| Seeschlacht der vier Tage | |||||||
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| Teil von: Zweiter Englisch-Niederländischer Seekrieg | |||||||
![]() Willem van de Velde d. J.: Die während der viertägigen Seeschlacht 1666 eroberten Schiffe (darunter die Prince Royal) |
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| Kontrahenten | |||||||
| Befehlshaber | |||||||
| George Monk Prince Rupert |
Michiel de Ruyter Cornelis Tromp |
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| Truppenstärke | |||||||
| 58 Schiffe | 84 Schiffe | ||||||
| Verluste | |||||||
| 5000 Tote 1800 Gefangene 10 Schiffe |
2000 Tote 4 Schiffe |
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Die Seeschlacht der vier Tage war eines der zahlreichen Seegefechte zwischen Niederländern und Engländern im Verlauf des Zweiten Niederländisch-Englischen Krieges von 1665 bis 1667. Sie begann am 11. Juni 1666 nahe der Küste Flanderns, in der südlichen Nordsee. Im Englischen nennt man sie Four Days Battle, im Niederländischen Vierdaagse Zeeslag.
König Charles II. von England hatte das Kommando über die englische Flotte an die Admirale George Monk, Duke of Albemarle, und Prince Rupert aufgeteilt. Letzterer wurde mit einem Drittel der englischen Flotte in den westlichen Ärmelkanal abkommandiert, da ein Eingreifen der Franzosen in den Krieg befürchtet wurde.
Am Morgen des 11. Juni 1666 ankerte die holländische Flotte unter Admiral Michiel de Ruyter mit 84 Schiffen, 4.600 Geschützen und 22.000 Mann Besatzung vor Dünkirchen. Er hoffte auf Frankreichs Hilfe und wollte seine Flotte mit der französischen Flotte vereinen. Monk erfuhr von de Ruyters Präsenz und griff mit seinen 58 Schiffen unverzüglich an.
Bei südlichem Wind traf Monk, von Westen kommend, auf die ankernden Holländer. Gegen 12 Uhr mittags griff er in geschlossener Kiellinien-Formation die südlich stehende Nachhut der holländischen Flotte unter Cornelis Tromp an. Dieser konnte gerade noch die Ankertaue kappen und Segel setzen. Bis etwa 16 Uhr setzten ihm die Engländer heftig zu. Als sich die Flotten der Küste Flanderns näherten, musste die britische Flotte abdrehen, da ihre Schiffe mehr Tiefgang hatten. Dies ermöglichte de Ruyter und der Holländischen Vorhut unter Cornelis Evertsen, in das Gefecht einzugreifen. In der Drehung wurde das englische Linienschiff HMS Swiftsure zusammen mit zwei weiteren Schiffen erobert und der Vizeadmiral William Berkeley dabei getötet. Die Rainbow floh nach Ostende, verfolgt von zwölf Schiffen Tromps. In der Nacht besserten beide Flotten ihre Schäden aus. Kampfunfähige Schiffe wurden entlassen. Admiral Cornelis Evertsen fiel, als die brennende HMS Henry mit ihrer letzten Salve einen holländischen Angriff abwies und entkam.
Monk wiederholte am Morgen des 12. Juni seinen Angriff. Die Flotten begegneten sich auf Ost-West-Kurs, und Tromp scherte aus der holländischen Linie aus, nicht, wie man öfter behauptet, um die Luv-Position zu gewinnen, sondern weil er die richtigen Signale einfach nicht gesehen hatte. Dabei geriet er wieder in Bedrängnis, und de Ruyter musste ihm zu Hilfe kommen. Die Ordnung der Holländischen Flotte löste sich vollends auf. Da den Engländern nur noch 47 Schiffe verblieben waren, konnten sie keinen Vorteil aus dieser Lage ziehen. Am Nachmittag erschienen die zwölf Schiffe, die vergebens die Rainbow verfolgt hatten, wieder am Horizont. Monk, glaubend, es wäre ein ganz neues Geschwader, setzte sich erschrocken ab und hoffte auf das Erscheinen des Prinzen Rupert.
Am Morgen des 13. Juni zog sich Monk mit 30 kampfbereiten Schiffen nach Nordwesten in Richtung Themse-Mündung weiter zurück. Die Holländer folgten ihm mit Mühe, und es fanden wenige Kämpfe statt. Allerdings lief eines der größten englischen Schiffe, die HMS Prince Royal mit 90 Kanonen, Flaggschiff von Admiral George Ayscue, auf eine Untiefe. Sie wurde den Holländern übergeben und verbrannt. An diesem Abend erschien Rupert und brachte 20 frische Schiffe heran.
Am nächsten Tag wollten beide Seiten die Entscheidung erzwingen. Auf Ostkurs segelnd gelang es den Holländern, in die Linie der Engländer einzubrechen. Bei heftigen Nahgefechten erlitten beide Seiten schwere Verluste, und schließlich brachen die Engländer den Kampf ab. Sie hatten fast ihre komplette Munition – der Vorrat lag bei 50 Geschossen pro Kanone – verschossen. Vizeadmiral Christopher Mings war tödlich verletzt. Auch die Holländer verließen den Kampfplatz, da ihre leichteren Schiffe stark angeschlagen waren und sie ebenfalls kaum noch Munition hatten.
Damit endete eine der längsten Seeschlachten der Geschichte mit einem holländischen Sieg. England verlor zehn Schiffe und 5000 Mann, darunter 1800 Gefangene, unter ihnen zwei Admiräle (sechs Schiffe wurden von den Holländern erobert).
Holland büßte vier Schiffe ein sowie 2000 Mann, darunter einen bedeutenden Admiral (und auch Vizeadmiral Abraham van der Hulst). Wie heftig die Kämpfe waren, verdeutlicht der Bericht, dass einige der beteiligten Schiffe mehr als 1000 Treffer erhalten hatten.
Der Krieg war mit dieser Schlacht nicht zu Ende. Die Engländer konnten ihre Verluste schnell wieder wettmachen, während die Niederländer für kurze Zeit in dem Glauben waren, die englische Flotte zerstört zu haben. Schon am 4. August 1666 folgte die Schlacht, die im Englischen St James's Day Fight heißt, und in der England siegreich blieb.
Liste während der Seeschlacht der vier Tage versenkten bzw. eroberten Schiffe
Adelung-1793: Seeschlacht, die · Tage-Signal, das · Tage-Ronde, die · Vier, die · Vier
Brockhaus-1809: Die September-Tage · Die vier Zeitalter
Brockhaus-1911: Hundert Tage · Alkyonische Tage
Goetzinger-1885: Elemente, vier
Meyers-1905: Seeschlacht · Hundert Tage · Kritische Tage · Agystische (ägyptische) Tage · Gebannte Tage · Gebundene Tage · Vier
Pierer-1857: Seeschlacht · Über Tage · Kritische Tage · Leere Tage · Zu Tage · Magere Tage · Unglückliche Tage · Unter Tage · Hundert Tage · Dieser Tage will ich zahlen · Friedliche Tage · Ägyptische Tage · Alkyonische Tage · Gebannene Tage · Hohe Tage · Honōr-Tage · Gebundene Tage · Vier Kaiser von Limburg-Luxemburg · Reichs-Erb-Vier-Ritter des Heiligen Römischen Reichs · Vier