Seckach (Gemeinde)

Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Seckach
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Seckach hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Neckar-Odenwald-Kreis
Koordinaten: 49° 27′ N, 9° 20′ O
Höhe: 300 m ü. NN
Fläche: 27,85 km²
Einwohner: 4427 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74743
Vorwahl: 06292
Kfz-Kennzeichen: MOS
Gemeindeschlüssel: 08 2 25 091
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Bahnhofstraße 30
74743 Seckach
Webpräsenz:
Bürgermeister: Thomas Ludwig

Die Gemeinde Seckach gehört zum Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg. Die Gemeinde liegt am Übergang von Odenwald und Bauland zwischen Adelsheim und Buchen. Das Gemeindegebiet liegt im Naturpark Neckartal-Odenwald.

Inhaltsverzeichnis

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Großeicholzheim, Seckach und Zimmern sowie dem Jugenddorf Klinge.

Geschichte

Seckach wurde erstmals 788 im Lorscher Codex erwähnt. Das Kloster Seligental erwarb den Ort 1236. Nach dessen Auflösung kam Seckach 1568 an Kurmainz. Dort verblieb es bis es 1803 aufgrund der Säkularisierung im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses an das Fürstentum Leiningen kam. Nach dessen Auflösung durch die Rheinbundakte nur drei Jahre später am Seckach 1806 an das Großherzogtum Baden.

Religionen

Während in Großeicholzheim in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts die Reformation eingeführt wurde, blieben Seckach und Zimmern römisch-katholisch.

Ortsteile

Großeicholzheim

Bereits 775 wurde Großeicholzheim im Lorscher Codex erwähnt. 1561 fiel der Ort an die Kurpfalz. Über das Fürstentum Leiningen kam auch Großeicholzheim 1806 an das Großherzogtum Baden.

Zimmern

Zimmern wurde 782 im Lorscher Codex zum erstenmal erwähnt. Im Jahre 1236 kam Zimmern in den Besitz des Klosters Seligental. Er folgte im weiteren dem geschichtlichen Schicksal von Seckach.

Politik

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:

  1. CDU 52,5% (-7,9) - 10 Sitze (=)
  2. SPD 29,8% (-0,3) - 5 Sitze (+1)
  3. PuLS 17,8% (+8,3) - 3 Sitze (+2)

Wappen

In Silber (Weiß) eine eingebogene rote Spitze, belegt mit einem fünfspeichigen silbernen (weißen) Rad, begleitet vorn von einem schwarzen Steinbockshorn (Grind rechts), hinten von einem pfahlweis gestellten schwarzen Streitbeil. Die Wappenmotive weisen auf den früheren Ortsadel und die Territorialherrschaft vor 1803 hin: Das Steinbockshorn ist dem Wappen der Herren von Seckach, das Streitbeil dem Wappen der Herren von Stetten entnommen, während das fünfspeichige Rad an das Wappen der jüngeren Linie der Herren von Eicholzheim und mit der Tingierung an das Erzstift Mainz erinnern soll.

Städtepartnerschaften

Außerdem besteht eine Patenschaft für das Logistikbataillon 461 in Walldürn.

Wirtschaft und Infrastruktur

Zur Gemeinde (Gemarkung Seckach) gehört auch das Kinder- und Jugenddorf Klinge, das, 1946 in den Wirren der Nachkriegszeit von Pfarrer Heinrich Magnani gegründet, Kindern und Jugendlichen ohne Familie ein neues Zuhause bietet. Heute werden bis zu 180 Kinder und Jugendliche betreut, die in ihren Ursprungsfamilien nicht mehr bleiben können.

Verkehr

Netzplan der S-Bahn RheinNeckar
Netzplan der S-Bahn RheinNeckar

Der Bahnhof Seckach sowie der Haltepunkt in Zimmern liegen an der Neckartalbahn (Heidelberg - Bad Reichenhall). Sie werden stündlich von der Linie S1 der S-Bahn RheinNeckar bedient.

Am Bahnknotenpunkt Seckach besteht zudem Umsteigemöglichkeit zur Madonnenlandbahn nach Miltenberg. Seckach ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar eingebunden.

Bildungseinrichtungen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kunst

  • Seckach ist ein „Dorf der Skulpturen“, es gibt 7 Bronze-Skulpturen, 5 Sandstein-Skulpturen und 10 Beton-Skulpturen.
  • Im Gemeindewald entsteht seit 1987 ein Skulpturenpark mit 82 Arbeiten in Sandstein, Beton oder Holz. Das Berliner Bildhauerehepaar Marianne und Paul August Wagner lädt seit 1987 befreundete Kolleginnen und Kollegen zu einem Bildhauertreffen ein. Die entstandenen Skulpturen verbleiben im Park. Die Gemeinde hat den Wald (ca. 2 ha) zur Verfügung gestellt und befestigte Wege angelegt. Teil des Skulpturenparks ist die "Arena des Wahnsinnes". Hier finden regelmäßig Freiluftkonzerte statt.

Sport und Freizeit

  • mit dem SC Klinge Seckach kommt Ende des 20. Jahrhunderts ein recht erfolgreicher Frauen-Fußballverein aus der Gemeinde. Insgesamt spielte der Verein acht Jahre in der Bundesliga.
  • Seckach verfügt über ein ganzjährig geöffnetes Hallenbad mit Sauna und Dampfbad


Ehrenbürger

  • 1974: Pfarrer Heinrich Magnani, Geistlicher Rat (Gründer des Kinder- und Jugenddorfs Klinge)
  • 1982: Dr. Reinhard (Gründer der Maschinenfabrik Diedesheim und der Maschinenfabrik Seckach)
  • 1995: Pfarrer Herbert Duffner (Leiter des Kinder- und Jugenddorfs Klinge)
  • 1999: Schwester Gebharda (Generaloberin der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen in Gengenbach)
  • 2002: Ekkehard Brand (ehemaliger Bürgermeister)

Literatur

  • Roswitha Gräfen-Pfeil: Augenblicke. Kunstpark Seckach. Odenwälder, Buchen-Walldürn 2002. ISBN 3-929295-87-3
Quelle:
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