Selbstleuchtende Nummernschilder (Abk. „SLN“, auch „selbstleuchtendes Kennzeichen“ oder „selbstleuchtendes Kennzeichenschild“ genannt) sind Kfz-Kennzeichen, die bei Dunkelheit nicht von einer externen Lichtquelle angeleuchtet werden müssen, um lesbar zu bleiben, sondern selbst Licht abstrahlen.
Zurzeit existieren zwei verschiedene Verfahren:
In den meisten europäischen Ländern muss eine Kennzeichenbeleuchtung von außen mittels herkömmlicher Glühlampen erfolgen. In Deutschland erlaubte zunächst die Kennzeichen-Ausnahmeverordnung die ausnahmsweise Zulassung von selbstleuchtenden Kennzeichen bis zum 29. April 2005. Im März 2006 erhielt 3M in Deutschland die Erlaubnis, 300 Fahrzeuge mit selbstleuchtenden Kennzeichen auszustatten und probeweise im öffentlichen Straßenverkehr zu betreiben. Im Juli 2006 folgte die Allgemeine Bauartgenehmigung. Grundlage hierzu ist die geänderte, dementsprechend angepasste, ehemalige STVZO, jetzt FZO, unter der TA 22.
Als Vorteile führen die Entwickler von selbstleuchtenden Kennzeichen an:
Ein deutlicher Nachteil ist der höhere Preis: Das selbstleuchtende Nummernschild von 3M ist seit November 2006 als Set für 69,90 € im Handel erhältlich, hinzu kommen noch ca. 30 € an Kosten für die Platine und die Prägung derselben.
Zudem weisen Kunststoffkennzeichen einen deutlich niedrigeren Schmelzpunkt auf, wodurch sie im Brandfall in kurzer Zeit vollständig zerstört werden. Im Gegensatz hierzu ist bei Verwendung herkömmlicher Metallkennzeichen das schnelle Identifizieren selbst von vollständig ausgebrannten Fahrzeugen in vielen Fällen noch möglich, was eine schnelle Benachrichtigung des Besitzers oder (z.B. bei Unfall) Angehörigen ermöglicht.