Seeburger See

Seeburger See, südlicher Teil
Seeburger See, südlicher Teil

Der Seeburger See, auch das „Auge des Eichsfelds“ genannt, liegt im Landkreis Göttingen, etwa 25 Kilometer östlich von Göttingen, auf 157 m ü. NN. Am östlichen und westlichen Seeufer liegen die Orte Bernshausen und Seeburg. Durch den See fließt die „Aue“.

Die Wasserfläche ist 86,5 Hektar (0,865 km²) groß; die Uferlinie umfasst 3,67 Kilometer. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 1,2 Kilometer, west-östlich sind es knapp 1,1 Kilometer. Als maximale Tiefe werden 3,5 Meter genannt. Das Gewässer ist rund 2500 Jahre alt und befindet sich über der Lösungszone eines Steinsalzlagers aus der Zechsteinzeit. Es entstand durch den Einsturz eines unterirdischen Hohlraumes. Diese Art von See wird auch als Erdfall bezeichnet.

Der Seeburger See ist die größte natürliche Wasserfläche in Südniedersachsen. 1973 wurde der See und ein großer Teil der Uferzone unter Naturschutz gestellt („Naturschutzgebiet Seeburger See“), bestimmte Bereiche des Sees wurden dennoch für Bade-, Ruder-, Segel- und Angelsport freigegeben. Zum Fischbestand gehören Aal, Hecht, Zander, Schleie, Karpfen, Rotfeder, Weißfisch und Forelle.

Der See ist in der Region ein sehr beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Neben einem Naturseefreibad, einen Bootsverleih und einem Hotel-Restaurant direkt am Seeufer gibt es in unmittelbarer Nähe einen Abenteuerspielplatz, Tennisplätze, eine Minigolfanlage, einen Campingplatz sowie ein Natur-Informationszentrum.

Es sind diverse Wander- und Radwanderwege ausgewiesen, darunter ein 4,5 Kilometer langer Rundwanderweg um den See mit sieben Stationen, die auf Besonderheiten dieses Gebietes hinweisen. Segeln und Angeln sind nach Anmeldung möglich. In der Umgebung wurde vom Landkreis Göttingen das Renaturierungs-Projekt „Seeanger, Westersee und Luttersee“ gestartet, das vor allem die Wiedervernässung verlandeter und trockengelegter Feuchtgebiete betreibt.

Die Wasserqualität wird in manchen Sommermonaten durch Blaualgen-Blüten beeinträchtigt. Als Ursache werden Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft vermutet, die insbesondere über die Aue eingeschwemmt werden. Im August 2006 wurde ein Fischsterben entdeckt, wobei vor allem Aale betroffen waren.


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