Die Schwanthalerhöhe ist ein Stadtteil von München und bildet den Stadtbezirk 8.
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Die Schwanthalerhöhe, das Münchner Westend, liegt am westlichen Innenstadtrand auf der Isarniederterrasse, begrenzt von den Bahnlinien Hauptbahnhof-Pasing und Hauptbahnhof-Ostbahnhof. Der innenstadtnahe und leicht abschüssige östliche Teil des Bezirks (Theresienhöhe) bildet einen Übergang zum Bahnhofsviertel, südlich davon oberhalb der Theresienwiese liegt das frühere Messegelände.
Der Stadtteil hat seinen Namen von dem Bildhauer Ludwig Schwanthaler, dem Schöpfer der Bavaria, sie hieß früher Sendlinger Höhe. Seine Entstehung hängt mit der um 1840 beginnenden Industrialisierung zusammen, die die Errichtung gründerzeitlicher Arbeiterviertel mit verdichteter Blockbebauung zur Folge hatte. Bis heute stammt knapp die Hälfte des Baubestands der Schwanthalerhöhe aus der Zeit vor 1919. Die teilweise schlechte Bausubstanz mit unzureichenden Wohnstandards machten ab Anfang der 70er Jahre weit reichende Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Auf dem Fabrikgelände der ehemaligen Metzeler Gummiwerke wurden in den 80er Jahren der Gewerbehof Westend und das Münchner Technologiezentrum errichtet. In der Folge wandelte sich auch die Wirtschaftsstruktur im Stadtteil, inzwischen liegen etwa zwei Drittel der Arbeitsplätze im Viertel im Dienstleistungssektor, im Handel und der öffentlichen Verwaltung.
Markante Orte sind der Backstein-Bau des Augustiner-Bräu (älteste Brauerei Münchens), die Hackerbrücke, das Einrichtungshaus XXXLutz (früher Karstadt) mit seiner monumentalen gewölbten Glasfassade, das angrenzende „Betongebirge“ (Biermösl Blosn) aus gestapelten Wohnblocks, der Bavariapark, das von Theodor Fischer erbaute Ledigenheim sowie eine ganze Reihe kleinerer Plätze, die dem Stadtteil sein Gepräge geben. Drei röm.-kath. Kirchen, St. Benedikt (1881), St. Rupert (1908 Gabriel von Seidl) und Maria Heimsuchung (1934) und eine evang.-luth. Kirche, die Auferstehungskirche (1931 German Bestelmeyer) prägen das Bild der Schwanthalerhöhe.
Durch die Verlagerung der Messe München nach Riem im Februar 1998 wurde das alte Messegelände frei für eine Folgenutzung. Dort entstanden bis 2004 etwa 1.800 neue Wohnungen, außerdem Einrichtungen für Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Gemeinbedarfseinrichtungen. Das Engagement der Bürger an der Planung konnte durch zahllose Diskussionen, Tagungen, Workshops aufs Abstellgleis geschoben werden. Zahllose Ausnahmen von der Bayerischen Bauordnung optimierten den Bebauungsplan. Gewinnmaximierung statt kreativier Stadtplanung setzte sich auf Grund stadtpolitischer Vorgaben durch. In den verbliebenen denkmalgeschützten Jugendstilhallen der alten Messe wurde im Mai 2003 das Verkehrszentrum als Ableger des Deutschen Museums eröffnet.
Die sichtbare städtebauliche Aufwertung der Schwanthalerhöhe geschah im Gegensatz zu anderen innenstadtnahen Wohngebieten kaum zu Lasten der angestammten Bevölkerung. Die Schwanthalerhöhe hat den höchsten Ausländeranteil aller Münchner Stadtbezirke (fast 40 Prozent). Die gute Verkehrsanbindung (zwei U-Bahn-Linien, S-Bahn, Mittlerer Ring), die zentrale Lage und das urbane Flair machen den Stadtteil zunehmend zu einer beliebten Wohngegend.
Bei den letzten OB-Wahlen 2002 wurde der SPD-Kandidat Christian Ude mit überdurchschnittlichen 71,2% gewählt.
Ergebnisse der Parteien in den letzten überregionalen Wahlen:
| Datum | Wahl | Wahlbeteiligung | SPD | CSU | Grüne | FDP | Die Linke. / PDS |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 18. September 2005 | Bundestag (Zweitstimmen)[1] | 73,4% | 30,5% | 28,0% | 23,0% | 9,7% | 5,8% |
| 13. Juni 2004 | Europäisches Parlament[2] | 36,2% | 18,7% | 28,2% | 35,8% | 5,2% | 3,3% |
| 21. September 2003 | Landtag (Gesamtstimmen)[3] | 57,1% | 34,2% | 36,3% | 21,4% | 3,0% | - |
| 22. September 2002 | Bundestag (Zweitstimmen)[4] | 77,0% | 32,8% | 32,8% | 24,5% | 5,2% | ? |
(Stand jeweils am 31. Dezember, Einwohner mit Hauptwohnsitz)
| Jahr | Einw. | davon Ausländer | Fläche ha | EW/ha |
|---|---|---|---|---|
| 2000[5] | 24.883 | 10.168 (40,9%) | 207,27 | 120 |
| 2001[6] | 24.905 | 10.028 (40,3%) | 207,27 | 120 |
| 2002[7] | 25.078 | 10.089 (40,2%) | 207,27 | 121 |
| 2003[8] | 25.328 | 10.176 (40,2%) | 207,28 | 122 |
| 2004[9] | 25.369 | 9.751 (38,4%) | 207,03 | 123 |
| 2005[10] | 25.507 | 9.644 (37,8%) | 207,05 | 123 |
Siehe auch: Liste der Stadtbezirke Münchens
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