Schwarzweiß (SW) ist die Bezeichnung für visuelle oder fotografische Vorgänge ohne Beteiligung von Farben und kann damit zwei Bedeutungen haben.
Schwarzweiß-Drucke und Kopien sind wesentlich kostengünstiger und meist auch schneller als Farbdrucke oder Farbkopien, z. B. werden einfache Druckschriften oder die Tagungsbände kleinerer Veranstaltungen meist in schwarzweiß vervielfältigt − etwa im preisgünstigen Offsetdruck-Verfahren. Für allfällige Abbildungen sind dann Strichzeichnungen vorzuziehen; Halbtonbilder müssen vor dem Druck gerastert werden.
Viele Fotografen ziehen schwarzweiß der Farbfotografie vor, weil sie − etwa in der Porträtfotografie − künstlerisch interessantere Möglichkeiten bieten kann. Dem Bildaufbau und der Auslegung von Kontrast bzw. Spitzlichtern kommt eine wesentlich größere Bedeutung als bei „bunten“ Fotos zu. Viele bekannte Kunstwerke sind in schwarzweißer Technik mittels Holzschnitt oder Linolschnitt entstanden − siehe z. B. die Landschafts- und Personen-Motive von Werner Berg.
Schwarzweiß ist auch ein Stichwort für besondere Situationen − z. B. als Schwarzweiß-Malerei, in der Magie und bei der Benennung speziell gefärbter Gewässer und Flussläufe, Berge oder Felswände.
Die Erzeugung von Schwarzweiß-Bildern spielt in der Bildbearbeitung eine wichtige Rolle. Mit der Digitalkamera erstellte farbige Bilder lassen sich mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogrammes leicht in ein Schwarzweiß-Bild ändern.
Jemandem vorzuwerfen, er würde alles „nur schwarzweiß sehen“, bedeutet, ihm zu unterstellen, dass es für ihn z. B. nur „Gut“ und „Böse“, nicht aber Schattierungen dazwischen gibt.