Schwarzenbergplatz

Blick auf den Schwarzenbergplatz mit Hochstrahlbrunnen und im Hintergrund Palais Schwarzenberg, um 1905
Blick auf den Schwarzenbergplatz mit Hochstrahlbrunnen und im Hintergrund Palais Schwarzenberg, um 1905
Die beiden Denkmäler, die den Platz dominieren, dazwischen der Hochstrahlbrunnen.
Die beiden Denkmäler, die den Platz dominieren, dazwischen der Hochstrahlbrunnen.
Schwarzenbergplatz um 1900
Schwarzenbergplatz um 1900
Das Palais Erzherzog Ludwig Viktor - eine Spielstätte des Burgtheaters
Das Palais Erzherzog Ludwig Viktor - eine Spielstätte des Burgtheaters

Der Schwarzenbergplatz ist einer der bekanntesten Plätze im Wiener Stadtzentrum. Benannt ist der Platz nach Karl Philipp Fürst Schwarzenberg.

Hier grenzen die Gemeindebezirke Landstraße, Wieden und Innere Stadt aneinander.

Die umliegenden Gebäude stammen ähnlich den Ringstraßenpalais aus dem Ende des 19. Jh.. Bekannt ist beispielsweise das Haus der Industrie, das die Industriellenvereinigung beheimatet. Auch die französische Botschaft hat hier ihre Residenz. Das Burgtheater hat hier eine kleine Spielstätte, das Kasino.

Anlässlich des Baues der Ersten Hochquellenwasserleitung wurde am 23. Oktober 1873 der Hochstrahlbrunnen mit einer Zeremonie, der auch Kaiser Franz Josef beiwohnte, eröffnet. Hinter ihm wurde nach dem Zweiten Weltkrieg auf Veranlassung der Sowjetmacht das Denkmal der Befreiung von der faschistischen Herrschaft errichtet, wo auch bis 1955 ein sowjetischer Panzer T-34 auf einem Sockel stand. Während der Besatzungszeit wurde der südliche Teil in Stalin-Platz umbenannt. Im Gebäude der Industriellenvereinigung, Stalinplatz 4, war der Sitz des Alliierten Rates beheimatet.

Da der Platz ein Verkehrsknoten ist, wurde er in den Jahren 2003 und 2004 nach einem Konzept des spanischen Architekten Alfredo Arribas neu gestaltet und zusätzlich mit im Boden eingelassenen Beleuchtungselementen ausgestattet, die verschiedene Lichteffekte darstellen. Im Zuge des Umbaus wurden die bis dahin vorhandenen kleinen Grünflächen entfernt, was vielfach kritisiert wurde.

Der Schwarzenbergplatz ist Endstation der Straßenbahnlinie 71 (zum Zentralfriedhof und weiter nach Kaiserebersdorf); außerdem verkehren hier die Straßenbahnlinien D, 1 und 2 sowie die Buslinie 4A bzw. nachts diverse Nachtbuslinien.

Unter dem Schwarzenbergplatz befand sich einst auch die Zwingburg, ein Unterschlupf für Obdachlose und Strotter, die sich in der Wiener Kanalisation zurückzogen.

Im Vorgarten von Hausnummer 2 findet man den kleinsten Weingarten Wiens.

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