| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Wien-Umgebung (SW) | |
| Fläche: | 44,7 km² | |
| Koordinaten: | 48° 8' N, 16° 29' O | |
| Höhe: | 162 m ü. A. | |
| Einwohner: | 15.990 (31. Dez. 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 358 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 2320 | |
| Vorwahl: | 01 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 24 19 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausplatz 9 2320 Schwechat |
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| Offizielle Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Hannes Fazekas (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2005) (37 Mitglieder) |
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![]() Hauptplatz von Schwechat |
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Schwechat ist eine Stadt südöstlich von Wien, am Fluss Schwechat. Bekannt ist die Gemeinde durch den Internationalen Flughafen von Wien und die größte Raffinerie Österreichs sowie die Schwechater Brauerei mit der gleichnamigen Biermarke. Die Stadt gehört zum östlichen Teil des Bezirkes Wien-Umgebung.
Inhaltsverzeichnis |
Schwechat liegt am nördlichen Rand des Wiener Beckens an der Mündung der Schwechat in die Donau. Die Stadt ist im Westen mit Wien bereits zusammengewachsen und grenzt direkt an den Bezirk Simmering.
Vier Katastralgemeinden:
Auf der Straße ist Schwechat sowohl über die Ostautobahn A4 als auch über die Mödlinger Straße B11 erreichbar. Außerdem führen von hier die Straßenzüge Preßburger und Brucker Straße Richtung Osten bzw. Südosten, welche sich nach der Hauptachse Wiener Straße/Hauptplatz/Bruck-Hainburger Straße, die eine Fortsetzung der Simmeringer Hauptstraße bildet, verzweigen. Seit 2006 besteht über die Wiener Außenring Schnellstraße S1 eine direkte Verbindung zur Südautobahn und zur Wiener Außenringautobahn. Bedeutendstes öffentliches Verkehrsmittel ist die S-Bahn-Linie S7, daneben gibt es lokale und regionale Autobuslinien.
Neolithische und bronzezeitliche Siedlungsspuren, sowie Funde von Furchenstichkeramik und von Messbechern der Wieselburger Kultur, die auf dem Gemeindeareal gefunden wurden, zeigen ebenso eine frühe Besiedlung an wie die S-Fibeln (Typ Schwechat-Pallersdorf) und das Brandgrab der Kosihy-Caka/Makó-Gruppe. In römischer Zeit bestand im heutigen Stadtgebiet von Schwechat ein Reiterkastell (Ala Nova), von dem zahlreiche archäologische Funde zeugen. 1334 wurde Schwechat erstmals urkundlich als Markt erwähnt. 1724 wurde eine Textilmanufaktur gegründet. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts kommt es zu einer Industrialisierungswelle, von der Schwechat ganz besonders profitierte. Als Beispiel sei nur die Gründung der Schwechater Brauerei (damals: Anton-Dreher-Brauerei, dieser erfand das Lagerbier) angeführt. Am 24. August 1922 wurde es zur Stadt erhoben, war aber 1938–1954 Teil von Groß-Wien.
1943-1945 befand sich in Schwechat auch ein Außenlager des KZs Mauthausen, in dem bis zu 2600 Menschen interniert waren, um in der Rüstungsindustrie zu arbeiten.
Mit der Abschaffung des 23. Groß-Wiener Bezirkes „Schwechat“ wurde die Stadt wieder Teil des Bundeslandes Niederösterreich. Eine Eigenheit ist, dass der Wiener Internationale Flughafen (VIE), welcher im Stadtgebiet von Schwechat liegt, trotzdem mit einer eigenen Postleitzahl (nämlich „1300“) versehen ist.
Gemessen an der Kaufkraft pro Einwohner zählt Schwechat zu den wohlhabendsten Gemeinden Österreichs.
