| Franken | |
|---|---|
| Land: | Schweiz, Liechtenstein |
| Unterteilung: | 100 Rappen |
| ISO-4217-Code: | CHF |
| Abkürzung: | Fr., sFr. |
| Wechselkurs: (10. Juli 2007) |
1 EUR = 1,6556 CHF 1 CHF = 0,6040 EUR |
Der Schweizer Franken (französisch: franc suisse; italienisch: franco svizzero; rätoromanisch: franc svizzer) ist die Währung der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein. Er wird in 100 Rappen (frz. centimes, ital. centesimi, rät. raps) unterteilt. Seine ISO-Abkürzung ist CHF, das Währungszeichen SFr. (kurz Fr.).
Inhaltsverzeichnis |
Bis 1798 war die Ausgabe von Münzen Sache der Kantone. Mit der Helvetik wurde erstmals eine gesamtschweizerische Währung eingeführt, welche bereits den Namen „Franken“ trug. Mit der Mediation von 1803 ging aber die Münzhoheit an die Kantone zurück.
Nachdem 1848 die Schweiz als Bundesstaat geschaffen wurde, war wieder der Bund für die Währung zuständig. Ab 1850 ließ dieser Münzen prägen und herausgeben. Von 1865 bis 1927 war die Schweiz Mitglied der Lateinischen Münzunion, was bedeutete, dass Gold- und Silbermünzen aus Frankreich, Belgien, Italien und Griechenland in der Schweiz als offizielle Zahlungsmittel zirkulierten. Die Münzen werden von der offiziellen Münzstätte der Schweizerischen Eidgenossenschaft (swissmint) hergestellt.
Vor 1850 war die Hauptwährung der Gulden (fl.), welcher wie folgt geteilt wurde: 1 fl. = 15 Batzen = 20 Groschen = 60 Kreuzer (X‘) = 240 Pfennige = 480 Heller. Daneben kursierten auch andere Währungen, z.B. der Brabanter Taler (= 2 fl. 42 Kreuzer = Fr. 5.72). 1852 wurde gerechnet: 33 Gulden sind 70 Franken neuer Währung (1 Franken = 0,4714 Gulden).
Banknoten wurden zuerst von Geschäfts- und Kantonalbanken herausgeben; 1907 erhielt die neu gegründete Schweizerische Nationalbank als Zentralbank das alleinige Recht zur Banknotenausgabe (Notenmonopol). Die umgehend eingeführte erste Serie (Interimsnoten) basierte noch auf Entwürfen aus dem Ausland, ergänzt durch Schweizer Hoheitszeichen. 1909 druckte Orell Füssli probeweise Banknoten für die SNB, die basierend auf inländischen Entwürfen von mehreren Druckereien hergestellt und ab 1911 von der SNB als zweite Serie eingeführt wurden. In den 1970ern wurde mit der sechsten Serie die Sicherheitsdruck-Abteilung von Orell Füssli alleinige Druckerei für sämtliche Schweizer Banknoten.
1924 wurde der Schweizer Franken auch in Liechtenstein eingeführt, wo er die Österreichische Krone ablöste. Einen offiziellen Währungsvertrag mit der Schweiz schloss Liechtenstein jedoch erst am 19. Juni 1980 ab ("Währungsvertrag zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Fürstentum Liechtenstein", SR 0.951.951.4).
Die amtliche Währung der italienischen Exklave Campione d'Italia ist der Schweizer Franken. Büsingen am Hochrhein benutzt den Euro als die amtliche Währung; gehandelt wird jedoch eher mit dem Schweizer Franken. Als Reservewährung spielt der Schweizer Franken eher eine untergeordnete Rolle.
