| Strukturformel | ||
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| Allgemeines | ||
| Name | Schwefeldioxid | |
| Andere Namen | Schwefel(IV)-oxid, Schwefligsäureanhydrid | |
| Summenformel | SO2 | |
| CAS-Nummer | 7446-09-5[1] | |
| Kurzbeschreibung | farbloses, stechend riechendes, giftiges Gas | |
| Eigenschaften | ||
| Molare Masse | 64,07 g·mol−1[1] | |
| Aggregatzustand | gasförmig | |
| Dichte | 2,73 kg·m−3 (1 bar, 15°C)[1] | |
| Schmelzpunkt | −75 °C[1] | |
| Siedepunkt | −10 °C[1] | |
| Dampfdruck | 3,3 bar[1] (21 °C) | |
| Löslichkeit |
gut (112 g/l[1]) in Wasser |
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| Sicherheitshinweise | ||
| Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. 1 | ||
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| R- und S-Sätze | R: 23-34 | |
| S: (1/2-)9-26-36/37/39-45 | ||
| Weitere Sicherheitshinweise | ||
| MAK | 1,3 mg·m−3[2] | |
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||
Schwefeldioxid, SO2, ist das Anhydrid der schwefligen Säure H2SO3. Schwefeldioxid ist ein farbloses, stechend riechendes und sauer schmeckendes, giftiges Gas. Es entsteht vor allem bei der Verbrennung von schwefelhaltigen fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Erdölprodukten, die bis zu 4 Prozent Schwefel enthalten. Dadurch trägt es in erheblichem Maß zur Luftverschmutzung bei, es ist der Grund für sauren Regen, wobei das Schwefeldioxid zunächst von Sauerstoff zu Schwefeltrioxid oxidiert wird und dann mit Wasser zu Schwefelsäure (H2SO4) umsetzt wird.[3] Um dies zu verhindern gibt es verschiedene Verfahren zur Rauchgasentschwefelung.
Inhaltsverzeichnis |
z. B. von Pyrit:


| E-Nummer | 220 |
| kritische Temperatur | 157,5 °C[2] |
Eine mesomere Grenzformel des Schwefeldioxids ist die folgende:
In allgemeiner Form:
Flüssiges Schwefeldioxid löst zahlreiche Stoffe und hat sich daher als wertvolles Lösungsmittel etabliert.
In der Lebensmittelindustrie findet Schwefeldioxid unter der Bezeichnung E 220 als Konservierungsmittel und Antioxidationsmittel Verwendung, vor allem für Trockenfrüchte, Kartoffelgerichte, Fruchtsäfte, Marmelade und Wein. Es dient auch zur Herstellung von Sulfurylchlorid SO2Cl2 und Thionylchlorid SOCl2.
Ferner ist Schwefeldioxid ein wichtiges Edukt zur Herstellung von Schwefeltrioxid, um anschließend konzentrierte Schwefelsäure z. B. mit dem Kontaktverfahren herzustellen.
Schwefeldioxid dient auch zur Herstellung von vielen Chemikalien, Medikamenten und Farbstoffen und zum Bleichen von Papier und Textilien.
Eine Schwefeldioxidkonzentration, die über dem MAK-Wert liegt, kann beim Menschen zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Benommenheit führen. In höheren Konzentrationen schädigt das Gas stark die Bronchien und Lungen oder sogar die Nucleinsäuren, die Träger der Erbeigenschaften.