| Seborga | |
|---|---|
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|
| Staat: | Italien |
| Region: | Ligurien |
| Provinz: | Imperia (IM) |
| Geographische Koordinaten: | 43° 49′ 35″ N, 7° 41′ 40″ O |
| Höhe: | 500 m s.l.m. |
| Fläche: | 4 km² |
| Einwohner: | 321 (31. Dezember 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 80 Einw./km² |
| Postleitzahl: | 18012 |
| Vorwahl: | 0184 |
| ISTAT-Nummer: | 008057 |
| Demonym: | Seborghini |
| Schutzpatron: | Bernhard von Clairvaux (20. August) |
| Website: | Webseite des Orts |
Seborga ist eine Ortschaft mit 339 Einwohnern (2000) in der Provinz Imperia, Ligurien (Italien). Bekannt wurde das Dorf, weil es sich um 1994 zum Antiken Fürstentum Seborga (1079) erklärt hat.
Anfangs gehörte Seborga zur Grafschaft Ventimiglia. 959 wurde die Ortschaft den Bendiktinern von Lerins (Frankreich) übergeben, die dort 1660 eine Münze errichteten, diese wurde bereits 1686 wieder stillgelegt. 1729 haben die Mönche Seborga an das Haus Savoyen übergeben.
Zusammen mit der Provinz Imperia wurde Seborga somit Teil des Königreichs Piemont-Sardinien und dann des Königreichs Italien und ab 1946 der Republik Italien.
Trotzdem hat eine Gruppe um den Unternehmer Giorgio Carbone in den frühen 1960er-Jahren mit historischen Untersuchungen versucht nachzuweisen, dass Seborga weder beim Wiener Kongress, noch bei der Gründung der italienischen Republik (1946) einer Staatsmacht unterstellt wurde.
1963 waren die Einwohner Seborgas von Carbones Argumenten so überzeugt, dass sie ihn zum Fürsten ernannten. Seither wird er auch Giorgio I, Principe di Seborga (Georg I., Fürst von Seborga) genannt.
1993 wurde in Seborga das antike Fürstentum Seborga ausgerufen und Giorgio Carbone erneut zum Fürsten ernannt. Die Anhänger der Unabhängigkeit berufen sich auf Prinzipien des Völkerrechts und sehen Seborga als souveränen Staat, faktisch ist das Dorf aber weiterhin eine italienische Gemeinde.
Seborgas Einwohner sind normalerweise Italiener.
Italien sieht Seborga weiterhin als Teil seines Territoriums, nimmt die Unabhängigkeitserklärung offensichtlich aber nicht ernst genug, um rechtliche Schritte dagegen zu unternehmen. Die italienische Rechtsordnung ist in der Gemeinde im Gesamtumfang gültig. Seborga wird nur von anderen, international ebenfalls nicht anerkannten Mikronationen als souverän angesehen.
Zwischen 1994 und 1996 ließ Seborga die alte Währung, den Luigino, prägen, der jedoch kein gesetzliches Zahlungsmittel ist. Seit der „Unabhängigkeitserklärung“ 1995 ist Seborga ein beliebtes Touristenziel. 2006 hat eine selbst erklärte Nachfahrin von Friedrich II.: Yasmine von Hohenstaufen Anjou Plantagenet zuerst den Anspruch auf Seborga erhoben, um es dann dem italienischen Staat „zurückzugeben“.
Das Fürstentum Seborga beansprucht auf seiner Homepage ca. 14 km² für sich und besteht de facto aus dem zur Hauptstadt erhobenen Dorf Seborga (4 km²), das 522 m ü. M liegt und lediglich 3 km vom Ligurischen Meer entfernt ist.
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