Im Schweizer Mobilfunkmarkt besitzen fünf Netzbetreiber die Konzession für den Betrieb eines GSM-Mobilfunknetzes. Sie zählen insgesamt rund 7,6 Mio. Mobilfunkanschlüsse (Q1 2007) und versorgen 99,9% der Bevölkerung mit GSM-Mobilfunk. Daneben sind drei Netzbetreiber im Besitze einer UMTS-Lizenz und versorgen über 90% der Bevölkerung mit Mobilfunk der dritten Generation (3G). Die Marktdurchdringung mit Handys bezogen auf die Bevölkerung liegt in der Schweiz bei über 100% und damit im Vergleich zur EU im oberen Mittelfeld.
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Die drei dominierenden Netze Swisscom Mobile, sunrise und Orange bieten landesweite und internationale Produkte für Privat- und Geschäftskunden an. Tele2 bietet mit seinem City-Netz Produkte für Privatkunden in Grossstädten und deren Agglomerationen an. Das Netz ist momentan im Grossraum Zürich in Betrieb, in weiteren Städten befindet es sich noch im Aufbau. Ausserhalb des eigenen Netzes können Tele2-Kunden das Netz von sunrise mitbenutzen. Der Anbieter in&phone konzentriert sich ausschliesslich auf Geschäftskunden und bietet Lösungen in Form eines lokalen Campus-Netzes für die Innen- und Aussenversorgung von Firmen(-geländen). Kunden von in&phone sind dank nationalem Roaming mit sunrise auch ausserhalb des eigenen Netzes erreichbar.
Als erster Mobilfunkbetreiber der Schweiz nahm im März 1993 "Swiss Telecom" ihr NATEL®-Netz in Betrieb. Während rund fünfeinhalb Jahren war es das einzige Mobilnetz der Schweiz; im Vergleich zu anderen Ländern gab es erst sehr spät eine Konzessionsvergabe an weitere Anbieter. 1997 wurde der Name in "Swisscom" bzw. Swisscom Mobile geändert.
Im Dezember 1998 trat "diAx" als zweiter Mobilfunkanbieter mit günstigen Preisen und innovativen Produkten in den Schweizer Markt ein. Der Konkurrenzkampf um Kunden führte zu einem ersten grösseren Preisrutsch. Anfänglich war das Netz jedoch nur entlang von Autobahnen und in städtischen Gebieten vorhanden. Durch den kontinuierlichen Ausbau des Netzes auch in ländlichen Regionen erreichte diAx bald eine bessere Abdeckung, v.a. auch dadurch, dass das SBB-Netz als Backbone genutzt werden konnte. Nach der Fusion von diAx und "sunrise" Ende 2000 einigte man sich auf den neuen Markennamen sunrise. Der offizielle Name des Unternehmens lautet "TDC Switzerland AG".
Ein halbes Jahr später, im Juni 1999, startete Orange mit einer grossen Werbekampagne mit seinem Netz. Dieses deckte zu Beginn jedoch nur städtische Gebiete ab; in weiten Landesteilen war das Netz noch nicht ausgebaut. Dank dem nationalen Roaming mit Swisscom Mobile hatte Orange im Gegensatz zu sunrise von Beginn weg auch in Randregionen eine akzeptable Abdeckung. Im Juli 2003 schaffte Orange den Schritt in die Unabhängigkeit und beendete das nationale Roaming nach über vier Jahren.
Am 18. Dezember 2003 erhielten zwei neue Mobilfunkanbieter, Tele2 und in&phone, je eine Lizenz für den Betrieb eines GSM-Mobilfunknetzes. Im Juni 2005 nahm Tele2 den Betrieb seines City-Netzes in der Stadt Zürich auf. Weitere City-Netze in Basel, Bern, Genf, Lausanne und anderen Agglomerationen befinden sich zurzeit im Aufbau. Ebenfalls im Juni 2005 startete in&phone mit seinem Netz.
Produkte ohne Grundgebühren (Preise in CHF; Stand: 22.03.2007)
Taktung: Bei der Taktung bestehen einige Unterschiede zwischen den Netzbetreibern. Während Swisscom Mobile Gespräche jeweils auf die nächsten 10 Rappen aufrundet, rechnen sunrise und Orange bereits nach der 10. Sekunde sekundengenau ab (Taktung 10/1). Tele2 rechnet nach der ersten Minute in 10-Sekunden-Schritten ab (60/10).
