| Schwarzer Grat | |
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Aussichtsturm auf dem Schwarzen Grat |
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| Höhe | 1.118 m ü. NN |
| Lage | Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg |
| Gebirge | Allgäuer Alpen (Adelegg) |
| Geographische Lage | 47° 41' 33" N, 10° 7' 32" O |
| Normalweg | Völlig unproblematische Aufstiege (Kieswege) zum Gipfel |
Der Schwarze Grat ist mit 1.118 m ü. NN der höchste Berg im Regierungsbezirk Tübingen, dem südöstlichen Teil von Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
Im Südosten des Bundeslandes Baden-Württemberg gehört der Schwarze Grat zur kleinen Bergkette Adelegg, einem waldreicher Mittelgebirgszug, der als Nordausläufer der Allgäuer Alpen weit in das Alpenvorland reicht. Dort befindet sich der Schwarze Grat im Landkreis Ravensburg, etwa 6,5 km östlich von Isny. Die Grenze zum benachbarten Bundesland Bayern verläuft knapp 300 m (Luftlinie) südöstlich des Gipfels bzw. Turms.
Der Schwarze Grat ist der höchste Berg des früheren Landes Württemberg. Dies bedeutet aber nicht, dass der Gipfel des Schwarzen Grates auch der höchstgelegene Punkt Württembergs ist. Dieser befindet sich nämlich mit 1.153 m ü. NN auf dem Dreifürstenstein unmittelbar östlich des badischen Berges Hornisgrinde, aber schon auf dem Gebiet der württembergischen Gemeinde Baiersbronn.
Auf dem Gipfel steht ein 28 m hoher Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins; in den Sommermonaten sind am Sonntag dort Getränke und einfache Speisen erhältlich. Vom Turm hat man, sofern das Wetter mitspielt, einen herrlichen Blick auf die Allgäuer Alpen, auf Oberschwaben und den Bodensee.
Der Schwarze Grat war Anfang der 80er Jahre durch seine optimale Höhe vom damaligen Südwestfunk (SWF) zur Rundfunkversorgung der Regionen Allgäu, Oberschwaben und Bodensee vorgesehen. Der Grund waren zahlreiche Empfangsstörungen, hervorgerufen durch die zu geringe Reichweite des Senders Waldburg. Der geplante etwa 150 m hohe Stahlgitter-Sendemast konnte jedoch – neben zahlreichen Einsprüchen aus Politik und Bevölkerung – 1984 aus Naturschutzgründen nicht realisiert werden. Für die vom SWF vorab international koordinierten Frequenzen mit 50 kW für den Schwarzen Grat musste nun ein anderer Standort gesucht werden. Da man aber in Baden-Württemberg über Jahre hinweg keine geeigneten Standorte fand, wurden im Sommer 1989 zwei Frequenzen (98,7 MHz und 103,0 MHz) auf den Grünten (1738 m) nach Bayern umkoordiniert – mit einer schwächeren und gerichteten Leistung von 30 kW. Von dort werden seither die beiden Hörfunkprogramme SWR1 (ehemals SWF1) und SWR3 (ehemals SWF3) abgestrahlt. Die beiden übrigen Programme verblieben am alten Standort Waldburg, da am viel weitreichenderen Standort Grünten die für sie vorgesehenen Frequenzen wegen befürchteter Störungen anderer Programme nicht einsetzbar sind.
Die für Radio 7 am Schwarzen Grat vorgesehene Frequenz 105,0 MHz konnte nach einer Zwischenlösung auf dem Höchsten (883 m) bei Illmensee mit nur 320 Watt Leistung, zum endgültigen Senderstandort Iberger Kugel (1013 m) – nur 7 km südwestlich des Schwarzen Grates gelegen – mit vollen 50 kW Leistung umkoordiniert werden.
Es führen verschiedene Wanderwege zum Gipfel; ein Aufstieg ist sowohl von den Ortschaften westlich der Adelegg (Rohrdorf, Großholzleute) als auch aus dem Kreuztal möglich. Die Anstiege führen auf guten, markierten Wanderwegen zum Gipfel und sind – gutes Schuhwerk vorausgesetzt – im Regelfall unproblematisch.
Es führen zwei Hauptwanderwege des Schwäbischen Albvereins über den Schwarzen Grat:
Im Juni findet alljährlich ein Berglauf auf den Gipfel statt, Veranstalter ist der TV Isny.
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