| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt | |
| Koordinaten: | 49° 20′ N, 11° 1′ O | |
| Höhe: | 326 m ü. NN | |
| Fläche: | 40,71 km² | |
| Einwohner: | 38.791 (31. Dez. 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 953 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 91101–91126 (alt: 8540) | |
| Vorwahlen: | 09122, 0911 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SC | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 65 000 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Königsplatz 1 91126 Schwabach |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Hartwig Reimann (SPD) | |
Schwabach ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Die kleinste kreisfreie Stadt Bayerns liegt im Städteviereck Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach und gehört zur Metropolregion Nürnberg.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt Schwabach liegt im Mittelfränkischen Becken. Die Landschaft wird zum einen geprägt von den Wäldern im Süden, Westen und Norden, die zum großen Teil als Bannwälder ausgewiesen sind. Nach Osten bestimmt die Talaue der Rednitz die Landschaft. Das Rednitztal wurde in seiner Bedeutung besonders gewürdigt: Es ist seit 2004 Europäisches Natura 2000-FFH-Schutzgebiet. Die Stadt selbst liegt zu beiden Seiten der Schwabach, die hier in die Rednitz mündet. Das Stadtzentrum liegt in einem Kessel umgeben von den anderen Ortsteilen. Im Norden ist die Stadt mit einigen südlichen Vororten Nürnbergs zusammengewachsen. Im Westen, Süden und Osten grenzt Schwabach an den Landkreis Roth.
Bis 1972 war Schwabach Sitz des gleichnamigen Landkreises Schwabach, von dem die kreisfreie Stadt komplett umgeben war. Die Altstadt gliedert sich klar durch die teilweise noch vorhandene ehemalige Stadtmauer.
gewachsene Stadtteile:
Folgende Ortsteile waren vormals eigenständige bzw. zu anderen Gemeinden gehörige Ortschaften. In Klammern das Jahr der Eingemeindung nach Schwabach sowie die vorherige Gemeinde.
Außer den Eingemeindungen der heutigen Ortsteile (siehe oben) kamen folgende weitere Gebiete zum Stadtgebiet:
| 750-500 v. Chr. | Urnenfunde |
| 600-700 | erste Hinweise auf Siedlung und Fluss |
| ~ 800 | Suapaha gehört zum Besitztum des Klosters St. Emmeran Regensburg. |
| ~ 850 | Suabaha geht an das Kloster Fulda über. |
| 1117 | urkundliche Erwähnung der 'villa suabach' |
| 1166 | Suabach wird erneut verschenkt (der Beschenkte: Zisterzienserkloster Ebrach im Steigerwald) - der 'Mönchshof', heute eine beliebte Kneipe, bleibt bis 1797 im Besitz des Klosters. |
| 1303 | "forum (Markt) Swabach" - Bezeichnung ändert sich. |
| 1346 | Swabach geht an die Hohenzollern über. Eine Stadtmauer wird errichtet. |
| 1371 | Swabach erhält das Stadtrecht. |
| 1469 | Die Stadtkirche wird neu gebaut. |
| ~ 1470 | Die Schriftart Schwabacher entsteht. |
| 1528 | Heutiges Rathaus wird gebaut. |
| 1633 | Die Nadelfabrikation kommt nach Schwabach. ('Nadlerstadt') |
| 1723 | Die Schwabach hat ihren Höchststand. Markierungen des Hochwassers heute noch sichtbar. |
| 1768 | Alte Linde wird gepflanzt. Sie steht heute noch. |
| 1792 | 'Schwabach' wird preußisch. |
| 1797 | Johann Wolfgang von Goethe übernachtet in Schwabach. |
| 1806 | 'Schwabach' wird bayerisch. |
| 1849 | Schwabach erhält einen Bahnhof (dafür wird die Pferdepostlinie eingestellt). |
