Selenogorsk (St. Petersburg)

Selenogorsk (russisch Зеленогорск, finnisch Terijoki) ist eine Stadt am finnischen Meerbusen, etwa 50 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums von Sankt Petersburg.

Nach dem Großen Nordischen Krieg fiel die Stadt mit dem Ingermanland 1721 erstmals an Russland. Als Teil Finnlands gehörte sie bis zum Ende des Zarenreichs unter russische Herrschaft. Bedeutung hatte sie vor allem als Seebad für die wohlhabenden Petersburger, namentlich seit Eröffnung der Eisenbahn von der Hauptstadt nach Wyborg. Als Finnland 1917 von W. Lenin zu einem souveränen Staat erklärt wurde, zählte die Stadt zu den südlichsten in der jungen Republik. Im finnisch-sowjetischen Winterkrieg 1939/40 wurde sie von der Roten Armee erobert und Sitz einer stalinistischen finnischen Marionetten-Regierung unter Otto Kuusinen. Zwar konnten die Finnen die Eroberung ihres Landes verhindern, mussten jedoch im Moskauer Frieden einige Landesteile in Karelien abtreten. Terijoki wurde sowjetisch, konnte von den Finnen 1941 im Fortsetzungskrieg aber zurückerobert werden. 1944 fiel die Stadt endgültig an die Sowjetunion. Sie gehört zur Oblast Leningrad.

Quelle:
Artikel Selenogorsk (St. Petersburg) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
Lizenz:
Kategorien:
Empfehlungen
Schlögel, Karl
34,90 €

Peltz, Judith (Hg.)
24,90 €

Schulte-Hillen, Anne
14,90 €
Bookmarks
delicious wong linkarena google