Selbstliebe

Selbstliebe bezeichnet die vollkommene Annahme seiner selbst. Selbstliebe wird von Denkern wie Erich Fromm oder Osho auch als die Grundlage für die Liebe zu anderen gesehen. Das klingt auch schon im biblischen Liebesgebot an: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" (Lev 19,18; Lk 10,27). Heute ist Selbstliebe mitsamt ihrer Zurschaustellung in der öffentlichen Wahrnehmung durchaus akzeptiert.

Die in diesem Sinne verstandene Selbstliebe muss von Überheblichkeit und Narzissmus abgegrenzt werden. Das Verhältnis von Selbstliebe zu Narzissmus wird von unterschiedlichen psychologischen oder theologischen Standpunkten aus unterschiedlich bewertet, oft werden die beiden Begriffe sogar als nicht nur nichts miteinander gemeinsam habende, sondern sich gegenseitig ausschließende betrachtet. Gemäß dieser verbreiteten Position nehme sich der Narzisst selbst nur deshalb so wichtig, weil er sich für minderwertig halte und sich selbst eben nicht liebe. Dazu Erich Fromm: „Es stimmt, dass selbstsüchtige Menschen unfähig sind Andere zu lieben; sie sind jedoch genauso unfähig sich selbst zu lieben.“

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