| 1936 | Am 6. Oktober rückte die Nachrichten-Abteilung 17 der Wehrmacht in ihre Garnison in Schwabach ein und bezog die neu gebaute Kaserne in der Stadt. Im Laufe der Zeit folgten weitere Einheiten der Wehrmacht. |
| 1938 | In Schwabach wurde ein Wehrmeldeamt und eine feste Funkstelle der Wehrmacht installiert. Außerdem erhielt die Garnison eine zweite Nachrichten-Abteilung und eine Sanitätsstaffel. |
| 1939 | Bei Kriegsausbruch wurden in den von den Fronttruppenteilen nun verlassenen Kasernen Ersatztruppenteile zur Ausbildung von Rekruten untergebracht. Als Kuriosum wurde dabei auch eine Hunde-Ersatz-Staffel aufgestellt (1943) |
| 1941 | Schwabach wird von Bomben getroffen. |
| 1945 | 8. Mai Ende des 2. Weltkrieges. Die Nachrichtenkaserne im Norden der Stadt wird von der US-Armee eingenommen und als O'Brien Barracks weitergeführt. |
| 1953 | Das Stadtwappen wird endgültig fertiggestellt. |
| 1972 | Durch die Gebietsreform mit ihren Eingemeindungen wird Schwabach zur kleinsten kreisfreien Stadt Bayerns. |
| 1975 | Partnerschaft mit der Stadt Les Sables d'Olonne wird geschlossen. |
| 1979 | Schwabach erhält die Europa-Nostra-Medaille. |
| 1993 | Nach dem Abzug der US-Armee entsteht durch die Nutzung der ehemaligen Kaserne ein neuer Stadtteil mit Schulen, dem Stadtmuseum, einem Wirtschaftsförderungszentrum sowie Wohn- und Geschäftsareale. |
| 1995 | 500-jähriges Bestehen der Stadtkirche wird gefeiert. |
| 2004 | 500 Jahre Blattgold in Schwabach |
| 2005 | Schwabach gewinnt beim Bundeswettbewerb Unsere Stadt blüht auf eine Goldmedaille. |
Spätestens in der Hallstadtzeit (750-500 v. Chr.) lebten im Schwabacher Stadtgebiet Menschen – das beweist der Fund einer Urne mit den Überresten einer Brandbestattung. Der heutige Name der Stadt leitet sich von dem gleichnamigen Flüsschen her, das die Stadt durchfließt – „Suapaha“, das heißt „Schwaben-Bach“. So nannten die Franken rund tausend Jahre nach der Hallstadtzeit das Flüsschen, weil sie an seinen Ufern allem Anschein nach schwäbische Siedler vorfanden.
Die Franken, die im 8.Jahrhundert im Zug der fränkischen Landnahme von Westen her nach Franken kamen, errichteten überall auf ihrem Weg ins unbekannte Gebiet Etappenorte, die der Verpflegung und Beherbergung von Mensch und Tier, v.a. aber auch des durchziehenden Militärs, dienten: die sogenannten Königshöfe. Urzellen des heutigen Schwabach waren somit im frühen Mittelalter der erwähnte Königshof sowie nachweislich drei sogenannte „Urhöfe“ – der Strangshof, der Kappenzipfelhof und der Widemhof.
Aus den oben erwähnten vier Kristallisationspunkten wuchs zunächst eine Siedlung mit Dorfcharakter. Diese wird im Jahr 1117 erstmals urkundlich erwähnt: „suabach“. Ab 1166 gehörte das Dorf Schwabach zu den Besitzungen des Zisterzienserklosters Ebrach im Steigerwald. Man darf sich die damalige Siedlung noch recht klein vorstellen: Sie umfasste vermutlich nicht mehr als 10 Bauernhöfe. Im Jahr 1299 bekommt Schwabach einen neuen Herrn: Den Grafen Emicho von Nassau. Deshalb ist das Wappen des späteren niederländischen Königshauses Nassau-Oranien, ein goldener Löwe im blauen Schild, ein Teil des heutigen Schwabacher Stadtwappens. Unter Nassauischer Herrschaft und Förderung erlebt der Ort einen ersten wirtschaftlichen Aufschwung: 1303 verleiht der Nassauer dem Dorf das Marktrecht. Der Ort, nunmehr umgeben von einer rudimentären Befestigung aus Wall, Graben und Palisaden, hatte nun das Recht, Märkte abzuhalten – eine wichtige Vorbedingung für das Aufblühen von Handwerk, Handel und Gewerbe.