Folgende Münzen werden bis heute geprägt:
| Nennwert | Motiv | Metall | ø | Dicke | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|
| 5 Rappen | Libertas-Kopf (oft als Helvetia gedeutet) | Aluminiumbronze | 17.15 mm | 1.25 mm | 1.8 g |
| 10 Rappen | Libertas-Kopf | Kupfernickel | 19.15 mm | 1.45 mm | 3 g |
| 20 Rappen | Libertas-Kopf | Kupfernickel | 21.05 mm | 1.65 mm | 4 g |
| ½ Franken | Stehende Helvetia | Kupfernickel | 18.20 mm | 1.25 mm | 2.2 g |
| 1 Franken | Stehende Helvetia | Kupfernickel | 23.20 mm | 1.55 mm | 4.4 g |
| 2 Franken | Stehende Helvetia | Kupfernickel | 27.40 mm | 2.15 mm | 8.8 g |
| 5 Franken | Alphirte (oft als Wilhelm Tell gedeutet) | Kupfernickel | 31.45 mm | 2.35 mm | 13.2 g |
Die Landesbezeichnung ist auf allen Münzen mit „Confoederatio Helvetica“, dem lateinischen Namen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, oder „Helvetia“ angegeben.
Die ältesten heute noch gültigen Münzen sind die 10-Rappen-Münzen aus dem Jahre 1879. Sie gehören somit zu den ältesten noch gültigen Münzen weltweit. Bis heute weisen sie das gleiche Motiv und die gleiche Legierung (Kupfernickel) auf.
Die 2-Franken-Münzen werden – als älteste – seit 1874 bis heute im gleichen Motiv geprägt. Die Ausgaben bis 1967 wurden jedoch auf Grund ihrer Silberlegierung (heute: Kupfernickel) zurückgezogen, da die Silberlegierung den Nominalwert überstieg. Dasselbe geschah gleichzeitig mit allen Münzwerten ab -.50 aufwärts (Ausnahme: 1969 gab es noch einmal 5-Franken-Münzen aus Silber). Seit 2004 wurden zudem die aus Reinnickel bestehenden 20-Rappen-Münzen der Jahre 1881–1938 aus dem Verkehr gezogen, da Automaten diese nicht erkennen können.
Heute sind alle Münzen mit Ausnahme der 5-Rappen-Münze (Aluminiumbronze) in Kupfernickel legiert.
Das Einrappenstück, das im Zahlungsverkehr schon lange keine Rolle mehr spielte und dessen Herstellungskosten 11 Rappen betrugen, wurde per 1. Januar 2007 ausser Kurs gesetzt. Das bis 1974 geprägte Zweirappenstück wurde bereits 1978 aus dem Zahlungsverkehr genommen. Gleichzeitig mit der Abschaffung des Einräpplers wurde auch die Abschaffung des Fünfräpplers diskutiert. Da die Reaktionen darauf mehrheitlich negativ waren und unter anderem ein Preisanstieg befürchtet wurde, liess man diese Pläne fallen.
Die Schweiz gibt seit 1936 gelegentlich und seit 1974 jährlich Sondermünzen heraus. Bis 1991 handelte es sich dabei um Fünffrankenmünzen, die in ihren technischen Daten mit den Kursmünzen identisch waren und kursgültig waren, auch wenn sie selten im Zahlungsverkehr anzutreffen waren. Heute werden Nominale zu 10 Franken (Bimetall), 20 Franken (20 g Silber) und 50 Franken (11,29 g Gold, wird nur über dem Nennwert verkauft) geprägt. Ihr Nennwert ist gesetzlich garantiert, für den allgemeinen Zahlungsverkehr sind sie jedoch nicht zugelassen.
Der "Währungsvertrag Schweiz – Liechtenstein" von 1981 erlaubt es Liechtenstein mit Genehmigung des Eidgenössischen Finanzdepartementes, eigene Münzen zu prägen und diese in Umlauf zu setzen. Dies ermöglicht Liechtenstein, Sondermünzen zu besonderen Anlässen zu prägen. Als Zahlungsmittel sind diese jedoch nur in Liechtenstein gültig.
Die aktuelle, achte Banknotenserie, welche 1995 eingeführt wurde, umfasst sechs Stückelungen (Nennwerte) mit folgenden Porträts:
Mit diesen Noten wurde zwischen 1995 und 1998 die vorherige Serie ersetzt, welche anstelle der 200-Franken-Note eine 500-Franken-Note enthielt.
Liechtenstein darf nach dem aktuellen schweiz-liechtensteinischen Währungsvertrag keine eigenen Banknoten herausgeben.
