Schwaikheim

Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Schwaikheim
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Schwaikheim hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Rems-Murr-Kreis
Koordinaten: 48° 52′ N, 9° 21′ O
Höhe: 276 m ü. NN
Fläche: 9,22 km²
Einwohner: 9381 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 1017 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71409
Vorwahl: 07195
Kfz-Kennzeichen: WN
Gemeindeschlüssel: 08 1 19 068
Adresse der Gemeindeverwaltung: Marktplatz 2-4
71409 Schwaikheim
Webpräsenz:
Bürgermeister: Gerhard Häuser

Schwaikheim ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg, etwa 17 km nordöstlich von Stuttgart im Rems-Murr-Kreis zwischen den Städten Waiblingen und Winnenden.

Umgeben von Obstbaumwiesen, Feldern und bewaldeten Hügeln liegt Schwaikheim 250 bis 370 m über NN, wobei sich die höchste Stelle am Hohreuschwald befindet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Funde zeigen, dass das Zipfelbachtal in der Jungsteinzeit (4000 bis 1800 v. Chr.) bewohnt war. Die Kelten, die zur späten Bronzezeit (1800 v. Chr.) oder frühen Eisenzeit (600 v. Chr.) hier lebten, wurden zu Anfang unserer Zeitrechnung von den Römern bezwungen. Die Römerstraße, heute Römerweg genannt, die von Schwaikheim nach Affalterbach führt, lässt sich heute noch recht gut verfolgen. Um das Jahr 260 verdrängten germanische Stämme die Römer. Später verlief die Stammesgrenze der Franken und Alemannen in der Nähe von Schwaikheim. Im Jahr 853 wurde Sueinincheim zum ersten Mal im Urkundenbuch des Reichklosters Lorsch an der Bergstraße erwähnt. Zu einem unbekannten Zeitpunkt kauften die Grafen von Württemberg den Ort von den Herren von Ebersberg. Bei der Landesteilung gehörte Schwaikheim zum Amt Waiblingen und ab 1463 zum Amt Winnenden. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden zahlreiche Menschen durch die Pest getötet. Als Folge der Franzoseneinfälle wurde Schwaikheim am 29. Juli 1693 angezündet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Eisenbahnlinie begonnen. Schwaikheim wandelte sich von einer landwirtschaftlichen Dorfgemeinde in eine Industrie- und Arbeiterwohngemeinde. Heute ist Schwaikheim eine moderne Gemeinde mit leistungsfähigen Handels-, Handwerks- und Industriebetrieben.

Politik

Wappen

Das Schwaikheimer Wappen zeigt auf rotem Schildgrund einen goldenen, geraden Amtsstab, der schräg gekreuzt ist mit einem goldenen Abtsstab, der in einer Krümmung endet. Der Amtsstab ist hier als Zeichen für die alte Zugehörigkeit zu den württembergischen weltlichen Ämtern Winnenden und Waiblingen zu sehen, deren Vögte einst über Schwaikheim den Stab hielten - also die Gerechtigkeit ausführten. Der Abtsstab weist auf die historische Beziehungen Schwaikheims zu verschiedenen geistlichen Institutionen, vorab zum Stift Backnang, hin.

Städtepartnerschaft

Seit 1986 ist Gorron die Partnerstadt von Schwaikheim. Gorron ist eine kleine Stadt mit etwa 3.000 Einwohnern in Frankreich im Département Mayenne (zwischen der Normandie und der Bretagne).

Wirtschaft und Infrastruktur

Freizeit und Tourismus

Als wohl wichtigstes Fest in der Umgebung gilt das alle zwei Jahre stattfindende Schwaikheimer Fleckenfest. Hier trifft sich jung und alt zum geselligen Beisammensein. In der Regel findet es als dreitägiges Event von Samstag bis Montag statt. Ortsneckname ist Schlappohra.

Verkehr

Schwaikheim liegt verkehrsgünstig an der autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraße 14 (StuttgartSchwäbisch Hall) mit einer Ausfahrt auf Gemeindegebiet. Über die B 14 ist ein direkter und schneller Anschluss an die Landeshauptstadt Stuttgart (20 km), die Kreisstadt Waiblingen (10 km) und an die Stadt Winnenden (5 km) gegeben. Durch den Weiterbau der B 14 bis Leutenbach (2006) wurde eine erhebliche Verkehrsreduzierung im Ort verzeichnet.

Schwaikheim wird durch den ÖPNV von der Buslinie 210 (WaiblingenKorbWinnenden) und der Linie 389 (Waiblingen–Winnenden–Hertmannsweiler) mit dem Umland verbunden. Des Weiteren verfügt Schwaikheim über einen eigenen S-Bahn-Anschluss der Linie S3 (BacknangStuttgart-Flughafen) der S-Bahn Stuttgart.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Lothar Krüger, * 3. Oktober 1929 in Berlin, ehemaliger Bürgermeister von Schwaikheim und seit 1994 Ehrenbürger.
  • Fritz Müller, *14. Juli 1902 in Schwäbisch Gmünd, †6. April 1967, Bürgermeister während des Zweiten Weltkriegs.
  • Karl Müller, *10. September 1913, †17. Februar 1989, Große Verdienste für die Gemeinde, Gemeinderat.
  • Alfred Schefenacker, *3. Juni 1912 in Esslingen, †21. Oktober 1995, Gründer der Firma Schefenacker.
  • Fritz Ulrich, *12. Februar 1888 in Schwaikheim, †7. Oktober 1969 in Stuttgart-Sillenbuch, deutscher Politiker (SPD) und Landesminister in Baden-Württemberg
  • Kurt Vollmer, *23. Juni 1934, †8. November 1998, 16 Jahre Abgeordneter des Landtags von Baden-Württemberg und ab 1965 Mitglied des Kreistags des Rems-Murr-Kreises.

Weblinks

Commons
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Quelle:
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