Im Jahr 1364 wird Schwabach an die Burggrafen von Nürnberg und späteren Markgrafen von Brandenburg-Ansbach aus dem Haus Hohenzollern verkauft. Die zollerischen Herren fördern ihre Neuerwerbung kräftig: In einer Urkunde aus dem Jahr 1371 wird Schwabach zum ersten Mal als Stadt bezeichnet. Das erste Stadtwappen zeigt neben den schwarz-weißen Hohenzollernquadraten zwei gekreuzte Bierschöpfen – ein Hinweis auf das wichtigste Gewerbe der frischgebackenen Stadt.
Mit dem steilen Aufstieg der Hohenzollern gewinnt auch die Stadt Schwabach an Bedeutung und wird Sitz eines markgräflichen Amtmanns. Der wachsende Wohlstand spiegelt sich in reger Bautätigkeit: Ab 1375 wird das Spital mit seiner Kirche errichtet, später dort auch eine zweite Brücke über die Schwabach gebaut. Eine Lateinschule entsteht. Seit ca. 1434 (bis 1795) gibt es in Schwabach eine herrschaftliche Münze. 1469 wird mit dem Bau einer neuen gotischen Stadtkirche begonnen, die 1495 fertiggestellt ist und wie ihre Vorgängerin den beiden Heiligen Johannes und Martin geweiht wird. Der 71 m hohe Stadtkirchturm gilt heute noch als Wahrzeichen von Schwabach. Die Blattgoldauflagen im Inneren der Kirche beweisen, dass damals schon das Handwerk der Goldschlägerei in der Stadt ausgeübt wurde, für das Schwabach noch heute berühmt ist. 1528 wird das „neue“ Rathaus vor der Stadtkirche fertiggestellt, das heute ebenfalls Wahrzeichen der Stadt ist, ein Jahr später das Amtmannshaus schräg gegenüber. Um diese Zeit hat Schwabach an die 1500 Einwohner über 15 Jahre und ist eine blühende, wohlhabende Kleinstadt mit einem selbstbewussten und aufstrebenden Bürgertum. Im 16. Jahrhundert verhilft die Reformation dem kleinen Schwabach zu ungeahnter Wichtigkeit. 1528 wird hier nach Beratungen, an denen Osiander teilnimmt, die Brandenburgisch-nürnbergische Kirchenordnung fixiert. Nur ein Jahr später treffen sich im heute noch existenten Wirtshaus zum „Goldenen Stern“ am Marktplatz die führenden Theologen der protestantischen Fürstenopposition und formulieren die Schwabacher Artikel, eine der Grundlagen der Augsburger Konfession und damit der gesamten evangelischen Glaubenslehre.
Einen jähen Einschnitt in die wirtschaftliche Entwicklung Schwabachs und seiner Bürger stellen die blutigen Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges dar. Es kommt zur Belagerung und Einnahme Schwabachs am 1. Juli 1632 durch die Truppen Wallensteins. Während der fünftägigen Plünderung zerstört die Soldateska einen Großteil der Stadt. Später, so erzählen die Chroniken, sei Schwabach so zerstört und menschenverlassen gewesen, dass auf den Straßen das Gras wuchs. Nach dem Krieg fanden zunächst österreichische und oberpfälzische Glaubensflüchtlinge, dann ab 1686 Hugenotten aus Frankreich Aufnahme in der Stadt. Letztere durften sich in der Boxlohe ein eigenes Kirchlein, die „Franzosenkirche“, bauen. Ein wichtiges Handwerk, das in späterer Zeit noch größte Bedeutung erlangen sollte, kam 1633 in die Stadt: die Nadlerei. Noch heute hat Schwabach als Nadlerstadt einen weltweiten Ruf. Auch die erste Fabrik für Gold- und Silberdrahtzug siedelte sich an – die Grundlagen für die spätere „Metallerstadt“ Schwabach sind spätestens jetzt gelegt. Das 18. Jahrhundert sieht Schwabach als aufstrebende Industrie- und Gewerbestadt. Als schönstes Schmuckstück des Marktplatzes lässt der Landesherr Wilhelm Friedrich den „Schönen Brunnen“ errichten, der 1717 eingeweiht wird. Aber dieses Jahrhundert ist gleichzeitig auch eine Zeit der Naturkatastrophen, Hungersnöte und Krankheiten: 1731 zerstört eine schreckliche Überschwemmung viele Häuser in der Innenstadt und bringt mehreren Menschen den Tod. Mehrere Hochwasser und zwei schlimme Krankheits- und Seuchenjahre folgen, die die Stadtbevölkerung um ein Viertel auf 5500 Einwohner reduzieren. Ob schließlich der Übergang der Frankenstadt Schwabach an Preußen im Jahr 1792 auch zu diesen Katastrophen zu zählen ist?
