| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Nürnberger Land | |
| Koordinaten: | 49° 28′ N, 11° 12′ O | |
| Höhe: | 307–331 m ü. NN | |
| Fläche: | 5,89 km² | |
| Einwohner: | 8303 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1410 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 90571 | |
| Vorwahl: | 0911 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LAU | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 74 156 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Gartenstraße 1 90571 Schwaig b.Nürnberg |
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| Webpräsenz: | ||
| 1. Bürgermeisterin: | Ruth Thurner (FWG) | |
Schwaig bei Nürnberg (amtlich: Schwaig b.Nürnberg) ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land.
Inhaltsverzeichnis |
Schwaig liegt an der Pegnitz an der östlichen Stadtgrenze von Nürnberg-Laufamholz, nur getrennt durch die Bundesautobahn 3. Schwaig mit dem Ortsteil Malmsbach liegt „links der Pegnitz“. Der Ortsteil Behringersdorf (nördlich des Kernortes Schwaig) liegt „rechts der Pegnitz“ und grenzt ebenfalls an die Bundesautobahn 3. Die Pegnitz fließt von der fränkischen Schweiz nach Westen Richtung Nürnberg und Fürth.
Schwaig ist der Kernort. Dort liegt das Schwaiger Schloss. Dieser ehemalige Herrensitz mit den meisten Nebengebäuden wurde von der politischen Gemeinde erworben und wird nach sorgfältiger Restaurierung für die Gemeindearbeit verwendet. Das Hauptgebäude stammt im Kern aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts und wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts erneuert.
Malmsbach, direkt neben der Autobahn, besitzt ein ehemaliges Wasserschloss. Es ist im Grundbestand mittelalterlich, besteht aber nur noch aus dem restaurierten Torgebäude und den anliegenden Gebäuden an der Westseite sowie beachtlichen Teilen der Grabenmauer.
Behringersdorf liegt nördlich des Kernortes und ist vom Nürnberger Stadtteil Erlenstegen nur durch die Bundesautobahn 3 mit der Anschlussstelle Behringersdorf und den Sebalder Reichswald getrennt. Der Ortsteil mit etwa 3.500 Einwohnern besitzt eine sehenswerte evangelisch-lutherische Pfarrkirche (Maria-Magdalena-Kirche) von 1439 und das ehemalige Tucher-Schloss (1720-30) aus der Barockzeit. Von den ortsansässigen Unternehmen sind nur die überregional bekannten Kalksandsteinwerke Zapf (örtlich die „Backsteinfabrik“ genannt) und die Firma Retterspitz, Hersteller der gleichnamigen Einreib-Lotion, von Bedeutung.
Das Gemeindewappen entstand im Jahre 1976, als die beiden Gemeinden Behringersdorf und Schwaig vereinigt wurden. Die beiden Bienen entnahm man dem Schwaiger Wappen von 1967. Sie symbolisieren das Schwaiger Imker- bzw. Zeidlerwesen (Waldbienenwirtschaft), das im Mittelalter von der Stadt Nürnberg kontrolliert wurde. An die Zeidlerei erinnern heute noch die Bienengartenstraße, der Zeidlerweg und der Zeidlerbrunnen mit zwei Bienenkörben auf dem Platz vor dem S-Bahnhof in Schwaig.
Die brennenden Äste (Schürstäbe) sind dem Wappen von Behringersdorf entnommen. Sie stammen ursprünglich aus dem Wappen der Nürnberger Familie Schürstab, die in der Behringersdorfer Ortsgeschichte eine führende Rolle spielte. Die Schürstabstraße erinnert heute noch daran.
Der Gemeinderat setzt sich zusammen aus dem Ersten Bürgermeister und 20 Gemeinderäten. Sitzverteilung: CSU 8 Sitze, Freie Wählergemeinschaft 6 Sitze, SPD 5 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen 1 Sitz. Die Gemeinderäte sind für 6 Jahre gewählt (1. Mai 2002 bis 30. April 2008).
Ämterverteilung: 1. Bürgermeisterin Ruth Thurner (FWG), 2. Bürgermeister Georg Müller (CSU), Fraktionsvorsitzende: Hans Simon (CSU), Brigitte Zepf (SPD), Walter Neumann (FWG) und Manfred Becker (Grüne).
Industrielle Unternehmen findet man konzentriert im Osten Mittelfrankens hauptsächlich im Städteverbund Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach, darunter auch in Schwaig bei Nürnberg als Teil der Metropolregion Nürnberg. Schwaig entwickelte sich von einem kleinen Bauerndorf zu einem Gewerbe- und Industriestandort. Zu den Pionierbetrieben in Schwaig gehört das noch während der „industriellen Revolution“ 1899 in Behringersdorf gegründete Kalksandsteinwerk Zapf. Vornehmlich im Süden des Ortsteils Schwaig entstand entlang der Autobahn ein ausgedehntes Gewerbe- und Industriegebiet. Dort war die Eisen-Großhandelsfirma Waldemar Zeitelhack (1953-2000) mit bis zu 500 Beschäftigten der größte Betrieb.
Schwaig ist von der Bundesautobahn 3 über die Anschlussstelle Nürnberg-Mögeldorf erreichbar, Behringersdorf über die Anschlussstelle Nürnberg-Behringersdorf.
Behringersdorf ist Haltepunkt an der Bahnlinie Nürnberg - Lauf (rechts der Pegnitz) - Prag bzw. Bayreuth - Hof.
Schwaig ist außerdem direkt mit der S-Bahn und mit einer Buslinie des Verkehrsverbundes im Großraum Nürnberg (VGN) in die Metropolregion Nürnberg eingebunden. So ist Schwaig Haltepunkt der S-Bahnlinie S1 Nürnberg - Lauf (links der Pegnitz).
Schwaig verfügt über ein Sportzentrum und ein Hallen- und Freibad „Pegnitzaue“.
Die 1. Fußball-Mannschaft des SV Schwaig ist 2006 in die Bezirksliga Nord aufgestiegen. Das junge Team, das von Ex-Profi Manfred Drexler (1. FC Nürnberg, Schalke 04, Darmstadt 98) trainiert wird, will in diesem Jahr nur die Klasse halten.
Der „Geschichts- und Kulturkreis Schwaig-Behringersdorf“ (GuKK) wurde am 13. Januar 1992 gegründet, um die Ortsgeschichte zu erforschen und darzustellen und sich der Pflege des kulturellen Lebens zu widmen. Dazu gehört die Erhaltung und Pflege von Kulturwerten in der Gemeinde Schwaig, die Förderung der Denkmalpflege, die Quellenforschung in Archiven, die Sicherung zeitgenössischer Spuren, die Auswertung von ortsgeschichtlich wertvollen Nachlässen, die Einrichtung eines Bild- und Quellenarchivs und die Veranstaltung von Ausstellungen, Exkursionen in die nähere und fernere Umgebung, Führungen, Vorträgen und Lesungen. Die Veröffentlichungen des Geschichts- und Kulturkreis Schwaig–Behringersdorf sind unter „Literatur“ aufgeführt. Bisher hat der Verein vier Ausstellungen im Schwaiger Schloss zusammengestellt zu den Themen „Schwaig im Bild“ und „Kulturelles Leben im Spiegel der Vereine“.
Die Behringersdorfer Kirchweih im Juni, die Schwaiger Kirchweih im Juli und der Höhepunkt, das Schwaiger Schlossfest im September.
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