| Scilab | |
|---|---|
| Entwickler: | INRIA |
| Aktuelle Version: | 4.1.1 (Mai 2007) |
| Betriebssystem: | Linux, Unix, Mac OS X, BSD, Windows |
| Kategorie: | Numerische Mathematik |
| Lizenz: | eine Mischung aus Proprietär und Open Source / Freier Software |
| Deutschsprachig: | nein |
| Website: | www.scilab.org |
Scilab ist ein umfangreiches, leistungsfähiges Software-Paket für Anwendungen aus der numerischen Mathematik, das am Institut national de recherche en informatique et en automatique (INRIA) in Frankreich seit 1990 als Alternative zu MATLAB entwickelt wird, seit 2003 vom Scilab Konsortium unter Federführung des INRIA. Die Funktionalität und Syntax von Scilab ist zu weiten Teilen mit der von MATLAB identisch und es gibt Konverter von MATLAB nach Scilab. Scilab wird u. a. für technische und wissenschaftliche Anwendungen in Lehre, Forschung und Industrie eingesetzt. Obwohl das Programmpaket kostenlos und der vollständige Quellcode zugänglich und veränderbar ist, gilt Scilab weder als Open Source noch als Freie Software, weil u. a. veränderte Versionen nicht weiterverkauft werden dürfen.
Es stellt von sich aus u. a. Funktionen für folgende Bereiche bereit: 2D- und 3D-Plots aller gängigen Formen auf der Grundlage von GNU Plot (oder/und LabPlot), numerische lineare Algebra, Polynom-Berechnungen, Statistik, Regelungstechnik, digitale Signalverarbeitung, sowie I/O-Funktionen zum Lesen und Schreiben von Daten unter anderem auch als Sound-Files im *.wav-Format. Darüber hinaus existiert eine Vielzahl fertiger Scilab / Scicos Lösungsscripte und Funktionsbibliotheken von Anwendern aus aller Welt.
Implementiert ist Scilab / Scicos in C, erweiterbar ist es aber auch durch Module, die in Scilab / Scicos selbst oder in anderen Sprachen verfasst wurden, z. B. FORTRAN oder C, für die definierte Schnittstellen existieren. Es liefert definierte Schnittstellen zu bereits verfügbaren oder selbst frei programmierbaren Toolkits (Toolboxen) wie Scicos, SPI, LabVIEW, aber auch MuPAD.
Inhaltsverzeichnis |
Aufgrund der nicht eigentlich algebraischen Funktionalitäten gehört SciLab nicht zu den reinen Computer-Algebra-Systemen (CAS) wie zum Beispiel Maxima, Maple oder Mathematica, die, im Unterschied zur rein numerischen Mathematik, auch symbolische Verfahren unterstützen.
Im Lieferumfang von Scilab sind mächtige zusätzliche Werkzeuge verfügbar, so unter anderem:
Die Scilab-Syntax basiert weitestgehend auf der MATLAB Programmiersprache. Die einfachste Möglichkeit, Scilab-Anweisungen auszuführen, ist, diese direkt an der Eingabeaufforderung >> im graphischen Eingabefenster einzutippen. Auf diese Weise kann Scilab als interaktive mathematische Shell benutzt werden.
und die Kreiszahl π. Daneben stehen noch alle bekannten Elementarfunktionen zur Verfügung.Im Beispiel werden komplexe Wechselstromrechnungen ausgeführt.
-->f=100;R=1000; C=1e-6; -->ZR=R;ZC=1/(2*%pi*f*C*%i); // Komplexer Wechselstromwiderstand -->Z=ZR+ZC // Reihenschaltung R und C Z = 1000. - 1591.5494i -->Scheinwiderstand=abs(Z) // Scheinwiderstand Scheinwiderstand = 1879.6355 -->Phase=atan(imag(Z)/real(Z))*360/(2*%pi) // Phase in Grad Phase = - 57.858092 -->
inv(A) berechnet und der Variablen B zugewiesen. Die Multiplikation beider Matrizen ergibt die Einheitsmatrix.-->A=[0 1;2 4] A = ! 0. 1. ! ! 2. 4. ! -->B=inv(A) // Inverse B = ! - 2. .5 ! ! 1. 0. ! -->A*B ans = ! 1. 0. ! ! 0. 1. ! -->