| Strukturformel | ||
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| Allgemeines | ||
| Name | Schweflige Säure | |
| Andere Namen | Schwefel(IV)-säure Schwefligsäure (IUPAC) |
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| Summenformel | H2SO3 | |
| CAS-Nummer | 7782-99-2 [1] | |
| Kurzbeschreibung | farblose Flüssigkeit mit stechendem Geruch nach Schwefeldioxid [1] | |
| Eigenschaften | ||
| Molare Masse | 82,02 g·mol−1 | |
| Aggregatzustand | flüssig [1] | |
| Dichte | 1,03 g·cm−3 [1] | |
| Schmelzpunkt | ? | |
| Siedepunkt | ? | |
| Dampfdruck | ? | |
| pKs-Wert |
1,8; 7,0 [2] |
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| Löslichkeit |
vollständig mischbar mit Wasser, nur in Lösung beständig [1] |
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| Sicherheitshinweise | ||
| Gefahrstoffkennzeichnung | ||
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| R- und S-Sätze | R: 20-34 [1] | |
| S: 26-36/37/39-45 [1] | ||
| Weitere Sicherheitshinweise | ||
| MAK | ? | |
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||
Die schweflige Säure (nach der Nomenklatur der IUPAC Dihydrogensulfit genannt) ist eine unbeständige, nur in wässriger Lösung existierende, schwache Säure, die beim Lösen von Schwefeldioxid in Wasser entsteht; ihre Salze heißen Sulfite und Hydrogensulfite.

Versucht man die Lösung einzudampfen, um wasserfreie schweflige Säure zu erhalten, so zerfällt diese in Umkehrung der Bildungsreaktion. Beim Abkühlen kristallisiert ein Klathrat SO2 · 5,75 H2O aus, das sich bei 7 °C wieder zersetzt. Freie schweflige Säure H2SO3 ist daher nicht isolierbar.
Schweflige Säure bildet in Wasser zwei einwertige tautomere Anionen, das Hydrogensulfit- und das Sulfonat-Ion mit den Strukturen HSO3− und SHO3−, die sich als Deprotonierungsprodukt der schwefligen und der Sulfonsäure ableiten lassen.
Versetzt man schweflige Säure mit Basen, Metalloxiden oder Carbonaten, so kristallisieren mit dem Eindampfen der Lösungen die Salze der schwefligen Säure, die Sulfite, aus.
Die Hydrogensulfite lassen sich nur mit großen Kationen auskristallisieren. Im Feststoff liegt das Hydrogensulfit-Anion in der Konstitution eines Sulfonats vor, das restliche Wasserstoff ist am Schwefelkern der Gruppe gebunden.
Schweflige Säure ist auch Mitverursacher des sauren Regens, da das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe (beispielsweise Kohle, Erdöl, Erdölprodukte) oder Biomasse gebildete Schwefeldioxid vom Regenwasser aus der Atmosphäre „ausgewaschen“ wird (siehe auch: Smog). Um zu verhindern, dass Schwefeldioxid in die Umwelt entweicht, gibt es verschiedene Verfahren zur Rauchgasentschwefelung.
Schweflige Säure und ihre Salze sind Reduktionsmittel, da sie durch Aufnahme eines weiteren Sauerstoffatoms zu Schwefelsäure beziehungsweise Sulfat oxidiert werden.
Schweflige Säure ist sehr instabil; sie zerfällt unter Wärme in Wasser und Schwefeldioxid.
Schwefeldioxid wie auch schweflige Säure stehen unter dem Verdacht, krebserregend (karzinogen) zu sein.
| Wiktionary: schweflige Säure – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
Brockhaus-1911: Schweflige Säure · Säure · Unterchlorige Säure · Unterschweflige Säure · Unterphosphorige Säure · Chlorige Säure · Antimonige Säure · Cyanwasserstoff(säure) · Salpetrige Säure · Gay-Lussac-Säure
Herder-1854: Schwefelige Säure
Lueger-1904: Schweflige Säure [1] · Schweflige Säure [2] · Chlorwasserstoff, -säure · Arsenige Säure [1] · Arsenige Säure [2]
Meyers-1905: Schweflige Säure · Sulfantimonige Säure · Sulfarsenige Säure · Salpetrige Säure · Seife, saure · Tellurige Säure · Untersalpetrige Säure · Unterschweflige Säure · Unterphosphorige Säure · Unterbromige Säure · Unterchlorige Säure · Chlorige Säure · Dithionige Säure · Carosche Säure · Antimonige Säure · Arsēnige Säure · Gay-Lussac-Säure · Phosphorige Säure · Salizylige Säure · Kobaltige Säure · Hallers saure Mischung · Hydroschweflige Säure
Pierer-1857: Schweflige Säure · Grünige Säure · Gelbe Säure · Kohlige Säure · Harnige Säure · Erythrische Säure · Arsenige Säure · Antimonige Säure · Chlorige Säure · Erythräische Säure · Dithionige Säure