| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Regierungsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Aue-Schwarzenberg | |
| Koordinaten: | 50° 33′ N, 12° 47′ O | |
| Höhe: | 468 m ü. NN | |
| Fläche: | 34,46 km² | |
| Einwohner: | 18.207 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 528 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 08340 (alt: 9430) | |
| Vorwahl: | 03774 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ASZ (alt: SZB) | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 1 91 300 | |
| Stadtgliederung: | 10 Stadtteile; 5 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Straße der Einheit 20 08340 Schwarzenberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeisterin: | Heidrun Hiemer (CDU) | |
| Lage der Stadt Schwarzenberg/Erzgeb. im Landkreis Aue-Schwarzenberg | ||
Schwarzenberg ist eine Große Kreisstadt im sächsischen Erzgebirge im Landkreis Aue-Schwarzenberg und gehört zum Städtebund Silberberg. In der 850 Jahre alten Stadt, die einmal Zentrum der Herrschaft Schwarzenberg war, leben heute rund 18.200 Menschen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt auf Höhen zwischen 428,5 und 823 m ü. NN.
Schwarzenberg besteht aus 10 Stadtteilen und 5 Ortsteilen. Seit ihrer Entstehung haben schon immer zur Stadt gehört:
Durch Eingemeindungen kamen weiterhin vormals unabhängige Gemeinden hinzu:
Angrenzende Gemeinden sind im Nordosten Grünhain-Beierfeld, im Osten Raschau, im Südosten Pöhla, im Süden Breitenbrunn/Erzgeb. und Sosa sowie im Westen Bockau und Lauter.
Schwarzenberg fand erstmals 1282 als civitas Swartzenberg urkundliche Erwähnung. Die Ursprünge der Stadt liegen aber mehr als ein Jahrhundert davor. Bei Grabungen des Landesmuseums Dresden wurden 1977 unter anderem Keramkikscherben gefunden, die man zeitlich um das Jahr 1200 einordnet. Man geht daher davon aus, dass bereits deutlich früher eine Siedlung auf dem benannten Gebiet bestanden haben muss. Als etwaiges Gründungsjahr Schwarzenbergs und Ausgangspunkt für die 850-Jahr-Feier der Stadt 2000 wurde das Jahr 1150 festgelegt. Die Angaben einiger Quellen, die die Besiedlung bereits vor der ersten Jahrtausendwende vermuten, sind hingegen unwahrscheinlich. In jedem Fall ist Schwarzenberg eine der ältesten Siedlungen der Region.
Der Sage nach soll Kaiser Otto, dem man auch die Gründung der Stadt selbst zu verdanken habe, die Stadt so genannt haben, wie der Berg, auf dem sie gebaut ist, sich ihm zeigte. Auch seriöse Quellen gehen davon aus, dass die Stadt ihren Namen dem äußeren Erscheinungsbild seiner Umgebung verdankt. Die dichte, dunkle Bewaldung, die sich von weitem wie ein schwarzer Berg erhob, lässt eine derartige Namensvergabe plausibel erscheinen.
Das Stadtbild von Schwarzenberg wird dominiert durch das Ensemble von Kirche und Schloss. Letzteres ist auf den Grundmauern einer Burg erbaut, die als Festungsbau zu den ersten Gebäuden der Stadt zählen dürfte. Die St.-Georgen-Kirche hingegen ist deutlich jünger und wurde erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts errichtet. Anhand der ältesten erhaltenen Abbildung Schwarzenbergs, einer Federzeichnung Wilhelm Dilichs aus den späten 1620er Jahren, lässt sich das ursprüngliche Stadtbild erahnen. Am Ende der heutigen "Oberen Schloßstraße" erhebt sich das einst als Burg errichtete Schloss, das im Verlaufe seiner Geschichte mehrmals durch An- und Umbau verändert wurde. Direkt am Markt, am anderen Ende der vorgenannten Straße, erkennt man das Rathaus. Das dritte auffällige Gebäude im damaligen Stadtkern war die Kirche, die im 17. Jahrhundert zu klein und durch die St.-Georgen-Kirche ersetzt wurde. Neben der alten Kirche befand sich der Friedhof an der Stelle, die heute als "Unterer Markt" bezeichnet wird. Bald wurde auch der Gottesacker zu klein und durch einen zweiten, außerhalb der Stadtmauern, entlastet und später ganz ersetzt. Von den Stadtmauern selbst ist bereits auf Dilichs Zeichnung nichts mehr zu sehen. Bis heute haben sich lediglich die Bezeichnungen "Oberes Tor" und "Unteres Tor" erhalten.