Die erste Serie bestand aus den Noten: 50, 100, 500 und 1000. Die Noten wurde 1907 bei der Gründung der Nationalbank als "Interimsnoten" (zwischenzeitliche Noten) herausgegeben, da zwischen Gründung der Nationalbank und der Notenausgabe zu wenig Zeit war um neue Noten zu schaffen. 1.Ausgabe: 20.6.1907, Rückruf: 1.7.1925, Gültig bis: 1.7.1945.
Die zweite Serie von 1911 bestand aus den Noten 5, 10, 20, 40, 50, 100, 500 und 1000. Die Serie war mehr als 67 Jahre gültig. [1], die 10er und 40er Noten jedoch, waren nie im Umlauf. 1.Ausgabe: 16.09.1911, Rückruf: 01.10.1958, Gültig bis: 01.10.1978.
Die dritte Serie bestand aus mehreren Noten die während den Jahren 1918 bis 1930 als "Kriegsnoten" entstanden. Sie besteht aus drei verschiedenen 20er Noten und zwei verschiedenen 100er Noten, von denen aber jeweils nur eine ausgegeben wurde.
Die vierte Serie bestand aus den Noten 50, 100, 500 und 1000. Es handelt sich um eine Reserveserie, die nie ausgegeben wurde, die 500er Note wurde nicht gedruck.
Die fünfte Serie bestand aus den Noten 10, 20, 50, 100, 500 und 1000. 1.Ausgabe: gestaffelt ab 29.03.1956, Rückruf: 01.05.1980, Gültig bis: 01.05.2000.
Die sechste Serie bestand aus den Noten 10, 20, 50, 100, 500 und 1000. 1.Ausgabe: gestaffelt ab 04.10.1976, Rückruf: 01.05.2000, Gültig bis: 01.05.2020.
Die siebte Serie bestand aus den Noten 10, 20, 50, 100, 500 und 1000. Sie wurde in den 1980er-Jahre entworfen und bildete die Reserveserie. Das Aussehen und die Daten dieser Banknoten waren nicht für die Öffentlichkeit bestimmt (sogenannte Geheimreserve). Die Noten dieser Serie wären eingesetzt worden, falls die sich aktuell im Umlauf befindenden Noten massenhaft gefälscht worden wären. Es handelte sich um die letzte Reserveserie. Anstelle einer Reserveserie wurde bei der 8. Serie das Sicherheitssystem laufend weiterentwickelt. Inzwischen wurde auch das Aussehen der 7. Serie veröffentlicht.
Im Rahmen der Entwicklung der neuen Banknotenserie wurde Anfang 2005 ein Ideenwettbewerb in die Wege geleitet. Dabei wurden zwölf Gestalter eingeladen, Entwürfe für alle sechs Stückelungen zur Thematik „Weltoffene Schweiz - La Suisse ouverte au monde“ auszuarbeiten. Im November 2005 tagte die Jury, um die Beurteilung und die Prämierung der Entwürfe vorzunehmen. Diese wurden am 23. November 2005 in Bern an einer Medienkonferenz vorgestellt. Sie sollten voraussichtlich 2010 in Umlauf gebracht werden.
| Serie | Einführung | Wertlos seit/ab | Designer | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|
| 1. Serie | 1907 | 1945 | Josef Storck, Albert Walch | Übergangsnoten |
| 2. Serie | 1911 | 1980 | Eugène Burnand, Ferdinand Hodler, S. Balzer | zurückgerufen am 1. Oktober 1958 |
| 3. Serie | 1918 | 1930 | Orell Füssli | sogenannte Kriegsnoten, nur teilweise ausgegeben |
| 4. Serie | 1938 | - | Victor Surbeck und Hans Erni | Reserveserie, nie im Umlauf gewesen |
| 5. Serie | 1956 | 2000 | Pierre Gauchat, Hermann Eidenbenz | Zurückgerufen 1980 |
| 6. Serie | 1976 | April 2020 | Ernst & Ursula Hiestand | Zurückgerufen am 1. Mai 2000 |
| 7. Serie | - | Elisabeth & Roger Pfund | Reserveserie | |
| 8. Serie | 1995 | Jörg Zintzmeyer | Im Umlauf | |
| 9. Serie | 2010 | Manuela Pfrunder |
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Brockhaus-1809: Anton Schweizer
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Herder-1854: Ripuarische Franken · Franken
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