Schute

Dieser Artikel behandelt das Wasserfahrzeug. Um zur Kopfbedeckung zu gelangen, siehe Schute (Kleidung).
Eine Schute aus dem Jahr 1925 der Werft Henry Koch Lübeck, heute Museumsschute „Hemmoor 3“
Eine Schute aus dem Jahr 1925 der Werft Henry Koch Lübeck, heute Museumsschute „Hemmoor 3“
Schuten im Hamburger Hafen
Schuten im Hamburger Hafen

Als Schute wird ein kleines, flaches Schiff, meist ohne eigenen Antrieb und ohne Takelage bezeichnet, das für die Verbringung von Schütt- oder Stückgütern vom Seeschiff zum eigentlichen Bestimmungsort innerhalb eines Hafens benutzt wird.

Heute beschränkt sich die Ladung meist auf Schüttgut, wie Sand, Kies, Erz, Baggergut. Üblicherweise erfolgt die Fortbewegung mit Schleppern oder innerhalb eines Schleppverbandes. Teilweise werden die Schuten auch durch Staken, also durch Muskelkraft mittels langer Stangen, fortbewegt. In alten Zeiten erfolgte die Fortbewegung, indem die Schuten von Pferden oder Ochsen vom Ufer aus an langen Tauen gezogen wurden – dies bezeichnet man als Treideln.

Häufig wird aus der Schute in einen Schubleichter verladen, der dann seinerseits von einem Motorschiff geschoben, in einem Schubverband das Gut weitertransportiert.

Im Bereich des Küstenschutzes werden auch „Klappschuten“ mit zu öffnenden Böden für die Verbringung von Sand und Entladung ohne weitere Hilfsmittel eingesetzt.

In der Binnenschifffahrt ist die Klappschute ein übliches Verkehrsmittel für die Verklappung von verunreinigtem Sand und vor allem von Bergbaurückständen.


Siehe auch: Küstenmotorschiff (Kümo)

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