Als Selbstkrönung wird eine Krönung eines in der Regel weltlichen Machthabers bezeichnet, wenn sie durch den zu Krönenden selbst und nicht z.B. von einem kirchlichen Würdenträger durchgeführt wird.
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Am 11. September 813 wurde Ludwig der Fromme in Aachen zum (Mit-)kaiser gekrönt. Es gibt einen Bericht von Ludwigs Biograph Thegan, wonach sich Ludwig selbst die Krone aufgesetzt habe. Heutzutage hält man aber den Bericht der Reichsannalen für wahrscheinlicher, demzufolge Karl der Große persönlich seinem Sohn die Krone aufs Haupt gesetzt hat.
Der römisch-deutsche Kaiser Friedrich II. hat sich während des Fünften Kreuzzugs am 18. März 1229 in der Grabeskirche die Krone des Königreichs Jerusalem auf das Haupt gesetzt, ohne jedoch von den lokalen Baronen als Herrscher anerkannt zu werden. Erst 1245 erklärte der Papst Innozenz IV. Friedrich für abgesetzt.
Am 18. Januar 1701 setzte sich Friedrich I. in Königsberg die preussiche Krone auf das Haupt.
Bekanntester Fall ist die Selbstkrönung von Napoléon Bonaparte zum Kaiser der Franzosen. Am 2. Dezember 1804 nahm er in der Zeremonie die Krone Pius VII. aus den Händen und setzte sie sich selbst auf das Haupt.
Am 18. Oktober 1861 fand die prachtvolle Krönungsversammlung in Königsberg statt. Dort setzte sich Wilhelm I. als Friedrich Wilhelm V. die preussiche Krone aufs Haupt.
In Iran, krönt sich hat Mohammad Reza Pahlavi am 26. Oktober 1967 zu seinem 48. Geburtstag selbst zum Schah Irans. Anschließend krönte er seine Gemahlin Farah Pahlavi zur ersten Kaiserin Irans.
In der Zentralafrikanischen Republik, einer früheren französischen Kolonie, hat sich der Präsident Jean-Bédel Bokassa am 4. Dezember 1976 selbst zum „Empereur“ gekrönt - in bewusster Anspielung an Napoleon I. und somit als Provokation Frankreichs. Das "Kaiserreich" dauerte aber nur 2 Jahre bis zum Sturz Bokassas 21. September 1979.