Im Themarer Ortsteil Wachenbrunn betreibt T-Systems die große Sendeanlage Wachenbrunn für Rundfunk im Mittelwellenbereich mit einem 20 kW-Sender. Der Sender strahlt das Programm „MDR info“ auf der Frequenz 882 kHz aus. Bis 1993 wurde dieser Sender, der in den 50er Jahren in Betrieb ging, mit einer Sendeleistung von 250 Kilowatt betrieben. Als Sendeantenne dienen zwei gegen Erde isolierte Rohrmaste mit 142,8 Metern Höhe (Koordinaten: 50° 29′ 34″ N, 10° 33′ 59″ O). Einer dieser Rohrmaste war bis 1988 als Reflektormast auf der 2002 abgerissenen Rundfunksendestelle Berlin-Köpenick im Einsatz, bevor er abgebaut und in Wachenbrunn neu errichtet wurde. Die Sendeantenne ermöglicht eine Richtstrahlung in südwestlicher Richtung. Bis Mitte der neunziger Jahre existierte noch eine Dreieckflächenantenne und ein kleinerer gegen Erde isolierter Sendemast. Beide Einrichtungen sind heute nicht mehr vorhanden.
Seit 1988 ist Wachenbrunn Standort eines Mittelwellensenders des russischen Auslandsdienstes Stimme Russlands (vorher Radio Moskau) auf der Frequenz 1323 kHz. Er wird, wie der Sender für die Verbreitung von MDR info, von der Deutschen Telekom AG betrieben. In den Mittags- und Abendstunden wird das deutschsprachige Programm der Stimme Russlands übertragen. Dieser Sender ist bezüglich seiner Sendeleistung der drittstärkste in Deutschland und verwendet eine Richtantenne, die aus vier 125,1 Meter hohen gegen Erde isolierten Rohrgittermasten mit dreieckigem Querschnitt besteht (Koordinaten: 50° 29′ 8″ N, 10° 33′ 30″ O).
Die Rohrgittermasten, die bei der ortsansässigen Bevölkerung die Bezeichnung Russisches Quartett tragen, sind von den anderen Anlagenteilen ca. 800 Meter entfernt errichtet worden, um Wechselwirkungen der Antennen zu verhindern. Die zur Abstrahlung bestimmte Hochfrequenzenergie wurde bis zur Modernisierung der Anlage 2002/2003 über eine Reusenleitung von dem im Anbau des Hauptgebäudes installierten Sender zum Russischen Quartett übertragen. Im Zuge der Modernisierung wurde in einem alten Lagergebäude auf dem Areal des Russischen Quartetts ein volltransistorisierter 1.000-Kilowatt-Sender von Telefunken installiert. Hierdurch wurde die Reusenleitung zum großen Teil überflüssig und entsprechend verkürzt.
Durch die kürzere Übertragungsleitung wird der ohnehin schon hohe Wirkungsgrad des Senders noch weiter gesteigert. Er beträgt 85 Prozent. Während der Modernisierung der Anlage erhielten auch die Masten des Russischen Quartetts, die bis dahin silbergrau waren, einen rotweißen Anstrich.