Doch die preußische Ära bleibt ein Intermezzo – im Zuge der von Napoleon vorgenommenen Neuordnung Europas gehen die fränkischen Provinzen Preußens im Jahre 1806 an Bayern. Die neue Regierung verleiht der Stadt im Jahr 1818 die Kreisfreiheit, die mit einer Unterbrechung bis heute beibehalten werden konnte. Mitte des 19. Jahrhunderts zieht endgültig die Moderne in der Stadt ein. 1849 wird der Bahnhof gebaut und Schwabach hat somit Anschluss an das Eisenbahnnetz. 1864 wird das Gaswerk errichtet und die öffentliche Straßenbeleuchtung von Öl auf Gas umgestellt. Mit der Versorgung der Bevölkerung durch Leitungswasser wird 1869 begonnen. Das Maschinenzeitalter beginnt: 1870 arbeitet die erste Nadelfabrik mit einer Dampfmaschine. Die Nadlerei und mit ihr die gesamte Metallindustrie nehmen ab da einen steilen Aufschwung. Schwabach wird zur „Stadt der hundert Schlote“.
Anfang des 20. Jahrhunderts ist Schwabach zu einer Industriestadt ersten Ranges geworden. Über 120 Goldschlägereien festigen den Ruf der Stadt als internationales Zentrum der Blattgoldverarbeitung. Schwabacher Grammophonnadeln drehen sich in aller Welt auf den Plattentellern, und sogar in China wäscht man sich mit den in Schwabach hergestellten exklusiven Seifen der hier ansässigen Hofseifenfabrik Ribot. Doch der Erste Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise bringen die wirtschaftliche Blüte der Stadt zum Erliegen. Den Zweiten Weltkrieg übersteht Schwabach so gut wie unzerstört, wenn auch die NS-Zeit, wie überall, ihre Wunden hinterlässt. Von ermittelten 96 in Schwabach geborenen bzw. hier ansässigen Juden wurden mindestens 47 im Holocaust ermordet. Nur einer kehrte nach dem Krieg in seine Heimatstadt zurück.
Nach 1945 tragen neben den einheimischen Schwabachern und Schwabacherinnen Tausende von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen zum wirtschaftlichen Wiederaufbau bei. Nach dem Ende des sogenannten „Wirtschaftswunders“ war die einheimische Industrie wieder so gut entwickelt, dass der Übergang zu innovativen Techniken bewältigt werden konnte. 1953 wurde schließlich ein neues Stadtwappen eingeführt.
Heute ist Schwabach stolz auf eine gelungene Altstadtsanierung, die im Jahr 1979 mit der Verleihung der „Europa-Nostra-Medaille“ ihre entsprechende Würdigung fand. Eine umsichtige Kommunalpolitik hat dazu geführt, dass Traditionspflege und zukunftsorientiertes Handeln in der Stadt Hand in Hand gehen. So bleibt die Geschichte in Schwabach anschaulich und lebendig, ohne dass die Stadt ihre wirtschaftliche Stellung in der Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach eingebüßt hätte. Und die Städtepartnerschaften mit dem französischen Kurort Les Sables d'Olonne an der Atlantikküste und dem türkischen Touristenzentrum Kemer am Mittelmeer sowie der griechischen Stadt Kalambaka lassen die Schwabacher auch den Gedanken an ein europäisches Miteinander nicht aus den Augen verlieren.
