Selbstdisziplin bezeichnet die Fähigkeit, zugunsten einer ethischen, religiösen oder rationalen Richtlinie körperliche und emotionale Bedürfnisse zu unterdrücken. Auch kann eine dieser Richtlinien als unangenehm empfunden und mit Hilfe der Selbstdisziplin durchgehalten werden.
Die Richtlinien können konkret z.B. Fastenvorschriften sein, ethische Anweisungen im Umgang mit (emotionsgeladenen) Konflikten, Leistungsvorgaben in einem Beruf, der Wunsch nach Gewichtsabnahme und vieles mehr. Daraus folgt, dass die ethische Bewertung von Selbstdisziplin an die Richtlinie gebunden ist.
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Die englische Variante der Selbstdisziplin, die es verbietet, sich sowohl Verletztheit als auch überschwängliche Freude anmerken zu lassen, wird “keeping a stiff upper lip” („eine steife Oberlippe behalten“) genannt. Die stete Wahrung der Haltung ist bereits bei den Charakteren aus Shakespeares Werken zu erkennen. In der Zeit des Empire erlebte die “Stiff upper lip” einen Höhepunkt und wurde von den Public Schools, nachdem sie sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts reformiert hatten, gefördert. Ab den 1960er Jahren verblasste dieses Ideal zunehmend.
| Wiktionary: Selbstdisziplin – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |