Eine Seefahrtschule ist eine berufsbildende Schule mit Bezug auf die zivile Schifffahrt.
An einer Seefahrtschule erwirbt der Seemann ein Patent, d. h. sein Befähigungszeugnis, das ihm erlaubt, ein Schiff als Steuermann / Schiffsoffizier (der selbständig verantwortliche Führer einer Seewache) oder als Kapitän (der Gesamtverantwortliche für den Schiffsbetrieb) zu führen.
Es gibt verschiedene Schulen: an den traditionellen Seefahrtschulen wurden die Kleinen (zwei Semester) und Mittleren (vier Semester) Patente erworben, an den Hochschulen die Großen Patente (sechs Semester). Nach Einführung der STCW-Standards ergeben beide Ausbildungsgänge das Patent zum Kapitän, die Seefahrtschulen ohne und die Hochschulen mit akademischem Grad (z. B. Diplom-Nautiker oder Diplom-Wirtschaftsingenieur für Seeverkehr).
Nautische Ausbildung erfolgt heute z.B. in Leer, Elsfleth, Bremen, Cuxhaven, Warnemünde.
Ein historischer Begriff dafür ist Navigationsschule.