Sendeanlagen in Mainflingen

Sendemasten bei Mainflingen
Sendemasten bei Mainflingen

In Mainflingen gibt es zwei große Sendeanlagen der Deutschen Telekom, die weit bekannt sind. Sie dienen dem kommerziellen Langwellenfunk (insbesondere der Verbreitung des Zeitzeichens DCF77) und dem Mittelwellenrundfunk.

Inhaltsverzeichnis

Langwellensender

Die Langwellensendeanlage besteht aus mehreren gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmasten mit Höhen von bis zu 200 Metern, an denen T- und Dreiecksflächenantennen befestigt sind. Sie werden von kommerziellen Langwellensendern, deren Rufzeichen mit DCF anfängt, genutzt. Der bekannteste dieser Sender ist DCF 77. Früher diente die Anlage, die sich auf einem zur Gänze eingezäunten Areal befindet, auch als Langwellenrundfunksender, insbesondere als Reservesender für den Sender Donebach. Neben dem Sendegebäude steht auch ein Mobilfunkturm in Fertigbetonbauweise.

Südlich der Hauptanlage, außerhalb des Betriebsgeländes, aber noch nördlich der A 3 befindet sich noch eine weitere Sendeantenne für Langwelle in Form einer an zwei abgespannten Stahlfachwerkmasten aufgehängten T-Antenne.

Lage

Mittelwellensendeanlage

Die Mittelwellensendeanlage Mainflingen wurde 1966 errichtet. Sie wird auch als Mainflingen C bezeichnet und liegt südlich der A3. Als Antennenanlage wird ein 95 Meter hoher, gegen Erde isolierter Stahlfachwerkmast verwendet. Bis 1978 war Mainflingen auch Reservestandort für alle Mittelwellenfrequenzen des Deutschlandfunks. Hierfür existierte ein 144 Meter hoher, gegen Erde isolierter Stahlfachwerkmast mit Reusenantenne. Ferner existierte bis 1983 noch eine Kreuzdipolantenne, die in 75 Meter Höhe an fünf 88 Meter hohen, gegen Erde isolierten Stahlfachwerkmasten befestigt war.

Am 1. Januar 1995 wurde die Ausstrahlung des Deutschlandfunks über den Sender Mainflingen aufgegeben, da die Antenne schlecht zündete und der Sender Heusweiler als Ersatz gewonnen werden konnte. Ursprünglich sollte die Anlage abgerissen werden, doch fand sich ab 1. Juli 1997 der Evangeliums-Rundfunk als Nachmieter. Dieser veranlasste im Jahr 2005 den Aufbau einer neuen Kreuzdipolantenne. Diese ist die zur Zeit einzige Rundfunksendeantenne in Deutschland, über die zirkular-polarisierte Radiowellen abgestrahlt werden und neben der im Juli 1995 stillgelegten Kreuzdipolantenne des einstigen RIAS-Senders in Berlin-Britz die einzige ihrer Art in Deutschland.

Die Kreuzdipolantenne besteht aus fünf 85 Meter hohen Stahlfachwerkmasten, welche den steil in die Ionosphäre strahlenden Kreuzdipol tragen. Hierbei ist der Mittelmast geerdet und die vier Randmaste sind gegen Erde isoliert.

Lage

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