Die Landschaft Schwansen (dänisch: Svans oder Svansø) ist eine Halbinsel im Norden Schleswig-Holsteins (Südschleswig). Schwansen wird von der Eckernförder Bucht (im Osten), der Schlei (im Westen), und der Kolholmer Au (im Süden) umgrenzt. Im Nordwesten, jenseits der Schlei, liegt die Stadt Kappeln, im Süden Eckernförde. Beide Städte werden seit 1970 durch die Schwansenstraße (Bundesstraße 203) verbunden. Schwansen umfasst zwölf Gemeinden, zwei Stadtteile Kappelns (Kopperby und Olpenitz) und den Ortsteil Bohnert der Gemeinde Kosel. Hauptort der Harde und des späteren Amtes Schwansen war Rieseby.
Der Name leitet sich vermutlich vom Schwansener See in der Gemeinde Dörphof ab. Urkundlich erwähnt ist der Name bereits 1260 als Swansio, im Waldemar-Erdbuch als Swansø (dänisch für Schwanensee); dies soll erst der Name des Sees gewesen sein, später dann des Kirchspiels, und schließlich die Benennung der ganzen Halbinsel.[1]
Das Gebiet wurde um 750 von Dänen und Jüten besiedelt. Das lässt sich heute noch wie im benachbarten Angeln an den vielen Ortsnamen auf -by (≈ -dorf; z.B. Gammelby ≈ Altes Dorf ) ablesen. Im Süden zwischen Schlei und dem Windebyer Noor bei Eckernförde befand sich ein Teilstück des Danewerks.
Die sanft hügelige Endmoränenlandschaft mit Stränden und Steilküsten ist heute durch Gutswirtschaft geprägt. Die zahlreichen Höfe um die Herrenhäuser und Schlösser werden großteils von alteingesessenen adligen Familien betrieben, darunter die Herzöge von Schleswig-Holstein und Mecklenburg. Schwansen ist unter anderem bekannt für das unter Denkmalschutz stehende Dorf Sieseby (Gemeinde Thumby) an der Schlei und das Ostseebad Damp. Bei Karlsminde befindet sich das größte der zahlreichen Hünengräber.
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