Schurf oder auch Schürfen ist ein Begriff aus der Bergmannssprache und der Geotechnik.
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Er bedeutet das Suchen und Finden von Mineral- und Erzlagerstätten. Bei der Schurf wird ein sogenannter Schurfgraben zur Erkundung der, direkt unter der Erdoberfläche „ausstreichenden“ Lagerstätte angelegt.
Der Begriff wird heutzutage kaum noch verwendet und wurde von dem Begriff Prospektion (engl.: prospection) abgelöst.
Umgangssprachlich spricht man auch vom „Gold schürfen“ und meint dann aber meist Goldwaschen.
Ein Schurf ist in der Geotechnik eine Grube zur Materialentnahme aus geringer Tiefe, um den Bodenaufbau zu erkunden. Das entnommene Material kann im Labor klassifiziert werden (siehe Bodenklassifikation). An den Schurfwänden kann man die Bodenschichten erkennen, außerdem die Höhe des anstehenden Grundwasserspiegels.
Die Abmessungen von Schürfen und ihre Tiefe können einige Meter erreichen; eine typische Größe ist 1*1*1 m. Die Abmessungen hängen vom Größtkorn des Bodens ab. Ein Schurf kann von Hand mit einer Schaufel oder mit einem Bagger ausgehoben werden. Die entnommenen Bodenproben können je nach Verwendungszweck gestört oder ungestört sein. Für ungestörte Proben werden bestimmte Werkzeuge verwendet (zum Beispiel Stechzylinder). Bei großen Korngrößen kann zur Entnahme das Gipsverfahren, das Gefrierverfahren und das Blockentnahmeverfahren angewandt werden.
Die vorschriftmäßige Entnahme von Proben aus Schürfen ist in DIN 4021 geregelt.
Für die Erkundung von tieferen Bodenschichten sind Bohrungen erforderlich.