Schweißgerät

Ein Schweißgerät ist eine Maschine, um Gegenstände durch Wärmeeinwirkung stoffschlüssig zu fügen oder ein Bauteil zu beschichten. Neben der Wärmeeinbringung übt das Schweißgerät in vielen Fällen auch Kraft, manchmal auch mit einen bestimmten Bewegungsablauf verbunden, auf die zu verschweißenden Bauteile aus.

Die Technik des Schweißens wird vor allem bei Metallen und Kunststoffen angewandt, wobei verschiedene Verfahren der Wärmeerzeugung zum Einsatz kommen.

Inhaltsverzeichnis

Autogenschweißgerät

Beim Gasschweißen kommt ein Autogenschweißgerät zum Einsatz. Hierbei erzeugt der Schweißbrenner aus Ethin (Trivialname Acetylen) und Sauerstoff die Flamme, ein Schweißdraht wird per Hand zugeführt. Statt Acetylen ist auch Propan möglich.

Lichtbogenschweißgerät

Beim Lichtbogenschweißgerät wird die benötigte Wärme durch elektrischen Strom in einem Lichtbogen erzeugt.

MIG/MAG-Schweißgerät Beim Metall-Aktivgas-Verfahren , kurz MAG-Verfahren, entsteht zwischen einem von der Maschine nachgeführtem Draht und einem Werkstück ein Lichtbogen. Der Draht dient als Elektrode und Zusatzwerkstoff. Um die Schweißdüse tritt Schutzgas aus, um eine Oxidation zu verhindern und durch den Kohlendioxidanteil die Schweißnaht zu härten. Man spricht dabei von einer aktiven Beteiligung des Schutzgases. Als Schutzgas wird meist ein Argon-Kohlendioxid-Gemisch im Verhältnis Ar 82%/CO2 18% verwendet. Auch reiner CO2 ist möglich aber nicht empfehlenswert.

Das Metall-Inertgas-Verfahren, kurz MIG-Verfahren, funktioniert ähnlich wie das MAG-Verfahren, allerdings nimmt das Schutzgas nicht aktiv am Schweißprozess teil, sondern dient nur als Schutz vor Oxidation. Das MIG-Verfahren wird hauptsächlich bei hoch legierten Stählen (CrNi-Stählen) und NE-Metallen eingesetzt. Als Schutzgas werden Argon oder Argongemische verwendet. Wichtig bei Argongemischen ist, dass der CO2 anteil nicht über 18% liegen darf, da ein Gas mit diesem Mischungsverhältnis mit am Schweißprozess teilnehmen würde und dadurch den Stahl "verunedeln" würde.

WIG-Schweißgerät Beim Wolfram-Inertgas-Schweißen (WIG-Schweißen) brennt der Lichtbogen zwischen einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode und dem Werkstück in einer Edelgasatmosphäre.

Widerstandspressschweißgerät

Beim Widerstandspressschweißen werden die zu verbindenden Werkstücke aneinandergepresst und von einem hohen Strom durchflossen. An der Verbindungsstelle kommt das Metall zum Schmelzen. Dieser Vorgang läuft auf Grundlage des Joule'schen Gesetzes ab (Elektrowärme). Ein Punktschweißgerät besteht im Wesentlichen aus einem Gerät zur Krafterzeugung (in Form einer Ständermaschine oder Zange) und einem Transformator nebst Steuerung zur Einstellung des Schweißstromes und des Zeitablaufs. Ein Rollennahtschweißgerät funktioniert nach dem gleichen Prinzip, kann durch die Rollen aber auch Nähte erzeugen.

Ultraschallschweißgerät

Das Ultraschallschweißen ist eine Form des Reibschweißens das hauptsächlich zur Verbindung von thermoplastischen Kunststoffen (Thermoplaste) verwandt wird. Dabei wird eines der zu verbindenden Teile fest eingespannt, während das andere Teil von einem Ultraschallresonator in Schwingung versetzt und gleichzeitig auf das feststehende Teil gepresst wird. An der Kontaktstelle werden die Werkstoffe durch Reibung so stark erhitzt, dass es zu einem Aufschmelzen der Werkstoffe kommt, was letztendlich zu einer stoffschlüssigen Verbindung führt.

Weiterführende Artikel

  • Weitere Schweißtechniken:
Laserstrahlschweißen, Wolfram-Plasmaschweißen, Induktionsschweißen
  • Zur Technik der elektrischen Schweißgeräte:
Schweißstromquelle

Weblinks

Quelle:
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