Der Sender Bisamberg ist eine Sendeanlage für Mittelwelle am Bisamberg in Niederösterreich. Er wurde 1933 errichtet. Bis zu seiner Zerstörung 1945 durch die abziehenden Truppen verwendete der Sender eine Richtantenne als Antennenanlage, die aus zwei gegen Erde isolierten rautenförmigen Sendemasten (so genannten Blaw-Knox-Sendemasten) bestand.
Heute verwendet der Sender als Antennenanlage zwei gegen Erde isolierte abgespannte Stahlfachwerkmasten, die 265 bzw. 120 Meter hoch sind. Ersterer ist damit das höchste Bauwerk in Österreich. Beide Sendemasten stehen auf Wiener Stadtgebiet, wohingegen das Sendegebäude zum Großteil auf dem Gemeindegebiet von Langenzersdorf steht.
Der Sender Bisamberg war der leistungsfähigste Rundfunksender in Österreich (600 kW). Bis zum 1. Jänner 1995 sendete er auf 585 kHz und auf 1476 kHz. Vom 1. Jänner 1995 bis zum 1. Juli 1997 waren beide Sender außer Betrieb. Seit dem 1. Juli 1997 wird der Sender Bisamberg wieder auf der Frequenz 1476 kHz betrieben. Er überträgt das Programm „Radio 1476“. Hierfür wurde ein neuer volltransistorisierter 100-kW-Sender angeschafft.