Unter Seifen versteht man in der Geologie und in der Lagerstättenkunde sekundäre Mineralanreicherungen in Sedimenten, wie Sand und Kies. Handelt es sich hierbei um abbauwürdige Konzentrationen von Edelmetallen, Schwermineralen oder Edelsteinen, so spricht man von Seifenlagerstätten.
Wegen ihrer Verwitterungsbeständigkeit und ihres hohen Gewichts werden diese Minerale von Wind und Wasser angereichert. Hierbei unterscheidet man herkömmlicher Weise:
Größere Gold- oder Platinklumpen heißen Nuggets. Die Goldvorkommen am Fluss Klondike in Yukon, Kanada sind der Stoff für Geschichten und Filme. Auch an Rhein, Donau, Isar und Eder wurden bis vor 100 Jahren Goldseifen ausgebeutet. In jüngster Zeit werden wieder Versuche gemacht, Gold aus Kies von Baggerseen zu gewinnen, da bei den industriellen Sieb- und Waschvorgängen die Gold-Konzentration bereits um das Fünffache zunimmt. Eine Pilotanlage steht in Balaguer in Spanien und erste Versuche waren erfolgversprechend.
Die größte bekannte Goldseife liegt im Witwatersrand bei Johannesburg in Südafrika – einem archäischen verfestigten uranhaltigen Quarz-Konglomerat mit einer Matrix aus Pyrit, Sericit und Quarz.
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