Schwabach ist – mit Ausnahme der Zeit des Dritten Reiches – in der Hand der Sozialdemokraten (SPD), die seit 1945 den Oberbürgermeister sowie bis 2002 die größte Stadtratsfraktion stellen. Seit den Kommunalwahlen 2002 stellen SPD und CSU gleichermaßen 15 Stadträte.
Die Stadtverwaltung verfügt über mehrere Amtsgebäude im Stadtgebiet, auf die folgende Referate verteilt sind:
Die Leitung der Referate wird vom Oberbürgermeister sowie drei "berufsmäßigen Stadträten" übernommen, diese sind
Schwabachs erstes Wappen zeigt im gespaltenen Schild zwei gekreuzte goldene Bierschöpfen auf rotem Grund vor dem hohenzollerischen Schwarz-Weiß. Es vesinnbildlicht die Wichtigkeit des Bierbrauertums in der Stadt sowie den Stadtherrn, dem hohenzollerischen Burggrafen von Nürnberg. Es wurde der Stadt vom Nürnberger Burggrafen Friedrich V. verliehen und erscheint erstmals auf dem Siegel einer Urkunde vom 9. August 1371.
Das zweite Wappen, welches auf vier Feldern den Burggrafenlöwen, die hohenzollerischen Farben und die Bierschöpfen zeigt, wurde 1480 von Albrecht Achilles, Kurfürst von Brandenburg, verliehen.
Als Schwabach 1808 bairisch wurde, wurde das Wappen nur mäßig verändert. Es zeigt statt der hohenzollerischen Farben schwarz und weiß nun die bairischen weiß-blauen Rauten sowie, statt des Burggrafenlöwen, den Pfälzer Löwen.
1953 schließlich wurde das aktuelle Wappen eingeführt. Man beschloss, die Elemente des marktgemeindlichen Siegels von 1329 aufzunehmen. So zeigt das rote Schild einen zinnengekrönten Turm auf einem Rundbogen, begleitet von zwei Schildern mit dem Reichsadler und dem Nassauer Löwen.
Berühmt ist Schwabach für seine Goldschläger und das von ihnen produzierte und weltweit exportierte Blattgold. Der Buckingham Palace in London, Türme von orthodoxen Kirchen in der Ukraine, Palastkuppeln in den Emiraten und viele andere sehenswerte Gebäude in aller Welt wurden mit Schwabacher Blattgold versehen. Der mit 14.000 Blatt Schwabacher Blattgold verzierte Goldene Saal im Rathaus wurde von Kurt Severin und Max Friese gestaltet. Im Jahr 2004 feierte Schwabach das Jubiläum "500 Jahre Blattgold in Schwabach". Blattgold ist noch heute Bestandteil des dem Danziger Goldwasser nachempfundenen Schwabacher Goldwassers, das ein Gewürzlikör mit feinsten Blattgoldstückchen ist.
In früheren Jahrhunderten bestimmten vor allem Handwerker, wie etwa Bierbrauer und Goldschläger, sowie erste Industriebetriebe im Bereich Nadelherstellung und Drahtzieherei das wirtschaftliche Geschehen. Heute ist für die Stadt ein breites, vor allem im Mittelstand angesiedeltes Spektrum an Produktions-, Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben charakteristisch. Viele dieser hochflexiblen Betriebe arbeiten in Marktnischen, in denen sie zum Teil bundesweit Marktführerschaft errungen haben. Schwabach hat eine gesunde Wirtschaftsstruktur und sichere Arbeitsplätze.
| ca. 1800: | 3.000 Einwohner |
| 1840: | 6.981 Einwohner |
| 1900: | 9.385 Einwohner |
| 1925: | 11.782 Einwohner |
| 1950: | 19.376 Einwohner |
| 1985: | 34.284 Einwohner |
| 1995: | 38.757 Einwohner |
| 2005: | 38.791 Einwohner |
Auf dem 1717 eingeweihten Brunnen am Marktplatz sind die Portraits der markgräflichen Familie zu sehen.
