Schwedische Kreuzzüge

Als schwedische Kreuzzüge wird die schwedische Expansionspolitik nach Finnland bezeichnet. Diese Kreuzzüge wurden von Schweden mit dem Ziel durchgeführt Finnland zu erobern. Es waren Unternehmungen, um die Vorherrschaft der Republik Nowgorod im Ostseeraum zurückzudrängen.

Inhaltsverzeichnis

Erster schwedischer Kreuzzug

Der Erste schwedischer Kreuzzug ist eine historisch umstrittener militärischer Kreuzzug in den 1150er Jahren. Mit diesem Kriegszug soll Schweden Finnland erobert haben und die heidnischen Finnen zum Christentum bekehrt haben.


Der Kreuzzug wird König Erik IX. von Schweden zugeschrieben. Bischof Heinrich von Uppsala soll den König auf diesem Zug begleitet haben. Er soll in Finnland geblieben sein, um das Kirchenwesen aufzubauen. Später sei er in Finnland von Bauern erschlagen wurden. Heinrich von Uppsala wurde als Märtyrer heilig gesprochen.

Wahrscheinlich handelte es sich bei dem ersten schwedischem Kreuzzug um eine Auseinandersetzung zwischen Schweden und der Republik Nowgorod.

Zur historischen Diskussion siehe auch Heinrich von Uppsala.

Zweiter schwedischer Kreuzzug

Der Zweite schwedische Kreuzzug war ein Kreuzzug, der wahrscheinlich in den Jahren 12491250 stattfand. Auch hier sind die historischen Hintergründe nicht vollständig bekannt. Dieser Kreuzzug wurde von Birger Jarl angeführt.

Im Rahmen dieses Kreuzzuges sollen mehrere Burgen in Finnland von den Schweden gegründet worden sein. Zu diesen Burgen gehören: Burg Häme, Burg Hakoinen und Burg Turku. Mit diesen Burgen wollten die Folkunger die schwedische Herrschaft über Finnland stärken. Nach dem Zweiten schwedischen Kreuzzug war Finnland zum festen Bestandteil Schwedens geworden.

Die Christianisierung Finnlands war mit der Gründung des Domkapitels Turku 1276 formell abgeschlossen.

Dritter schwedischer Kreuzzug

Der Dritte schwedische Kreuzzug war eine schwedische militärische Expedition nach Karelien im Jahr 1293 unter Führung von Torgils Knutsson, das von der Republik Nowgorod beherrscht wurde. Im Rahmen der Expedition wurde Burg Wyborg (Wyborg) erbaut und Westkarelien blieb für 400 Jahre unter schwedischer Herrschaft.

Die Grenze zwischen beiden Mächten und damit die Ostgrenze Finnlands wurde erstmals 1323 im Vertrag von Nöteborg festgelegt.

Siehe auch

Quelle:
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