Schussfaden

Die Schussfäden (auch Schuss, Eintrag oder Einschlag genannt) sind jene parallelen Fäden eines textilen Gewebes, die zu den längeren (häufig auch etwas stärkeren) Kettfäden bei der Herstellung eines Gewebes quer liegen. Von Schuss spricht man insbesondere beim Weben von Textilien, weil das Schiffchen durch das Fach der Kettfäden in der Webmaschine getrieben wird.

Die Schussfäden kreuzen die Kettfäden im rechten Winkel, wobei sie mal oben und mal unten zu liegen kommen, was durch die Mechanik der Webmaschine ermöglicht wird. Das daraus entstehende "Muster" durch die relative Lage von Kett- und Schussfäden zueinander, bezeichnet man als Bindung.

Die Feinheit des Gewebes hängt auch von der Gleichmäßigkeit des Schusses ab und wird mit der Lupe eines Fadenzählers beurteilt.

Durch Verwendung gefärbter Kett- und/oder Schussfäden sind farbige Muster möglich, man spricht dann von Buntgewebe, auch beim Weben eines Teppichs ist der Schussfaden oft gefärbt.

Bei einem Fleckerlteppich (Name in Bayern und Österreich) wird als Schuss ein langer zusammengenähter Streifen aus Reststücken (die "Fleckerln") verwendet, wodurch die schnurartigen Kettfäden in dem strapazierfähigen Gewebe fast unsichtbar werden.

Quelle:
Artikel Schussfaden aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
Lizenz:
Kategorien:
Empfehlungen
Bookmarks
delicious wong linkarena google