Das in der ehemaligen Kaserne untergebrachte Museum besitzt eine Sammlungen über das heimische Handwerk, Zunft und Gewerbe. Eine eigene Abteilung bildet das von Carl Wenglein, dem Gründer des "Weltbundes für Natur- und Vogelschutz", zusammengetragene "Eiermuseum" (mit seltenem Fabergé-Ei). Eine Spezialsammlung umfasst völkerkundliche Antiquitäten aus der ehemaligen deutschen Kolonie Ostafrika (Waffen, Schmuck, Textilien und afrikanische Gebrauchsgegenstände). Seit 20. November 2005 präsentiert das Stadtmuseum die weltweit größte Spezialsammlung von Spielwaren der Firma Fleischmann auf 800 m². Eine weitere Sektion befasst sich mit der Geschichte der US Army in der Stadt von 1945 bis 1992.
Im Stadtgebiet gibt es 17 Kindergärten verschiedener Träger.
Das in den letzten Jahren grundlegend modernisierte und in den meisten Teilen neu errichtete Stadtkrankenhaus bietet 200 Planbetten und besitzt Fachabteilungen für Innere Medizin, Unfall- und Allgemein-Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Anästhesiologie und der Belegabteilung Hals, Nasen, Ohren. Es gewährleistet medizinische Versorgung auf hohem Niveau und zählt zu den modernsten Häusern in Mittelfranken. Dem Haus angeschlossen ist eine Berufsfachschule für Krankenpflege.
Schwabach hat mit seinem Bahnhof an der Strecke Nürnberg – Roth – Augsburg/Ingolstadt-München eine stündliche Anbindung. Die S-Bahn Linie 3 verkehrt im 20-Minuten-Takt zwischen Nürnberg und Roth. Ihr steht neben dem Bhf Schwabach der Haltepunkt Schwabach Limbach zur Verfügung. Die Stadt Schwabach hat Stadtbuslinien für die Schwabacher Innenstadt sowie eine Linie nach Nürnberg-Röthenbach, dort besteht Anschluss an die U-Bahn. Am Wochenende verkehrt stündlich ein NightLiner von Nürnberg aus.
Das Stadtgebiet wird von der A 6 durchquert, hier gibt es die zwei Anschlussstellen Schwabach-West und Schwabach-Süd.
Des Weiteren kreuzt der Rhein-Main-Donau-Kanal die östliche Stadtgrenze, die Staatshäfen Nürnberg und dessen Dependance Roth sind in wenigen Autominuten zu erreichen.
10 km südlich von Schwabach liegt der Flugplatz Schwabach.
In Schwabach wird von Montag bis Samstag die Tageszeitung Schwabacher Tagblatt gedruckt. Daneben gibt es mehrere kommerzielle Informations- und Anzeigenblätter.
Der spätgotische Bildhauer Adam Kraft wurde am 21. Januar 1509 in Schwabach beigesetzt.
1797 übernachtet Johann Wolfgang von Goethe in Schwabach.
Um das Jahr 1470 entsteht eine Variante der gebrochenen Schriften, die Schriftart Schwabacher. Der Zusammenhang zwischen Stadt und Schrift lässt sich historisch nicht zweifelsfrei belegen, es wird jedoch vermutet, dass ein aus Schwabach stammender Typenschneider in Nürnberg die Schwabacher Schrift entworfen hat. Diese Schriftart wurde sehr bekannt und beliebt; so wurde beispielsweise Luthers Bibelübersetzung in dieser Schrift gedruckt.
Eichwasen Nasbach | Forsthof Uigenau Obermainbach | Innenstadt | Limbach Hochgericht | Penzendorf Schwarzach Schaftnach | Unterreichenbach | Vogelherd | Wolkersdorf Dietersdorf Oberbaimbach Unterbaimbach Raubershof
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