Als Schwangerschaftserbrechen wird Erbrechen in der Frühschwangerschaft bezeichnet, das insbesondere am Morgen auftritt und von Unwohlsein und Übelkeit begleitet sein kann.
Bei 0,5 bis 1% kann es dabei zu der klinisch bedeutsamen Form, der Hyperemesis gravidarum kommen. Eine exakte Grenzziehung zwischen beiden Krankheitsbildern ist nicht möglich, der Übergang verläuft fließend. Besonders starke Übelkeit kann auf eine Blasenmole hinweisen.
Die Ursache des Schwangerschaftserbrechens ist unklar. Vermutet wird, dass das schwangerschaftserhaltende Hormon HCG bei der Entstehung eine Rolle spielt. Die Produktion von HCG beginnt ca. 24 Stunden nach der Befruchtung im Eierstock. In den ersten Wochen der Schwangerschaft steigt die HCG-Konzentration im Blut stetig an, das Maximum wird etwa zwischen der achten und zwölften Schwangerschaftswoche erreicht. Danach sinkt die Konzentration, da die Plazenta die Hormonproduktion aus dem Eierstock nicht mehr benötigt, sobald sie so weit ausgereift ist, die schwangerschafterhaltenden Hormone selbst zu produzieren. Als Folge bessert sich eine mit der Schwangerschaft verbundene Übelkeit.
Von einer medikamentösen Therapie wird abgeraten. Als hilfreich wird oft empfunden, die Nahrungsaufnahme auf mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag zu verteilen und auf koffein- und kohlensäurehaltige Getränke zu verzichten.
Zur Therapie des Schwangerschaftserbrechens können Akupunktur und Akupressur sowie mit großer Zurückhaltung auch Medikamente (z. B. Antihistaminika) eingesetzt werden.
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