| Seekatze | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Holocephali | ||||||||||||
| Familien | ||||||||||||
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Die Seekatzen (Holocephali), auch Chimären, Spöken, Seedrachen, Seeratten oder Geisterhaie, gehören als Unterklasse neben den Haien und Rochen zur Klasse der Knorpelfische (Chondrichthyes).
Inhaltsverzeichnis |
Ihr Körper ist walzenförmig und seitlich abgeflacht. Der Kopf ist auffallend groß und leicht schnauzenartig verlängert. Die Männchen haben an der Stirn einen keulenförmigen Auswuchs. Im Oberkiefer befinden sich zwei Paar, im Unterkiefer nur ein Paar Zahnplatten. Der Oberkiefer ist fest mit der Hirnkapsel verbunden. Die Wirbelsäule ist ein durchgehender Achsenstab ohne Wirbelkörper.
Seekatzen haben nur ein Paar Kiemenspalten. Sie haben einen langen, dünnen Schwanz und zwei Rückenflossen. Die erste ist kurz und hoch und hat einen langen, spitzen Giftdorn mit Widerhaken. Die zweite ist als langgestreckter Saum ausgebildet. Außerdem besitzen sie große Brustflossen, die wesentlich den Antrieb bewirken. Wie andere Knorpelfische besitzen sie keine Schwimmblase.
Seekatzen können je nach Art eine Länge von 38 Zentimeter bis 1,5 Meter und ein Gewicht von bis zu zwei bis fünf Kilogramm erreichen. Die Männchen sind kleiner als die Weibchen.
Seekatzen sind Tiefseefische. Langnasenchimären sind in allen Weltmeeren in Tiefen bis 2600 m vertreten. Kurznasenchimären kommen im Atlantik vor (Europa und Mittelmeer nur die Art Chimaera monstrosa), Pflugnasenchimären auf der Südhalbkugel, jeweils bis maximal 200 m.
Die Tiere ernähren sich von am Boden lebenden Wirbellosen, wie Krebsen, Weichtieren und Stachelhäutern sowie kleinen Grundfischen. Mit ihren Schneidezahnkanten beißen sie nicht nur harte Objekte wie die Steinkorallen ab, sondern auch beschalte Beute wie zum Beispiel Muscheln können geknackt und zwischen den Kauplatten zerrieben werden.
Bei der Begattung hält sich das kleinere Männchen mit seinem keulenförmigen Stirnauswuchs fest. Die Samen werden durch eine Halbröhre bestehend aus den hintersten Strahlen der Bauchflossen übertragen. Wie andere in der Tiefe lebende Knorpelfische, legen sie Eier in einer schützenden Knorpelkapsel. Dabei legen Seekatzenweibchen jeweils nur zwei Eier in einer Kapsel.
Man unterscheidet insgesamt etwa 35 Arten innerhalb einer rezenten Ordnung, den Seekatzenartigen (Chimaeriformes), die sich in drei Familien unterteilt, deren Verwandtschaftsbeziehungen untereinander noch unbekannt sind: