Schweriner See

Dieser Artikel behandelt den Schweriner See bei Schwerin. Es gibt noch einen gleichnamigen See beim Ortsteil Schwerin von Storkow (Mark)
Schweriner See
Blick auf den südöstlichen Bereich des Schweriner Innensees
Blick auf den südöstlichen Bereich des Schweriner Innensees
Geographische Lage: Westmecklenburg
Zuflüsse: Kanäle und Gräben aus Heidensee, Ziegelsee, Faulem See
Burgsee
Abflüsse: Wallensteingraben, Störkanal
Größere Städte am Ufer: Schwerin, Bad Kleinen
Daten
Höhe über Meeresspiegel 37,6 m
Fläche 61,54 km²
maximale Tiefe 52,4 m
durchschnittliche Tiefe 12,8 m

Der Schweriner See ist ein See der Mecklenburgischen Seenplatte zwischen Schwerin und Wismar. Geomorphologisch ist er als Gletscherzungensee der Weichsel-Eiszeit zu bezeichnen.

Der See ist 21 km lang und bis zu 6 km breit mit einer Fläche von 61,54 km². Damit handelt es sich um den zweitgrößten norddeutschen See nach der Müritz und den viertgrößten deutschen See insgesamt. Das durchschnittliche Niveau liegt bei 37 m NN.

Der Schweriner See ist von kleineren Seen umgeben und fließt südlich durch den Störkanal und die Elde zur Elbe ab, nördlich besteht durch den Wallensteingraben eine Verbindung nach Wismar, die jedoch nur durch geübte Paddler befahrbar ist. Der See liegt westlich der Wasserscheide Nordsee/Ostsee. In der Mitte ist er durch den Paulsdamm in Außen- und Innensee geteilt. Im Außensee befinden sich die Inseln Lieps und Horst, im Innensee die Inseln Kaninchenwerder und Ziegelwerder. Der gesamte Schweriner See ist als Bundeswasserstraße ausgewiesen.

Am Südufer des Sees liegt der Zoologische Garten Schwerin.

Inhaltsverzeichnis

Natur

Der eutrophe Schweriner See ist bedeutsam für den Arten und Biotopschutz. Zu den Brutvögeln des Gebietes zählen beispielsweise See- und Fischadler. Fischotter konnten an vielen Gewässerufern bis in das Stadtgebiet Schwerin hinein nachgewiesen werden. Im Rahmen des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 wurde der Schweriner See zum europäischen Vogelschutzgebiet (Schweriner Seen) erklärt. Neben dem Schweriner Außensee besitzen noch weitere Seeuferabschnitte (Döpe, Wald bei Wiligrad, Ramper Moor, Wickendorfer Moor, Görslower Ufer, Reppin) den Schutzstatus eines FFH-Gebietes (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie).

Flora und Fauna in den Schweriner Seen

Die Pflanzen und Tierwelt der Schweriner Seen ist sehr artenreich, sowohl über, als auch unter Wasser. Im Schweriner Innensee findet sich der häufig vertretene, einheimische Flussbarsch, aber auch die, ehemals aus Amerika stammende, Regenbogenforelle an. Der Schweriner Innensee unterscheidet sich nicht allzu sehr von dem größeren Schweriner Außensee. Im Außensee jedoch ist die Gattung der Raubfische häufiger vertreten. Dazu gehören Hecht, Zander, Barsch und Aal. Weißfische dominieren in allen Gewässern. Zu den Weißfischen zählen Brasse, Rotfeder, Rotauge, Laube und viele mehr. Der fischärmste See ist der Ostorfer See. Durch die schlechte Wasserqualität ist es den Fischarten noch nicht gelungen, sich im größeren Bestand dort anzusiedeln. Die Pflanzenwelt ist ebenfalls sehr gut ausgeprägt. Sie ist wichtig für den Fischbestand. Raubfische nutzen Seerosenfelder, um Deckung zu finden und auf Weißfische jagt zu machen, für die das Seerosenfeld zur Nahrungssuche dient, denn dort sind Insekten, Schnecken, Algen und Plankton in besonders hoher Konzentration zu finden. Ansonsten sind die Seen reich besetzt mit Wasserpest, Hornblatt und Wasserfarn und anderen Wasserpflanzen.

Siehe auch

Weblinks

Quelle:
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