Eine Selbstfahrlafette ist ein Militär-Fahrzeug, um Artilleriegeschütze beweglich zu machen und damit unabhängig von ziehenden Einheiten (Pferde, Maultiere, Lastkraftwagen oder Zugmaschinen). Dazu wurden die eigentlichen Geschütze auf ein zumeist mit Kettenantrieb ausgestattes Chassis montiert. Um die Besatzung gegen Beschuss zu schützen, sind Selbstfahrlafetten zumeist mit einer dünnen Panzerung ausgestattet.
Diese Waffenart wurde bereits im Ersten Weltkrieg entwickelt (vor allem von der französischen Armee) und kam im Zweiten Weltkrieg in größerem Umfang zum Einsatz. Es gab sowohl Lafetten mit fest montiertem Geschütz als auch solche, bei denen die Waffe für den Einsatz auf den Boden abgesetzt werden konnte wie etwa bei der deutschen Heuschrecke.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Selbstfahrlafetten immer mehr durch die modernen und besser geschützten Panzerhaubitzen ersetzt.
Die Rote Armee setzte die Marine-Selbsfahrlafette SU-100Y im russisch-finnischen Winterkrieg 1939/1940 ein
Bei der Bundeswehr war bis 1993 die amerikanische M110 im Einsatz, deren Rolle wurde dann von der PzH M109A3GEA2 übernommen. Die in Europa modernste Variante steht beim österreichischen Bundesheer unter der Typenbezeichnung M109A5Ö in Verwendung.
siehe auch: Sturmgeschütz