Seehausen (Altmark)

Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Seehausen (Altmark)
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Seehausen (Altmark) hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Stendal
Verwaltungsge-
meinschaft
:
Seehausen (Altmark)
Koordinaten: 52° 52′ N, 11° 45′ O
Höhe: 19 m ü. NN
Fläche: 34,45 km²
Einwohner: 4132 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39615
Vorwahl: 039386
Kfz-Kennzeichen: SDL
Gemeindeschlüssel: 15 0 90 520
Adresse der Stadtverwaltung: Große Brüderstraße 1
39615 Seehausen (Altmark)
Webpräsenz:
Bürgermeister: Ewald Duffe
Lage der Stadt Seehausen (Altmark) im Landkreis Stendal
Karte

Seehausen (Altmark) ist eine ehemalige Hansestadt im Landkreis Stendal (Sachsen-Anhalt) in der Altmark. Die Stadt ist Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt liegt am Aland, der die Altmärker Höhe von der Wische, einer flachen Landschaft an der Elbe, trennt. Ab Seehausen wird die Biese Aland genannt.

Zu Seehausen (Altmark) gehören die Ortsteile Behrend, Gehrhof, Nienfelde und die Siedlung Waldesfrieden.

Klima

Klimadiagramm von Seehausen
Klimadiagramm von Seehausen[1]

Die durchschnittlich Lufttemperatur in Seehausen beträgt 8,5 °C, der jährliche Niederschlag 541 Millimeter.

Geschichte

Befunde lassen vermuten, dass das Gebiet um Seehausen seit der Jungsteinzeit besiedelt ist. Die Ernennung zur Stadt erfolgte 1151 unter Albrecht dem Bären, der neben der schon ansässigen slawischen Bevölkerung holländische Siedler zur weiteren Eindeichung des Gebiets ansiedelte. Der Name der Stadt leitet sich nicht durch einen See in Stadtnähe ab. Wahrscheinlicher ist, dass der Name auf den Grafen von Sidag zurückgeht, dem das Gebiet als Lehen gegeben war. Bischof Wigbert erwähnt 1009 eine Siedlung mit dem Namen Sidageshusen am heutigen Ort von Seehausen. Seehausen war von 1358 bis 1488 Mitglied der Hanse.

Seehausen gehörte bis 1952 zum Landkreis Osterburg, wurde aber im Zuge der Verwaltungsreform in der DDR zu einer Kreisstadt im neu gegründeten Bezirk Magdeburg. Der Kreis Seehausen wurde 1965 bereits aufgelöst und dem Landkreis Osterburg wieder angeschlossen.

Politik

Wappen

Blasonierung: „In Silber ein golden bewehrter roter Adler mit ausgeschlagener Zunge, die Fänge begleitet von je einem grünen Seeblatt.“

Das Wappen mit dem märkischen Adler entstand etwa im 13.Jh.. Auf einer Urkunde von 1353 trägt er goldene Brustspangen mit Kleeblattenden. Die Bedeutung der Seeblätter ist nicht klar, da es in Stadtnähe keinen See gab (erst 1975/77 entstand einer im Norden der Stadt, durch Ausbaggerung für den Elbbrückenbau bei Wittenberge). Vielleicht waren die Lage der Stadt am Urstromtal der Elbe und die häufigen Überflutungen durch Hochwasser in den vergangenen Jahrhunderten der Grund für die Aufnahme der Seeblätter.

Im Jahr 2005 schloßen sich im Zuge einer Verwaltungsreform Teile der Verwaltungsgemeinschaft Lückstedt der Seehäuser VG an.

Söhne und Töchter der Stadt

Johannes Luther (1861-1954), Germanist und Bibliothekar

Quellen

  1. Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961-1990

Weblinks

Quelle:
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