| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Neunkirchen (NK) | |
| Fläche: | 8,66 km² | |
| Koordinaten: | 47° 37' N, 15° 49' O | |
| Höhe: | 950 m ü. A. | |
| Einwohner: | 642 (31. Dez. 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 74 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 2680 | |
| Vorwahl: | 02664 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 18 38 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Semmering 32 d 2680 Semmering |
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| Offizielle Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Horst Schröttner (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2005) (15 Mitglieder) |
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Semmering ist ein Luftkur- und Fremdenverkehrsort an der südlichen Grenze Niederösterreichs zur Steiermark (Österreich) im Bezirk Neunkirchen. Semmering hat 642 Einwohner (2005) auf einer Fläche von 8,66 km².
Inhaltsverzeichnis |
Der Ort liegt an der Scheitelhöhe des Semmering-Passes an der Semmering Schnellstraße (S6), die seit 2004 den Pass und damit den Ort in einem Tunnel unterfährt, und an der Südbahn, hier Semmeringbahn genannt. Die Seehöhe des Hauptortes beträgt 950 m ü. A..
Der Bürgermeister der Gemeinde ist Horst Schröttner. Die ÖVP hatte bei der letzten Wahl im Jahr 2005 11 Mandate und 426 Stimmen (74,22 %). Die SPÖ bekam mit 109 Stimmen und damit 18,99 % aller gültigen Stimmen drei Mandate. Mit 39 Stimmen und somit mit 6,79 % der gültigen Stimmen erhielt die FPÖ ein Mandat.
Seit dem 19. Jahrhundert ist der Ort ein beliebtes Ferienziel der „feinen Gesellschaft“ Wiens im Sommer. In den Villen des mondänen Kurortes versammelten sich nicht nur der Adel (Habsburg-Kaiser Karl verbrachte hier in der Nähe mit seinem Sohn Otto oft die Ferien), sondern auch Künstler der Literatur und des Films (etwa Oskar Kokoschka, Adolf Loos, Peter Altenberg oder Karl Kraus[1]). Sie gaben und geben dem Lebensgefühl hier diesen Namen. Berühmte Hotels wie das Südbahnhotel (erbaut 1882[2]) oder der Panhans (erbaut 1888[2]) und das Kurhaus Semmering (erbaut 1909) sind bis heute Magneten für die Touristen und Wanderer. Damals entstand auch der Begriff vom Zauberberg Semmering.
Aufgeblüht ist der Ort vor allem mit dem Bau der Eisenbahn, die 1854 eröffnet wurde. Mit ihr war der Semmering vom kaum 90 km entfernten Wien in wenigen Stunden zu erreichen.
Dem mondänen Charakter des Ortes entsprechend versuchte man seine Gäste zu unterhalten. So gab es bereits 1899 das erste Semmering Bergrennen, eine Motorsportveranstaltung über 10 km für die damals noch wenig ausgereiften Automobile und Motorräder. Bis 1933 fanden mit einigen Unterbrechungen jährlich Rennen statt, in die Siegerlisten trugen sich so bekannte Namen wie Rudolf Caracciola und Hans Stuck ein.[3] In den 1920er und 1930er Jahren fanden mehrere hochrangig besetzte Schachturniere auf dem Semmering statt, unter den Teilnehmern so klingende Namen wie die Schachweltmeister Alexander Aljechin und José Raúl Capablanca, die Schachweltmeisterin Vera Menchik oder die Großmeister Paul Keres, Efim Bogoljubow und Rudolf Spielmann.[4]
Seit der Jahrhundertwende ist Semmering auch ein Wintersportort. Heute führen Liftanlagen auf den Hirschenkogel (der wieder den Beinamen Zauberberg erhalten hat). Außerdem finden am Hirschenkogel regelmäßig Weltcup-Skirennen statt. Der Sessellift auf den Sonnwendstein hat 2005 seinen Betrieb eingestellt.
Der Semmering wurde vor allem um 1900 von den Wienern als Naherholungs- und Ausflugsgebiet geschätzt. Auch heute noch sind der Wintertourismus und der Kurtourismus von großer wirtschaftlicher Bedeutung (110.000 Übernachtungen pro Jahr).
Am Semmeringpass gelegen, kam dem Ort auch große Bedeutung hinsichtlich des Nord-Süd-Verkehres zu. Die immer stärker zunehmenden Gütertransporte auf der Straße führten dazu, dass eine Untertunnelung des Semmerings geplant und im Jahr 2004 abgeschlossen wurde (Semmering Schnellstraße). Dies hatte durch den Wegfalls des Durchzugsverkehres starke wirtschaftliche Auswirkungen.
Die Semmeringbahn ist Weltkulturerbe der UNESCO seit 1998.
Der Bildhauer Franz Schönthaler war als erster Bauherr einer der ganz wesentlichen Mitgestalter der Villenarchitektur am Semmering.
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