Neben der Lage als Knotenpunkt im Straßenverkehr südöstlich von Wien sind sowohl der internationale Flughafen Wien-Schwechat als auch der von der ÖBB betriebene Zentralverschiebebahnhof Kledering, der für Ostösterreich ein Verteilerzentrum darstellt, überregional bedeutsam. Die Stadt wird von der Pressburger Bahn durchquert, auf welcher heute die S-Bahn-Linie S7 in Richtung Flughafen und weiter in Richtung Wolfsthal fährt. Bis 1961 führte auch eine Straßenbahn der Wiener Linien (Linie 72) von Wien aus durch die Simmeringer Hauptstraße bis nach Schwechat. Heute gibt es Pläne, diese als Verlängerung der Wiener Straßenbahnlinie 6 wieder einzurichten. Entlang der Flussläufe gibt es auch weitgehend kreuzungsfreie Radwege, etwa Richtung Wien-Oberlaa. Seit April 2006 führt auch die Schnellstraße S1 durch Schwechat, welche die Autobahnen A4 (Ostautobahn, Knoten Schwechat) und A2 (Südautobahn, Knoten Vösendorf) miteinander verbindet. Sie zählt zu den modernsten Straßen Europas.
In Schwechat existieren 18.000 Arbeitsplätze. Die Wirtschaft Schwechats ist eng mit Wien verknüpft. Es befinden sich hier zahlreiche Industriebetriebe, darunter die Raffinerie der OMV in Schwechat. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsbetrieb ist die heute zur BrauAG gehörende, aus der Anton Dreher-Brauerei hervorgegangene Schwechater Brauerei. Andere wichtige Wirtschaftsbetriebe sind u. a. die Von-Willer Mühle, Schwechater Kabelwerke AG, Borealis (ehemalige Danubia). Als weitere Leitbetriebe zählen die mit dem Luftfahrtstandort verbundenen Unternehmen Austrian Airlines, Austro Control und VIA Vienna International Airport / Flughafen Wien AG sowie der Sportartikelhersteller Head Tyrolia Mares.
Schwechat verfügt mit SW1 über einen lokalen TV-Sender, der allerdings nur über Kabelfernsehen zu empfangen ist. Terrestrische Radio- und Fernsehsender sind im Wesentlichen vom Standort Kahlenberg empfangbar.
Schwechat verfügt über ein weitläufiges Freibad, bei dem sich auch ein Hallenbad befindet. Bei Rannersdorf befindet sich das Rudolf Tonn-Stadion (Fassungsvermögen 8000 Zuschauer). Die Wege entlang der Flüsse Liesing und Schwechat laden zum Radfahren ein.
Schwechat forciert den Aufbau einer kommunalen Informationsgesellschaft und wirbt verstärkt um Ansiedlung von IKT-Firmen. Hierzu wurde ein Fünfjahresprogramm eSchwechat.at (2005-2009) ins Leben gerufen. Hierzu zählen die Projekte airNET Schwechat (städtisches WLAN), die Early Stage Beteiligungsgesellschaft (Gründerförderung) sowie LivingLab Schwechat (IKT-Erprobungsregion).
Mit dem CEIT, dem Central European Institute of Technology, hat Schwechat seit 2005/2006 eine außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtung im Bereich der Angewandten Forschung gegründet. Der Start erfolgte in zwei Bereichen
Darüber hinaus versteht sich CEIT als Aus- und Weiterbildungsinstitution. Geplant sind postgraduale Seminare, Lehrgänge und Kurse in den beiden genannten Schwerpunkten kombiniert mit unternehmerischen Themen. Das CEIT beinhaltet eine HTL für Informationstechnologie für Berufstätige im Abendbetrieb (inkl. Kolleg) sowie einen Fernstudiengang (FH) für Technische Informatik.
Ferner existiert in der Stadt die Forschungsgruppe RISE (Research Industrial Software Engineering), ein Spin-off der TU Wien.
Schwechat verfügt über mehrere Volks- und Hauptschulen, ein Bundesgymnasium/Bundesrealgymnasium
Bedeutende städtische Grünanlagen sind der Rathauspark und der Felmayergarten, ein etwa 5 Hektar großer, in den 1990er Jahren umgestalteter Landschaftsgarten. Eine recht weitläufige Grünfläche befindet sich auch beim Kellerberg, wo die Anlage eines Stadtwaldes geplant ist.
Eine Attraktion von Schwechat ist der Kellerberg bzw. die Kellerschenken, eine Ansammlung von Weinschenken am östlichen Ortsrand.
Seit 1973 finden jedes Jahr im Juli die Nestroy Spiele Schwechat, das größte periodische Theaterereignis der Stadt, im Schloss Rothmühle in Schwechat-Rannersdorf statt.
Direkt an der Pressburger Bahn befindet sich das Eisenbahnmuseum.
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