Sedow (Schiff)

Die Sedov auf See ca 1955-56
Die Sedov auf See ca 1955-56
Segelschulschiff "Sedow" 2003 in Kiel
Segelschulschiff "Sedow" 2003 in Kiel
Segelschulschiff "Sedow" 2001 am Kai in Warnemünde
Segelschulschiff "Sedow" 2001 am Kai in Warnemünde
Die Sedow in Cuxhaven anlässlich des "Tall Ships' Race" 2004.
Die Sedow in Cuxhaven anlässlich des "Tall Ships' Race" 2004.
Die Stena Germanica passiert die Sedow im Kieler Hafen während der Kieler Woche 2007
Die Stena Germanica passiert die Sedow im Kieler Hafen während der Kieler Woche 2007

Nach dem russischen Marineoffizier und Polarforscher Georgi Jakowlewitsch Sedow wurden zwei Schiffe benannt. Das bekanntere ist das Segelschulschiff.

Inhaltsverzeichnis

Viermastbark „Sedow“

Die Sedow (engl. Sedov, russ. СЕДОВ) ist eine in Stahl gebaute Viermastbark (Segelschiff) mit Hilfsmaschine (sog. Auxiliar-Segler).

Sie lief 1921 als Magdalene Vinnen II auf der Friedrich Krupp Germaniawerft, Kiel, vom Stapel. Sie war nach der Ehefrau des Bremer Reeders Friedrich Adolf Vinnen benannt. Für dessen Reederei F. A. Vinnen (Bremen) segelte sie unter anderem in der australischen Weizen- und in der chilenischen Salpeterfahrt, wobei sie mehrmals Kap Hoorn rundete.

1936 wurde sie vom Norddeutschen Lloyd erworben und in Kommodore Johnsen umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte sie als Reparationszahlung in die Sowjetunion und erhielt ihren heutigen Namen. Als Segelschulschiff im Besitz des sowjetischen Fischereiministeriums trat sie 1951 ihre erste Reise an. Von 1957 bis 1966 war sie, mit Kadetten an Bord, als ozeanographisches Forschungsschiff im Atlantik unterwegs, später als Schulschiff der russischen Handelsmarine.

Zwischen 1975 und 1981 lag sie in der Marinewerft Kronstadt (Russland), wo sie für die Aufnahme von mehr als 200 Mann umgebaut wurde. Seither verfügt sie auch über entsprechende Sport- und Lehrräume. Eigner ist seit 1991 die staatliche Technische Universität Murmansk.

Die Sedow ist das größte noch segelnde traditionelle Segelschiff der Welt, und das zweitgrößte überhaupt, übertroffen nur vom Neubau Royal Clipper.

Wegen der großen Kälte über Winter in ihrem Heimathafen Murmansk bemüht sich der Eigner, das Schiff häufiger in deutschen Häfen überwintern zu lassen; zuletzt in den Wintern 2003/2004 und 2004/2005 in Warnemünde. Im Sommer 2005 diente die "Sedow", deren Rumpf hierfür extra schwarz angestrichen wurde, als Drehort für den Fernsehfilm Der Untergang der Pamir, dem der Untergang der Viermastbark Pamir 1957 zugrundeliegt.

Technische Daten

  • Vermessung: 3.556 BRT / 3.017 NRT
  • Verdrängung: 6.148 t (Schiffsmasse inkl. Ladung)
  • Ladekapazität als Frachtsegler: 5.340 tons
  • Länge: 117,5 m (ü. a.)
  • Breite: 14,6 m
  • Tiefgang: 6,5 m
  • Höhe Mast über Wasser: 58 m
  • Segelfläche: 4.195 m²
  • Hilfsantrieb: Dieselmaschine 1.150 PS
  • Geschwindigkeit unter Segel: gut 18 Knoten
  • Besatzung: als Handelsschiff: ca. 30 Mann; als Schulschiff heute: 55-60 Mann Stammbesatzung, dazu bis zu 110 Kadetten und bis zu 44 Trainees (zahlende Mitsegler).

Eisbrecher "Georgi Sedow"

Eisbrecher unter der Flagge Russlands und der Sowjetunion, ex Beoshic

  • Baujahr: 1909
  • Vermessung: 1538 BRT

Weblinks

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