In der Linearen Algebra, einem Teilgebiet der Mathematik, ist die Schur-Zerlegung (oder auch Schursche Normalform genannt) eine wichtige Matrix-Zerlegung.
Sie ist benannt nach dem Mathematiker Issai Schur.
A sei eine quadratische Matrix mit Einträgen aus
(also
, wobei
entweder für
oder für
steht). Zerfällt das charakteristische Polynom von A über
in Linearfaktoren, so existiert eine unitäre Matrix
, sodass
(U * ist die zu U adjungierte Matrix)eine obere Dreiecksmatrix ist.
):Sei
. Zunächst muss ein Eigenwert λ1 und ein entsprechender Eigenvektor v1 zu A gefunden werden. Nun werden n − 1 Vektoren w2,...,wn gewählt, so das v1,w2,...,wn eine orthonormale Basis in
bilden. Diese Vektoren bilden die Spalten einer Matrix V1.
,wobei A1 eine
Matrix ist.
Nun wird dieser Vorgang für A1 wiederholt. Es entsteht eine unitäre Matrix V2 mit:
, wobei A2 eine
Matrix ist.
, wobei
mit 
Die gesamte Prozedur wird n-mal wiederholt, bis die Matrizen
vorliegen.
ist eine obere Dreiecksmatrix und U = Q * AQ ist die Schur-Zerlegung der Matrix A.