Der SeSiSo-Club war ein kulturell-politischer Gesprächszirkel der 20er Jahre, dessen Mitglieder den unterschiedlichsten politischen Richtungen zuzuordnen sind.
Er machte es sich zur Aufgabe, im Geist der Aufklärung und des Humanismus Veranstaltungen im Berliner Hotel Kaiserhof mit bis zu 400, meist prominenten Gästen durchzuführen und dadurch einen Meinungsaustausch über Fragen der Zeit zu ermöglichen.
Der Name des „Clubs“ (inoffiziell, der SeSiSo-Club war niemals im Vereinsregister eingetragen und es gab auch keine Mitgliedschaft) leitete sich von den Namen seiner Vorsitzenden ab: Hans von Seeckt, Walter Simons und Wilhelm Solf.
Regelmäßige Gäste bei den Veranstaltungen des SeSiSo-Clubs waren u.a:
Auch wenn von den Treffen des SeSiSo-Clubs meistens kein politischer Einfluss ausging, so waren dessen Angehörige in der Zeit des Nationalsozialismus Mitglieder unterschiedlicher Widerstandsgruppen, etwa des Solf-Kreises, dessen Mitglieder in den zwanziger Jahren dem SeSiSo-Club bzw. der Deutschen Gesellschaft 1914 nahe standen.