Selbitz (Fluss)

Die Selbitz ist ein linker Nebenfluss der Saale im östlichen Frankenwald und gilt als Gewässer dritter Ordnung. Sie entspringt ca. 650 Meter über Normalnull nordwestlich des Helmbrechtser Ortsteils Wüstenselbitz, umfließt sodann Helmbrechts erst in östlicher, dann in nördlicher Richtung. Im weiteren Verlauf berührt sie die Städte Schauenstein, Selbitz und Naila, ehe sie zwischen Hölle und Blechschmidtenhammer das bis zu 170 Meter tief ins Diabasgestein eingeschnittene Höllental durchfließt.

In der Ortschaft Hölle (Ortsteil von Naila) liegt direkt am linken Selbitzufer eine in 262 Meter Tiefe erbohrte Mineralquelle (Höllensprudel). Zwischen der Einmündung der Thüringischen Muschwitz am Ausgang des Höllentals und ihrer eigenen Mündung in die Saale bei Blankenstein bildet die Selbitz auf ca. zwei Kilometer Länge die Grenze zwischen Bayern und Thüringen, der Fußgängersteg zwischen dem bayerischen Weiler Untereichenstein und Blankenstein gilt als Endpunkt des thüringischen Rennsteigs.

Die gesamte Flusslänge beträgt 36,6 Kilometer, der dabei überwundene Höhenunterschied 236 Meter. Der Name Selbitz leitet sich wahrscheinlich vom slawischen zelenovica ab und würde demnach soviel wie grüner Bach bedeuten.

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