Als die Gebäude innerhalb der Stadt für die stetig wachsende Bevölkerung nicht mehr ausreichten, errichtete man Häuser auch außerhalb der Stadtmauer. Auf der oben genannten Zeichnung lassen sich unterhalb der Kirche bereits die ersten Gebäude der "Vorstadt" erkennen.
Nach der Kapitulation Deutschlands im Zweiten Weltkrieg blieb Schwarzenberg aus historisch nicht geklärten Gründen zunächst unbesetzt (siehe Republik Schwarzenberg). Am 11. Mai 1945 übernahmen mehrere Bürger Schwarzenbergs mit einem antifaschistischen Aktionsausschuss die Initiative, um das entstandene Machtvakuum zu füllen. Diese Episode endete bereits am 25. Juni 1945 mit dem Einmarsch sowjetischer Truppen. 1984 schuf der Schriftsteller Stefan Heym mit seinem an die damaligen Ereignisse angelehnten Roman "Schwarzenberg" den Begriff Republik Schwarzenberg. Um diese Zeit rankt sich eine rege Legendenbildung. 2004 beschäftigte sich auch der Schriftsteller Volker Braun mit dieser Geschichte.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
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1834 bis 1950 |
1960 bis 1998 |
1999 bis 2004 |
1 29. Oktober
2 31. August
Heidrun Hiemer, die Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt Schwarzenberg, wurde 1952 geboren. Bei der Bürgermeisterwahl am 10. Juni 2001 erhielt die Vertreterin der CDU 52,9 % der Stimmen.
Das Wappen von Schwarzenberg zeigt den Drachentöter Ritter Georg. Dieser soll es der Sage nach auf dem Schwarzenberger Totenstein mit dem Lindwurm aufgenommen haben, der für die Bürger der Stadt eine permanente Bedrohung darstellte. Auf der Flucht vor der Gestalt soll er versucht haben, mit seinem Pferd das Schwarzwasser zu überspringen und auf dem gegenüberliegenden Ottenstein zu landen. Dieser Plan schlug fehl und Georg zerschellte auf dem Grunde des Flusses. Noch heute soll der Abdruck des Hufeisens seines Pferdes im Fluss zu erkennen sein.
Die Stadt entwickelt den Tourismus, durch sie führt die Silberstraße.
Schwarzenberg verfügt über vier Grundschulen (Neuwelt, Sonnenleithe, Heide und Crandorf, eine Mittelschule ("Stadtschule"), ein Gymnasium ("Bertolt-Brecht-Gymnasium") und ein Berufliches Schulzentrum für Wirtschaft und Sozialwesen. Es existieren weiterhin eine Lernbehindertenschule, eine Förderschule für geistig Behinderte sowie eine Volkshochschule.
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Brockhaus-1911: Schwarzenberg [2] · Schwarzenberg
Herder-1854: Schwarzenberg [4] · Schwarzenberg [5] · Schwarzenberg [6] · Schwarzenberg [1] · Schwarzenberg [2] · Schwarzenberg [3]
Meyers-1905: Schwarzenberg [3] · Schwarzenberg [2] · Schwarzenberg [1]
Pierer-1857: Schwarzenberg · Schwarzenberg-Waldkirch · Schwarzenberg [3] · Schwarzenberg [1] · Schwarzenberg [2]