minuszeichens) zu achten. So entspricht -5 einer 4.75, 5- dagegen einer 5.25.
Dies gilt für alle Noten. (also auch 4.25 = 4+)
Achtung:
Weit verbreitet, nebst dem Auschreiben der Zahlen, ist folgende Schreibweise:
6 --> 6.0 -6 --> 5.75 5-6 --> 5.5 5+ --> 5.25 5 --> 5.0 -5 --> 4.75 4-5 --> 4.5 4+ --> 4.25 4 --> 4.0 etc.
An Oberstufen und Gymnasien werden die Noten, die nach der oben genannten Formel berechnet werden, meist auf eine Kommastelle gerundet. Hier existieren also auch 5.8, 4.2, 3.7 etc.
In Tschechien und der Slowakei ähnelt sich das Notensystem dem österreichischen. Dieses System entspricht demjenigen, das in den ungarischen Grundschulen vor dem zweiten Weltkrieg benutzt wurde:
Auch in Ungarn gibt es ein Fünfstufensystem, das etwa dem österreichischen entspricht, aber heute ist 5 die beste Note:
Das Symbol 5d wird nur im Halbjahrszeugnis (das in Ungarn nicht als Zeugnis gilt) verwendet, da in die Jahresabschlusszeugnisse nur die literarische Bezeichnungen eingetragen werden dürfen. Bei Bewertung hervorragender Schularbeiten wird 5* ("5 mit Sternchen" genannt) benutzt. 5* kann (zwar nicht formell) auch in Universitäten/Hochschulen vergeben werden, das geschieht aber nur noch sehr selten.
Zur Bewertung einzelner Schularbeiten (also nur in Grund- und Mittelschulen) werden auch Zwischennoten benutzt. Beispiele: 3/4 ("háromnegyed", buchstäbliche Übersetzung: "drei Viertel"), 4, ("négy alá", "unter 4", entspricht etwa "noch gut"). Diese kommen ziemlich oft vor. Noten wie 4' ("über 4") und 5,,, ("5, aber nur ganz knapp") sind Kuriosa, sie werden von nur noch wenigen Lehrern vergeben. Somit sieht in den meisten Fällen die erweiterte Notenskala mit Zwischennoten aus wie folgt: 5* 5 5, 4/5 4 4, 3/4 3 3, 2/3 2 2, 1/2 1 (1, gibt es auch nicht, abgesehen von einigen Lehrern.)
In Kroatien sind die Notenbezeichnungen mit den slowakischen zu vergleichen, aber auch hier ist 5 die beste Note:
In Slowenien sind die Notenbezeichnungen mit den slowakischen zu vergleichen, aber auch hier ist 5 die beste Note:
In der Ukraine werden Noten von 1 bis 12 benutzt. 12 ist die beste, 1 ist die schlechteste Note. Früher (bis 2001) war auch hier 5 die beste Note, aber die 1 war nicht benutzt, das war in der ehemaligen Sowjetunion auch so (also mit 2 als die schlechteste Note).
In Frankreich wird eine Notenskala mit 20 Punkten benutzt, wobei 20 die höchste und 0 die niedrigste Punktzahl ist. Die Note 20 wird als perfekt betrachtet und dementsprechend selten in subjektiv bewerteten Fächern vergeben. Die Grenze zum Bestehen liegt meist bei 10. Im Gegensatz zum US-amerikanischen Schulsystem werden Noten zwischen 12 und 13 normalerweise nicht als schlecht betrachtet aber als mangelhaft. 15 wird bereits als gut, 16 und 17 als "sehr gut" bezeichnet.
In Rumänien wird heute eine Punkteskala von (theoretisch) 0 bis 10 mit zwei Nachkommastellen benutzt. Das gilt auch beim Abitur, also z.B. ein 7,38 entspricht etwa 3+, also "vollbefriedigend". Ursprünglich haben die Rumänen das französische Notensystem (damals war auch in Frankreich noch 10 die beste Note) übernommen. Die Bestehensgrenze liegt meist bei 5,00. Die 1 wird in besonderen Fällen (wie z.B. Verwendung unerlaubter Hilfsmittel wie auch das unerlaubte Helfen Anderer) vergeben. Als kleinste Noten werden dann abhangig von der Gutmütigkeit des Lehrers entweder die 2 oder die 3 vergeben.
In Luxemburg wird eine Notenskala mit 60 Punkten benutzt, wobei 60 die höchste und 01 die niedrigste Punktzahl ist. Die Note 60 wird als perfekt betrachtet und dementsprechend selten in subjektiv bewerteten Fächern vergeben. Die Grenze zum Bestehen liegt meist bei 30. Jedoch existiert auch die Möglichkeit 1 bzw. 2 Fach/Fächer mit einem Durchschnitt ab 25 auch zu bestehen, wenn eine Jahresdurchschnittsnote von 35 resp. 40 erreicht wurde.
In Brasilien wird heute von 0 bis 10 (früher bis 100) benotet. 10 ist die beste, 0 die schlechteste Note. Früher wurden auch Buchstaben von A bis F genutzt.
Die Verbalbeurteilung gilt als die beste Alternative zur Schulnote. In Grundschulen und in weiten Teilen des Privatschulsystems ist sie bereits eingeführt.
Ingenkamp, K. (1965ff) Zur Fragwürdigkeit der Zensurengebung. Weinheim: Beltz. Saldern, Matthias von (1999). Schulleistung in Deutschland. Hohengehren: Schneider.
Notenskala - allgemein zu Notensystemen Waldorfschule, Funktion von Noten
| Dieser Artikel oder Abschnitt weist folgende inhaltlich problematische Lücken auf: siehe en:Grade (education) --Flominator 13:42, 18. Aug 2005 (CEST)
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