Seifensieder ist ein Handwerksberuf aus dem Mittelalter, der sich mit der Herstellung von Seife aus Fetten, Ölen und Soda beschäftigt. Die schon seit den Sumerern bekannte Technologie war während der Kreuzzüge auch nach Europa eingeführt worden und ersetzte das bis dahin gebräuchliche Waschen mit Holzasche oder deren Lauge. Erste Zünfte sind in Mitteleuropa im 14. Jahrhundert für Augsburg, Wien und Ulm nachgewiesen.
Mit dem Einsetzen der industriellen Herstellung von Seife im 19. Jahrhundert verlor der Handwerksberuf seine Bedeutung und führt heute nur mehr ein Nischendasein.