Dienstleistungen (Preise in CHF; Stand: 23.06.2007)
Service Provider sind Firmen, die über keine eigene Netzinfrastruktur bzw. Mobilfunklizenz verfügen und deshalb bei einem Netzbetreiber Netznutzungsrechte erwerben. Diese verkaufen sie dann mittels eigener Produkte und Dienstleistungen an ihre Kunden weiter. Momentan sind auf dem Schweizer Mobilfunkmarkt folgende Service Provider tätig:
| Logos der Provider | |
|---|---|
| Name | Unternehmung | genutztes Mobilnetz | Vorwahl | Produkte für | Kundenzahl |
| abamobile | abalon telecom | Orange | 078 | Geschäftskunden | |
| cablecom mobile | Cablecom | sunrise | 076 | Privatkunden | ca. 10'000 (Q4 2006) |
| CoopMobile | Coop | Orange | 078 | Privatkunden | 210'000 (März 2007) [8] |
| Lebara Mobile | Lebara | sunrise | 076 | Privatkunden | |
| M-Budget Mobile | Migros | Swisscom Mobile | 0774 | Privatkunden | 300'000 (Q1 2007) [9] |
| mobilezone net | mobilezone | Orange | 078 | Privatkunden | |
| Netstream Mobile | Netstream | Orange | 078 | Geschäftskunden | |
| TalkTalkMobile | The Phone House | sunrise | 076 | Privatkunden | |
| yallo | TDC Switzerland | sunrise | 076 | Privatkunden | ca. 60'000 (Q4 2006) [10] |
Service Provider spielten in der Schweiz vor 2005 nur eine untergeordnete Rolle. Im Jahr 2005 gab es in der Schweiz einen wahrhaften Provider-Boom. Am 15. Mai 2005 machte yallo den Einstieg als erster Provider in den Mobilfunkmarkt. Das Schwesterunternehmen von sunrise vermarktete sein Produkt anfänglich nur online; mittlerweile ist es aber auch offline zugänglich.
Der Einstieg der beiden grössten Schweizer Detailhandelsunternehmen Coop und Migros in den Mobilfunkmarkt löste mit der Bekanntgabe der Tarife am 12. September 2005 einen Preiskampf zwischen den beiden neuen Anbietern aus. So wurden innerhalb weniger Stunden die Minutenpreise von M-Budget Mobile und CoopMobile gegenseitig unterboten.
Am 16. Dezember 2005 startete Cablecom in Kooperation mit sunrise sein Prepaid-Angebot cablecom mobile mit Minutenpreisen, die um bis zu 20% tiefer waren als die bestehenden Prepaid-Tarife. Der Einstieg von Cablecom löste den bisher grössten Preiskampf zwischen den Providern aus. In mehreren Runden senkten sämtliche Provider ihre Minutenpreise und unterboten sich gegenseitig. Dies führte dazu, dass der Prepaid-Minutentarif erstmals bei allen Providern unter 40 Rappen fiel.
Im Dezember 2005 lancierte abalon telecom mit abamobile als erster Provider ausschliesslich Angebote für Geschäftskunden. Am 16. Januar 2006 folgte mobilezone mit mobilezone net erstmals auch mit Postpaid-Angeboten.
Im Juni 2006 führte yallo einen internationalen Einheitstarif von 39 Rappen pro Minute ein; zudem wurde der Tarif für netzinterne Gespräche auf 5 Rappen pro Minute gesenkt. Bei yallo kostet eine SMS ins In- und Ausland 10 Rappen.
Im Oktober 2006 startete TalkTalkMobile auf dem Netz von sunrise. TalkTalkMobile bietet als erster Schweizer Provider seinen Kunden kostenlose Gespräche in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz vom Festnetz oder Mobilnetz ins Fest- oder Mobilnetz. Die Voraussetzung hierfür ist allerdings ein Festnetzanschluss bei TalkTalk.
Im Februar 2007 trat mit Lebara Mobile ein weiterer Provider in den Mobilfunkmarkt ein. Der Provider, welcher auch in sechs weiteren europäischen Ländern tätig ist, nutzt das Mobilnetz von sunrise und fokussiert sich mit seinem Produkt auf Kunden, die ins Ausland telefonieren. So kann man beispielsweise schon für 19 Rappen pro Minute ins westeuropäische Festnetz telefonieren.
Aufgrund des anhaltenden Preiskampfes unter den Service Providern werden die Preise wohl in Zukunft noch weiter sinken. Dies zeigt, dass im Schweizer Mobilfunkmarkt durchaus noch etwas zu bewegen ist.
| für... | Name | Preise in CHF | Preise in EUR |
| nationale netzinterne Gespräche | yallo | 0.05/Min. | 0,03/Min. |
| nationale Gespräche ins Festnetz | M-Budget Mobile | 0.33/Min. | 0,20/Min. |
| nationale Gespräche ins Mobilnetz | M-Budget Mobile | 0.33/Min. | 0,20/Min. |
| Gespräche ins europäische Festnetz | Lebara Mobile | ab 0.19/Min. | ab 0,12/Min. |
| Gespräche ins europäische Mobilnetz | Lebara Mobile / yallo | 0.39/Min. | 0,24/Min. |
| SMS national und international | yallo | 0.10/SMS | 0,06/SMS |
(Stand Tarife: 08.06.2007. Es wurden nur unabhängige Angebote berücksichtigt)
Netzbetreiber
Provider
Sonstiges
Brockhaus-1809: Anton Schweizer
Brockhaus-1911: Schweizer [2] · Schweizer Jura · Schweizer
Heiligenlexikon-1858: Didacus Schweizer (28)
Meyers-1905: Schweizer [1] · Schweizer Tee · Schweizer-Sidler · Schweizer [2] · Schweizer Jura · Jura, Schweizer · Schweizer Stickereien · Schweizer Kohl
Pataky-1898: Schweizer, Veronika · Schweizer-Köchin, die · Schweizer-Meyer, Frau Bertha Louise Marie · Häussler-Schweizer, Frau Marie · Heusser-Schweizer, Anna Barbara Margarete · Schweizer, Magda
Pierer-1857: Schweizer [1] · Schweizer Weine · Schweizer Thee · Schweizer [2] · Schweizer Frank · Schweizer Alpen · Schweizer Leinewand · Schweizer Legion