Seescheiden

Seescheiden
Seescheiden (Halocynthia sp.) in der Barentssee.
Seescheiden (Halocynthia sp.) in der Barentssee.
Systematik
Reich: Tiere (Animalia)
Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Bilateria
Überstamm: Neumünder (Deuterostomia)
Stamm: Chordatiere (Chordata)
Unterstamm: Manteltiere (Urochordata)
Klasse: Seescheiden
Wissenschaftlicher Name
Ascidiae

Seescheiden (Ascidiae oder Ascidiacea) sind sack- oder knollenförmige Wirbellose, die zum Unterstamm Manteltiere gehören, weil ihr Körper von einer dicken Ausscheidung der Außenhaut, dem Mantel, umgeben ist. Erwachsene Seescheiden sind festsitzend, aber in der Jugend können sie als Larven frei schwimmen. Sie schwimmen ein paar Tage umher, bis sie einen geeigneten Platz – gewöhnlich einen Felsen – gefunden haben, an dem sie sesshaft werden. Manche Seescheiden leben allein, andere in zusammenhängenden Kolonien.

Seescheiden gehören – wie der Mensch – zu den Chordatieren, das heißt, sie haben in bestimmten Entwicklungsstadien gleiche Organe, so eine stabförmige Stütze im Rücken, aus der sich bei Wirbeltieren eine Wirbelsäule entwickelt. Die Chordatenmerkmale sind bei den Seescheiden nur im Larvenstadium zu erkennen. Im Larvenstadium stimmt die Seescheide fast komplett mit der Larve der Wirbeltiere überein.

Die Gehirnanlage, die im Larvenstadium vorhanden ist, ist beim erwachsenen Tier komplett verschwunden, durch eine Rückbildung ist nur noch ein Ganglion (Nervenknäuel) vorhanden. Allerdings scheint sich das Gehirn, ähnlich wie der Schwanz einer Eidechse, nachbilden zu können. Sie sind Zwitter, manche von ihnen sind selbstbefruchtend.

Ernährung

Seescheiden sind Nahrungsstrudler. Über eine Einströmöffnung wird das Wasser in den Kiemendarm geleitet, von dort durch Kiemenspalten in den Peribranchialraum, eine spezielle Bildung, in der die Nahrung herausgefiltert wird. danach wird das filtrierte Wasser durch die Ausströmöffnung wieder abgegeben.

Ordnungen

  • Aplousobranchia
  • Phlebobranchia
  • Stolidobranchia

Weblinks

Quelle:
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