| Seegräben | |
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| Basisdaten | |
| Kanton: | Zürich |
| Bezirk: | Hinwil |
| BFS-Nr.: | 0119 |
| PLZ: | 8607 |
| Koordinaten: | (700774 / 244495) |
| Höhe: | 536 m ü. M. |
| Fläche: | 3.75 km² |
| Einwohner: | 1219
(31. Dezember 2006) |
| Website: | www.seegraeben.ch |
| Karte | |
Seegräben ist eine politische Gemeinde im Bezirk Hinwil des Kantons Zürich in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Der Einbaum im Wappen steht in einem Zusammenhang mit den Pfahlbauern. Jakob Messikommer (Robenhausen/Wetzikon) erforschte 1858 im Robenhauser Ried, auf Gemeindegebiet von Seegräben, eine Pfahlbausiedlung und leistete damit wesentliche Grundarbeiten zur Pfahlbauerforschung.
Zur Gemeinde Seegräben gehören die Dorfteile Seegräben, Aathal, Ottenhausen, Aretshalden und Sack. Sie liegt unmittelbar am südwestlichen Ende des Pfäffikersees in einer sanfthügeligen Landschaft. Am Seeufer entlang erstrecken sich einige grosse Riedgebiete, welche zum national geschützten Naherholungsgebiet rund um den See gehören. Von der Gemeindefläche dienen 49.9% der Landwirtschaft, 15.5% ist mit Wald bedeckt, 5.3% ist Verkehrfläche und 10.4% Siedlungsgebiet, 10.4% sind Gewässer.
Die Topographie ist geprägt durch die Moränen des Linthgletschers, welcher sich während der letzten Eiszeit über das Gebiet erstreckte. Der Aabach durchfliesst ein Tal, an dessen steilen Flanken sich die typische Nagelfluh (Aatalschotter) zeigt. Darin finden sich zahlreiche kleinere und grössere Grotten. Die grösste davon, die sogenannte Franzosenhöhle, ist ca. 15 Meter lang und bis zu 2 Meter hoch.
Nationalratswahlen 2004: Die SVP hat 33.7%, die SP 23.4%, die FDP 14.0%, die Grüne 11.2%, die CVP 4.2%, und die EVP 5.2% der Wählerstimmen.
Die Kantonsratswahlen 2007 ergaben folgende Resultate: SVP: 33.0%, SP: 14.3%, Grüne: 13.3%, FDP: 10.0%, Grünliberale Partei: 9.7%, EVP: 7.0%, CVP: 5.7%.
Der Gemeinderat besteht aus folgenden Mitgliedern: Pierre Deron (Gemeindepräsident), Christian Brändli (Präsident der Schulgemeinde), Andreas Ott (Sozialvorstand), Marlis Schmalzl (Finanzvorständin), Sandra Theus Rist (Gesundheitsvorständin), Kurt Töngi (Bauvorstand), Roland Wintsch (Sicherheits- und Umweltvorstand).
Legislative: Gemeindeversammlung.
Im 19. Jahrhundert sorgte die Textilindustrie im Aathal für einen wirtschaftlichen Aufschwung. In jener Zeit wandelte sich die Gemeinde von einem Bauerndorf zu einem wichtigen Industriestandort. Die Landwirtschaft verlor gegenüber der industriellen Produktion an Bedeutung. Heute ist die Gemeinde vor allem als Wohngemeinde geschätzt, die über eine gute Anbindung an die S-Bahn Zürich und das kantonale Strassennetz nach Zürich verfügt.
Der Dorfteil Sack beherbergt zudem das Schulheim Villa RA.
Sehr bekannt ist das Sauriermuseum Aathal, ebenfalls das Römerbrünneli. Zudem beherbergt die Gemeinde einen Abschnitt des Industrielehrpfades Zürcher Oberland. Das Dorfbild Seegräben ist von überregionaler Bedeutung.
Im Dorfteil Sack finden sich Überreste eines früheren Schutzwalls, die sogenannte Heidenburg, welche jedoch durch den geplanten Autobahnbau akut bedroht ist. Zudem wurden in Ottenhausen Funde gemacht, welche auf die Existenz einer römischen Villa sowie einer römischen Strasse hindeuten, welche vermutlich im Zusammenhang mit dem Römerkastell in Irgenhausen standen.
Die Industieanlagen in Aathal sind denkmalgeschützt und dank ihrem guten Zustand wichtige Zeugen der wirtschaftlichen Blütezeit des Zürcher Oberlandes im 19. und 20. Jahrhundert.
In der Kirche Seegräben finden immer wieder Orgelzyklen und andere Konzerte statt (siehe Webseite der Gemeinde Seegräben).
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