Schwarzenholz ist der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Saarwellingen im Landkreis Saarlouis (Saarland). Der Ort ist 7,3 km² groß und hat rund 3200 Einwohner.
Der Ort gehörte seit dem Mittelalter dem Kloster Fraulautern, welches wegen der Besitzungen in Schwarzenholz die Reichsunmittelbarkeit nach einem Prozess vor dem Reichskammergericht erhalten hatte.
Berühmteste Tochter des Ortes ist Katharina Weißgerber, genannt Schultze Kathrin, die Samariterin der Schlacht auf den Spicherer Höhen im August 1870.
Schwarzenholz verfügt über eine gesunde Dorfstruktur und ist ein attraktiver Wohnort, von Wäldern umgeben und trotzdem mit direktem Autobahnanschluss, so dass die größeren Städte in der Umgebung (Saarbrücken, Neunkirchen, Saarlouis, Dillingen/Saar, Merzig, Völklingen) alle in 25 Minuten oder weniger erreichbar sind.
Zwei Allgemeinmediziner, zwei Banken, drei Lebensmittelgeschäfte, drei Frisiersalons, zwei Bäckereien, zwei Metzgereien, acht Gastronomiebetriebe, zwei Fahrschulen, zwei Floristikbetriebe, ein Schreibwarengeschäft mit Postfiliale, eine Autoreparaturwerkstatt, ein Reisebüro, eine Schreinerei, ein Raumausstatter und viele andere Betriebe finden sich innerorts. Neben dem Kindergarten befindet sich eine auslaufende Dependance der Grundschule Reisbach. Der Ort verfügt über eine Mehrzweckhalle, benannt nach der Schultze Kathrin, eine weitere Sporthalle und einen Kunstrasenplatz, auf dem der FV 1929 Schwarzenholz e. V. seine Spiele austrägt.
Auch andere Sportvereine sind vor Ort präsent: Der Turnverein, der Tischtennisverein, der Radsportclub Spanische Bergziege und der Kraftsportverein Germania. An kulturellen Vereine sind u. a. der Musikverein Harmonie und der Männergesangverein Deutsche Eintracht zu nennen.
Die Pfarrkirche St. Bartholomäus in der Bartholomäusstraße ist ein geschütztes Denkmal und wurde 1914-1915 von Ludwig Becker und Anton Flakowski erbaut.
Ortsvorsteher von Schwarzenholz ist Franz-Josef Kelkel (SPD), dessen Partei sechs der elf Sitze im Ortsrat und damit die absolute Mehrheit der Sitze innehat; sein Stellvertreter ist Benno Kiemes (SPD). Die CDU errang bei der Kommunalwahl 2004 vier Mandate, die FWG eines.
Der Name Schwarzenholz stammt nicht etwa von schwarzem Gehölz, sondern hat seinen Ursprung im Mittelalter: In verschiedenen Urkunden (Schenkungs- und Kaufurkunden der Abtei Fraulautern) aus der Zeit von 1235-1279 lautet die Bezeichnung: Suarcenholf, Suarcenoth, Swarcenholc, Suarzenhoch, Suarzenholch. Der letzte Teil des Wortes -olc bzw. -holc bezeichnet ein eingefriedetes Herrengut. Der erste Teil nennt den Besitzer aus der Zeit der ersten Ansiedlung: Suarto. Suarcenholc war demnach das eingefriedete Herrengut des Suarto.
Die Informationen zur Genese des Ortsnames stammen aus dem Buch: Ortskunde von Schwarzenholz, herausgegeben von der Gemeinde Saarwellingen, 1984.